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FSP Dresden Sachsen 13.5.2019

Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin. Nochmals Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details .
Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.

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Protokoll einer erfolgreichen Fachsprachprüfung in Dresden

Fachsprachenprüfung Dresden 13.05.2019
Herr ××××, ×××× ist 55 Jahre alt, 88 kg schwer und 172cm groß kam zu uns in die Notaufnahme wegen Hämoptoe seit 2 Tagen.
Der Patient habe der Husten seit Jahren (mindestens 10 Jahre) und wegen des Blutes habe der Patient eine Sorge gehabt.


Er leide an Belastungsdyspnö und er müsse sich beim Treppensteigen ausruhen, weil er in der 3.Etage wöhne. Die Frage nach Thorakalschmerzen wurde verneint. Er fühle sich fiebrig, aber er habe das Fieber nicht gemessen. Er habe Schwitzen in der letzten Zeit bemerkt.
Die vegetative Anamnese sei unauffällig bis auf Inappetenz, Schlafstörung wegen Hustenanfälle und Gewichtsabnahme. *Vorherige Vorerkrankungen: Er leide an aHT, aber er nehme dagegen keine Medikamente ein. (Die Daignose einer aHT wurde bei einem Hausarzt vor einem Monat festgestellt und der Hausarzt hat dem Patienen geraten, um die Medikamente einzunehmen, aber der Patient hat das nicht gemacht). *Vorherige Operationen: Z.n. Meniscus-Op wegen einer Knieverletzung bei einem Handballspiel vor 3 Jahren. Z.n. ....etwas (ich habe das vergessen)
Der Patient sei gegen Kinderkrankheiten geimpft. Keine Allergie sei bekannt bei dem Patienten. Der Patient habe Pflaster zur Rauchentwöhnung benutzt. Er nehme Schmerzmittel biem Auftreten von Schmerzen.
-Der Patient sei Raucher und er rauche 1-2 Schachtel/Tag seit dem 20.Lebensjahr .
-Er trinke 3-4 Flaschen Bier/Tag seit Jahren.
-Die Einnahme von sonstigen Drogen wurde verneint. *Der Vater lebe noch, aber er leide an Blasenkrebs(Urothelkarzinom). *Die Mutter habe an einem gynäkologischen Tumor gelitten (Der Patient hat gesagt: vielleicht Gebärmutter) und sie sei daran gestorben. *Der Patient habe nur 2 Brüder und ein Bruder habe an Ösophaguskarzinom gelitten und er sei daran gestorben.
Sozialanamnese: Er sei verheiratet, habe 2 gesunde Kinder und wohne mit seiner Frau zusammen.
Von Beruf sei der Patient ein Maurer (Bauarbeiter).
Nach dem Gespräch hat der Patient mich gefragt, nach den folgenden Maßnahmen.
Ich habe viele Untersuchungen und Bronchoskopie erwähnt, dann er hat mir gesagt: Ich habe Angst von dieser schmerzhaften Bronchoskopie.
(Ich: wir geben Ihnen Beruhigungsmittel, damit sie keine Schmerzen haben und bei dieser Methode müssen Sie keine Angst entwickeln).


#Meine Verdachtsdiagnose lautet:
Tuberculose

Als DD kommen die folgenden in Betracht: .Bronchialkarzinom .Mesotheliom .Lungenfibrose #Maßnahmen: .Körperliche Untersuchung .Überprüfung der Vitalzeichen .Blutabnahme: .... .Mikroskopische und kulturelle Sputumdiagnostik .Tuberkulin-Hauttest .Röntgenaufnahme des Thorax .Bronchoskopie mit entnahme von Biopsien .CT mit Kontrastmittel.


#Das Arzt-Arzt Gespräch:
In der Mitte der Vorstellung hat der Oberarzt viele Fragen gestellt.
Ich erinnere mich nicht alles aber die untenstehenen Fragen sind in meinem Kopf geblieben.
-VD und warum, DD?
-Was sehen Sie im Röntgenbild des Thorax?
-Welche Risikofaktoren gab es bei dem Patienten?
-Viele Fragen nach der Anamnese zur überprüfung, ob ich alles richtig verstanden habe. wie Z.b -das Gewicht -Pflaster -schlafstörung
-Meniscus wegen was?
-Wie viele Liter von Alkohol trinkt der Patient?
-Nimmt der Patient etwas gegen aHT?
-Gegen Rauchen hat der Patient etwas benutzt?


#Fachbegriffe:
Disloziert .Commotio cerebri .Hämatemesis .Hypakusis .Frontal
Und andere Fachbegriffe, die ich vergessen habe.


Vielleicht habe ich etwas vergessen, aber ich habe die wichtigisten Informationen geschrieben.

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei SEHR OFT auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei sind doch eigentlich der Ablauf und die Inhalte genau geregelt


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.


(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen und FSP Fachsprachprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.


Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über alle Details ihrer Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige Teilnehmer durchfallen.
Sicherlich kann man die FSP beliebig oft wiederholen, wobei es allerdings in einigen Bundesländern bereits monatelange Warteschlagen gibt.

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