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FSP Medizin Münster NRW 11.1.2020

Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin in Münster.
Nochmals Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details .
Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.

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Ich habe meine FSP im Münster am 11.01.2020 zum ersten Mal abgelegt und bestanden. Weil ich Ihre Website sehr hilfreich zur Vorbereitung meiner FSP finde, möchte ich auch die andere Leute helfen. Ich will meinen Prüfungsfall mitteilen.
Ich hatte Glück mit den Prüfern. Sie waren sehr nett und freundlich. Sie haben mir in der Prüfung viel geholfen.


Teil 1 :
Mein Fall ist Bandscheibenvorfall. Mein Patient ist Herr Riedel, Roland. Er ist ein 56-jährige Patient, der wegen plötzlich aufgetretener Rückenschmerzen vorstellte. Heute habe er einen großen und schweren Baum in seinem Garten angehoben. Danach begonnen die sehr stärke, stechende Schmerzen in seinem unteren Rücken. Die Schmerzen strahlten in seine Ober- und Unterschenkel aus. Außerdem fühlte er sich Taubheit in seinem Ober- und Unterschenkel. Er habe versucht, mit wärme Kissen und Erholung die Schmerzen zu erleichtern, aber die Schmerzen haben sehr stark geblieben, besonders wenn er saß (9/10 in Schmerzskala). Beim Laufen und Liegen, verbessert sich die Schmerzen ein bisschen. Hohe Lagerung des Beines im liegenden Position war die beste Position für ihn. Er habe niemals diese gleiche Schmerzen erlebt. Vorherige Unfall, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, B-Symptomatik wurden verneint. Er habe Pollenallergie.
Gewohnheiten :
- Er raucht seit >30 Jahren, damals 10-15 Zigaretten/Tag, seit 6 Monaten nur 4-5 Zigaretten/Tag.
- Er trinkt regelmäßig abends Wein und gelegentlich am Wochenende Bier.
- Er nutzt keine Drogen.
Vorekrankung :
- DM Typ 1 --> Er hat Insulinpumpe und unter der Haut Blutzuckermesser. Sein Blutzucker ist gut kontrolliert. (HBa1C : 5,8-6%).
- Hypercholesterinämie --> Er hat Statin (Ich habe die Marke vergessen) 40mg 0-0-1. (Der Name der Medikamente habe ich zuerst nicht erkannt, dann habe ich den Patienten gefragt und er hat die Medikamente buchstabiert und erklärt --> dies ist sehr wichtig, weil im Teil 3 hat die OÄ gefragt, was der Name der Medikamente ist)
- Vor 4 Jahren hatte er Unfall, bei dem sein Schultergelenk zugezogen war. Er wurde in dieser Zeit operiert.
- Er hat vor ein Paar Jahren in Indonesien getaucht und zu schnell auf Land gekommen.
- Er nimmt bei Kopfschmerzen Triptan Nasenspray ein.
Sozial- und Familienanamnese :
- Er arbeitet als Bauingenieur und hat viel Stress, aber er ist daran gewohnt.
- Er ist geschieden. Mit seiner Ehefrau hat er eine Tochter und einen Sohn. Er hat jetzt neue Lebenspartnerin, mit der er 1 Sohn hat. Alle seine Kinder sind gesund.
- Er lebt mit seiner Lebenspartnerin.
- Er hat keine Tiere.
- Seine Eltern leben noch. Seine Mutter hatte Prothese bei Femurfraktur. Sein Vater hatte vor einigen Jahren Milzruptur bei Autounfall und seine Milz wurde entfernt. Keine andere Erkrankung in der Familie.

Nach der Anamnese hat der Patient darüber gefragt, ob er Bandscheibenvorfall hat und ob er im Krankenhaus bleiben muss. Ich habe geantwortet, dass ich einige Untersuchungen wie körperliche Untersuchung, Rontgen-Untersuchung und MRT machen möchte. Nach der Untersuchung werde ich mit meiner Oberärztin diesen Fall diskutieren und bespreche ich danach nochmal mit Ihnen.

Der Patient hat deutlich aber sehr schnell gesprochen. Er erzählt alle Informationen, die wichtig für die Diagnose sind. Das finde ich hervorragend. Ich brauche nicht zu sagen, ob er langsamer sprechen konnte, weil ich alle Informationen schreiben konnte.

Teil 2 :
Ich finde, dass 20 Minuten ganz schnell läuft. Ich sollte alle Anamnese sowie die Verdacht Diagnose, Untersuchungen und Therapie schreiben. Aber ich hatte nur die Anamnese schreiben. Ich hatte keine Zeit mehr, die andere zu schreiben. (Ich glaube, dass es nicht so schlimm ist, solange ich diese Diagnose, Untersuchung und Therapie im 3. Teil erklären kann.)

Teil 3 :
Ich habe zuerst meinen Patienten vorstellen. Während ich den vorgestellt habe, hat die OÄ mit den Fragen angefangen. Meine Frage sind :
1. Was ist die Diagnose? Bandscheibenvorfall
2. Welche Untersuchung wird gemacht? körperliche Untersuchung, Rontgen Lendenwirbelsäule, MRT
3. Was untersuchen Sie in körperlicher Untersuchung? Wirbelsäule, besonders Lendenwirbelsäule, Reflex (Patella, Ankle, Kremaster), und Zeichen von Conus-Syndrom und Cauda-Equina-Syndrom.
4. Welche Apparative Untersuchung werden Sie anordnen? Röntgen und MRT
5. Warum ordnen Sie Röntgen an? Zum Ausschluss von Fraktur (Die OÄ hat gesagt, dass ich brauche kein Röntgen, weil der Patient kein Trauma hat. Deswegen ist Fraktur nicht möglich)
6. Bitte erklären Sie zu dem Patienten, was MRT ist.
7. Hat der Patient Vorerkrankungen? Bitte erklären Sie die Vorerkrankungen und die Medikamente.
8. Der Patient ist schon im Schultergelenk operiert worden. Was ist der medizinische Begriff von Schultergelenk? Acrominon-Clavicula-Gelenk.
8. Was hat seine Mutter und Vater? Mutter hatte Prothese bei Femurfraktur, Vater hatte Splenektomie bei Milzruptur.

Nach allen Fragen hat die Prüfer ein Papier mit 12 Fachbegriffe mir gegeben. Die Fachbegriffe sind : Antiphlogistikum, Rigor, transitorisch, Testis, Inkontinez, Remission, die andere habe ich vergessen aber einfach.


Ich habe Glück, dass die Prüfer sehr hilfreich und nett sind.
Sie haben über mein Heimatland auch gefragt und wir konnten zusammen lachen. Die Prüfungsatmosphäre war entspannt.

Das war meine Prüfung. Ich wünsche Ihnen alles Gute, viel Glück und viel Erfolg bei Ihrer Prüfung.

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Bitte beschreiben SIe möglichst genau die relevanten Fakten, damit ich mit den Informationen etwas anfangen kann um Ihnen zu helfen.

Bitte keine Fragen wie:
- Wo finde ich Prüfungsberichte ?  (Auf der Seite im Suchfeld links)
- Welches  Bundesland ist das beste für mich ?  (Kann man nie sagen)
- Wie lange dauert es bis zur FSP oder KP ?  (Die Terminvergabe und die Wartezeit verändert sich ständig und kann zwischen 3 und 12 Monaten liegen)






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BVFS Sachverständiger Willhem Gerner

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Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen und FSP Fachsprachprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.


Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über alle Details ihrer Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige Teilnehmer durchfallen.
Sicherlich kann man die FSP beliebig oft wiederholen, wobei es allerdings in einigen Bundesländern bereits monatelange Warteschlagen gibt.

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei SEHR OFT auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei sind doch eigentlich der Ablauf und die Inhalte genau geregelt


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.


(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

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