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FSP Düsseldorf NRW 25.2.2019

Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung medizin in Düsseldorf. Nochmals Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details .
Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.

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Protokoll einer erfolgreichen Fachsprachprüfung in Düsseldorf Februar 2019

Hallo Leute,
Ich habe am 25.02.2019 die FSP zum ersten Mal in Düsseldorf abgelegt und erfolgreich bestanden.


Die Pat. ist eine 60-jährige Frau( Henrike Mäyer), geboren am 10, Februar 1959, 86,6kg mit 1.76m Größe, die sich wegen seit heute morgen akut auftretendes Schwankschwindels und ständeger Nausea vorgestellt hat.
Die Pat. habe seit mehrere Jahren diese Beschwerden gehabt aber sie habe seit heute morgen ständig Nausea ohne dass sie Emesis habe. Die fragen nach anderen neurologischen Defiziten wie z.B. Paräse, starke Cephalgie, , Sehstörungen , Synkope und Hyperthermie wurden verneint.


Die vegetative Anamnese sei auch unauffällig bis auf ab und zu Obstipation.´´
VE: art. HT seit 3 J.
Vor OPs: TE mit 8 J.
AE mit 13 J.
Allergie: keine
Medikamente : Amlodipin 5mg 1-0-1
Belok-Zok 47,5mg 1-0-1 ( sie hatte die Liste der Medikamente auf einem Zettel dabei)
Noxen : 10 Zigaretten/d seitdem sie 18J. war bis sie vor 5 J. aufgehört hat zu rauchen (18,5 py)
1Gl. Rotwein/WE
Familienanamnese :
Vater : Apoplex, lebt im Heim

Mutter: † plötzlich im Bett, hat sie an D.m. gelitten
Bruder : pAVK ,Frührentner
Sozialanamnese :
arbetet in Bäckerei, hat viel Stress und fühlt sich unter Druck, kein Kinder, lebt mit ihrem Mann, finanziert allein alle Lebenskosten

*Das ist was ich als aktuelle Beschwerden geschrieben habe.


In erster Station gab es 2 Prüfer (eine Frau und einer Mann, die Frau hat mir am Anfang Hand gegeben und gesagt: wir haben eine neue Pat. hier,würden Sie sich bitte um sie kümmern?.... jaaaa,sehr gerne.
Als die Pat. auf den Stuhl gesessen ist,hat sie mich gefragt :
Würden Sie etwas Wasser trinken? Ich habe mich dann gewundert und habe gesagt : jaaaa, gern, das wäre sehr nett von Ihnen.


* Die Pat. hat nich viele Fragen gestellt,sondern ich müsste viele Fragen stellen um die Informationen zu sammeln.
Sie hat auch leise und manchmal unklar gesprochen, deswegen habe ich nach alles gefragt, das ich nicht verstanden habe. (Bitte immer nachfragen.....)
Trotzdem war sie sehr nett und hilfreich.


Sie hat mehrere Male um ´´Frührentner´´ gebetten und habe ich geantwortet : warum? Könnten Sie bitte erklären warum ? ..... jaaa, gerne,das verstehe ich dass Sie unter Druck sind, Ich müss aber darüber mit meinem Chefarzt sprechen.
Am Ende des Gesprächs hat sie mir die Tischuhr gezeigt und gefragt : was habe ich und was haben Sie für mich vor?
Ich habe 2 min alles abklärt und am Ende ihr alles Gute und viel Besserung gewünscht.


*Telefonat : Frau Clemen mit Thrombozyten : 15500 /microl
٭Arzt – Arzt Gespräch :
- Hast du eine Pat. oder einen Pat. aufgenommen? Ja, das habe ich eine Pat. aufgenommen aber darf ich mal Ihnen eine andere wichtige Angabe mitteilen? Ja,aber worum geht das?
- Warum teilen Sie Diese Angabe mit?
- Was bedeute deciliter?mililiter?liter?
- Wie nennt man Henrike?
Wie nennt man Mäyer? ( Vorname und Nachname)

- Stellen bitte die Pat. vor?
Ich habe zu erst den Name und Alter der Pat. gesaagt,
sie sagten : sag mal alle Pat. Identifzierungdaten? Ist sie schlank?nein ,sie ist übergewicht.
Wie rechnet man oder wie sagt man das? BMI

- Warum ist die Identufizierung wichtig?
- Nausea? Schwankschwindel? Paralyse?
- Pat. VE?... HT
- TE,AE? Wo ist dann Blinddarm?
- Was hast du für die Pat vor?
Wie lautet die Verdachtdiagnose?

- Warum CT? Warum nicht MRT? Was bedeutet TSH?
- Wie kürziert man Arbeitsunfähigkeit ab? AU
- Was bedeutet Rezept`? Wie nennt man anders? Vorschreiben
- Was haben Sie in Deutschland vor?
- Was ist die Einheit von Hb? Gamma GT? ( Man müss auswendig lernen)


Ich Wünsche euch alle viel Erfolg.

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei SEHR OFT auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei sind doch eigentlich der Ablauf und die Inhalte genau geregelt


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.


(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen und FSP Fachsprachprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.


Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über alle Details ihrer Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige Teilnehmer durchfallen.
Sicherlich kann man die FSP beliebig oft wiederholen, wobei es allerdings in einigen Bundesländern bereits monatelange Warteschlagen gibt.

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