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FSP Medizin Berlin 16.1.2020

Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin.
Nochmals Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details .
Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.

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Hallo Leute,

Am 16.01.2020 habe ich die FSP zum ersten Mal in Berlin abgelegt und bestanden.
Mein Fall war TVT


Patient/in : Vorname, Name: Georg Müller, Alter: 50 Jahre, Größe: 170 cm, Gewicht: 75 kg
Allergien, Unverträglichkeiten : Wespenstich mit Dyspnoe und Exanthem, Heuschnupfen mit Rhinitis
Genussmittel/ Drogen (py oder g/d etc.)
Nikotinkonsum: Raucher seit 20 Jahren 6-8py
Alkoholkonsum: gelegentlich 1-2 Glas Bier am WE
Drogenkonsum wurde verneint
Sozialanamnese
Er sei Busfahrer, verheiratet, habe eine Tochter, wohne mit seiner Familie in einer Wohnung
Familienanamnese
Mutter: aHT seit mehreren Jahren
Vater und Geschwister seien gesund

Aktuelle Anamnese

Herr Müller ist ein 50-jähriger Patient, der sich bei uns wegen seit gestern Nacht plötzlich bestehender stark Schmerzen am rechten Unterschenkel mit der Ausstrahlung in die Kniekehle rechts vorstellte.
Die folgenden Begleitsymptome seien dem Patienten aufgefallen: Ödem, Umfangsanstieg, Überwärmung, Spannungsgefühl des betroffenen Unterschenkels.
Die vegetative Anamnese sei unauffällig bis auf Insomnie und Obstipation
An Vorerkrankungen seien die Folgenden bekannt:
· Anämie seit 3 Jahren
· Hypothyreose seit 4 Jahren
· Vor 8 Jahren wegen Autounfalls SHT Grade 1 stationär behandelt.
Im Jahr 1980 sei bei ihm Tonsillektomie durchgeführt.
Er nehme L-Thyroxin 75 mg 1-0-0, b. B., Ibuprofen und Schlafmittel (Name nicht erinnerlich) ein.
Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf TVT hin.
Differentialdiagnostisch kommen Thrombophlebitis, Erysipel, pAVK in Betracht.

Empfohlene Diagnostik:

1. KU
Tastbarer peripherer Puls, Ödem, Zyanose des betroffenen Beins
Payer-Zeichen: Druckschmerz der Fußsohle.
Meyer-Zeichen: Wadenkompressionsschmerz
Homann-Zeichen: Wadenschmerz bei Dorsalextension des Fußes
2. Labor: kleines BB, CRP, BSG, Gerinnung, D-Dimer, Elektrolyte
3. Duplexsonografie oder Kompressionssonografie.

Therapeutisches Vorgehen:

1. Stationäre Aufnahme.
2. Antikoagulationstherapie mit niedermolekularem Heparin
3. Keine Bettruhe
4. Kompressionsstrümpfe mindestens 3 Monate.
5. Operative Behandlung mittels: (Fogarty Katheter)
a) Es keine Besserung bei konservativer Therapie gibt oder
b) Beckenvenenthrombosen mit ausgeprägter Symptomatik.
6. Schmerzmittel beim Bedarf.

Fachbegriffe waren

Myocarditis,
Medialis,
Phlebitis,
Ulcus ventriculi,
MRT

Viel Glück

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BVFS Sachverständiger Willhem Gerner

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Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen und FSP Fachsprachprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.


Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über alle Details ihrer Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige Teilnehmer durchfallen.
Sicherlich kann man die FSP beliebig oft wiederholen, wobei es allerdings in einigen Bundesländern bereits monatelange Warteschlagen gibt.

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei SEHR OFT auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei sind doch eigentlich der Ablauf und die Inhalte genau geregelt


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.


(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

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