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FSP Jena Thüringen 4.3.2019

Detailliertes Protokoll einer FSP in Jena Thüringen, die in freundlicher kollegialer Atmosphäre stattfand. Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin. Nochmals Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details .
Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.

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Protokoll einer erfolgreichen Fachsprachprüfung

Bisher habe ich jeden Montag auf eure Erfahrungen gewartet.Endlich werde ich heute meine Erfahrung mitteilen.😍

Ich habe die FSP am 04.03.2019 zum ersten Mal abgelegt und Got sei Dank bestanden.

Zuerst bedanke ich mich sehr ihr, dass ihr alle eure Erfahrungen mitgeteilt habt. Die waren sehr hilfsreich.



Ich möchte auch meine andere Kolleginnen beruhigen, ihr braucht wirklich, kein Angst zu haben.
Die Prüfung war super. Dort war eine ausgezeichnete Atmosphäre.


Und mein Fall.....

Sehr geehrte Frau Kollegin,

ich berichte Ihnen nachfolgend über Herrn Gerchardt Schuchardt, der sich heute am 04.03.2019 um 13.20 in unserer Klinik vorstellte.
Herr Gerchart Schuchardt ist ein 73-jähriger Patient, der sich bei uns wegen seit 14 Tagen auftretende Dyspnoe und Tachykardie vorgestellt hat. Zusätzlich teilt er mit, dass bei ihm Hyperhidrose aufgefallen sei. Der Patient könne ohne Dyspnoe flach liegen. Beim Treppensteigen müsse er stehen bleiben und eine Pausa machen. Er könne 2 Stockwerke hinaufgehen, ohne anzuhalten. Die Fragen nach ähnlichen vorherigen Beschwerden wurde verneint. Darüber hinaus seien dem Patient folgende begleitende Symptome aufgefallen: Eruktation, Leistenminderung, Unruhigkeit.
Die vegetative Anamnese sei unauffällig bis auf Insomnie(seit 14 Tagen), Vertigo.
Als Vorerkrankungen seien die folgenden bekannt;:
-Lumbalgie seit 20 Jahren
-Eruktation seit schon lange Zeit
-Hyperlipidämie seit schon lange Zeit
Z.n. Operation wegen Armfraktur im Kindheit(rechts oder links hat er vergessen)
Der Patient sei allergisch gegen Tierhaare und Hausstaub, die sich wie Ekzanthem und Pruritis äußere.
Im Bezug auf die Medikation nehme der Patient folgende Medikamente:
-Pantozol 40 mg 1-0-0
-Kangezatan 5 mg 1-0-0
-Voltaren 75 mg b.B.
Der Patient rauche 1 Schachtel Zigaretten/Tag seit schon lange Zeit.
Der Patient trinke keinen Alkohol.
Drogenabusus wurde verneint.
Zudem sei er verheiratet, habe 2 Kinder(eine Tochter und ein Sohn)
Die Tochter leide an Depression.
Der Patient sei Rentner, früher habe er als Landwirtschafter gearbeitet(er hat kürzlich über seinen Beruf erklärt)
In der Familienanamnese fanden sich die folgenden Erkrankungen:
-Die Mutter sei an DM(typ 1 oder 2 hat er vergessen) gestorben.
-Der Vater sei an AH gestorben.
-Der Bruder leide an AH.
Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf Herzinsuffizienz hin.
DD kommen folgende in Betracht:
Miokard Infarkt
Lungenembolie
Pneumothorax
Zur weiteren Abklärung sollten die folgenden diagnostischen Maßnahmen durchgeführt werden:
-KU
-BB( BNP, Troponin , CK-MB- , MIoglobin, D-Dimer)
-EKG
-Echo
-Pulmonar Angiographie
Falls die Verdachtsdiagnose gesichert wird, dann zählen die folgenden therapeutischen Maßnahmen zu wichtigsten:
-Stationar Aufnahme
-Sauerstoffgabe
-ACE Hemmer(Ramipril)
-ß Blocker(Metoprolol )
-Morphin
-Antiemetikum(Metoclopramid)
Für die weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen kollegialen Grüßen
AÄ Shafag Gambarova


Die Fragen des Patienten
Was habe ich?
Welche Untersuchungen?
Ist das schmerzlos, oder?
Wie lange muss ich hier bleiben?


Oberarzt Gespräch
Ich habe den Patient vorgestellt und dann:
WAs ist Kangezatan? Warum nimmt den Patient diese Medikamente ein?
Das habe ich nicht gefragt, aber bei Körperliche Untersuchung werde ich danach fragen.
Und dann habe ich über Herzinsuffizienz alles ausführlich erklärt...
was spricht dafür, was spricht dagegen, diagnostische maßnahmen, therapie...
Und sie hat gefragt , welche Risikofaktoren gibt es dafür? Hyperlipidämie, Rauchen, genetische Faktore. Und neben Therapie welche Empfehlungen werden Sie geben? Fettarme essen, rauchen aufhören, gewicht reduzieren, viel bewegen.
Dann warum Pneumothorax? KU bei Pneumothorax?
Und ich habe über inspektion, perkution und auskultation bei Pneumothorax erklärt. Dann kann das auch andere organische Ursache sein. Welche?
Ich habe gesagt, ja kann das auch Hyperthyreose sein. Gut. Und was spricht dafür? und welche Diagnose? ich habe darüber kürzlich erklärt.
Dann wenn der Patient 120 HF hat, was ist das? Kann das Vorhofflimmern sein? Ja, das kann Atrial Fibrilation sein. Und was können wir bei EKG sehen? Fehlende P Welle. Gut . Dann Therapie bei diesem Fall? Schock Therapie. DAs kann auch pscychologische Probleme sein? Ja, natürlich. Das kann Depression oder Panic Atac sein.


Dann Fachbegriffe
Laparotomie,
Appendizitis,
Koloskopie.
Ostitis Pubis,
Hepatit,
Algurie,
Hydrozele
und andere habe ich vergessen.

Ich wünsche alle euch viel Erfolg!!!!!

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei SEHR OFT auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei sind doch eigentlich der Ablauf und die Inhalte genau geregelt


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.


(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen und FSP Fachsprachprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.


Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über alle Details ihrer Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige Teilnehmer durchfallen.
Sicherlich kann man die FSP beliebig oft wiederholen, wobei es allerdings in einigen Bundesländern bereits monatelange Warteschlagen gibt.

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