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FSP Medizin Münster NRW 30.7.20

Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin.

Danke auch an Dr. Hamraz für die Weiterleitung dieses Berichtes
Nochmals Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details .
Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.

Oft taucht die Frage auf, was ich als "BVS Sachverständiger für Approbationsunterlagen" für Sie tun kann.

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Danke an Dr. Hamraz für die Weiterleitung dieses Berichtes
Ich habe bestanden!
Herzlichen Dank für diese Gruppe und die Mitglieder.
Entschuldigen Sie mir bitte für die Fehler, es interessiert mir nicht mehr 😀 Viel Glöck an alle!


Matthias Krämer 46 J. 1,78m 76 kg

Vor 1 Std. In einer Baustelle (dort war er in seiner Freizeit und nicht wegen arbeitsbedingte Sache, der Prüfer in Vorstellung wollte das wissen, aber das habe ich vergessen zu fragen) sei er in einer Loch (Tiefe ca. 20 cm) mit seinem linken Fuß reingetretten und habe er die Fuß umgeknickt. Jetzt tut der Fuß weh, äußere Knöchel (ich habe gesagt Malleolus lateralis) und Unterschenkel sind geschwollen es gibt auch Hämatome in entsprechenden Bereichen. Und das war´s von Beschwerden. Also nicht viel.
Er leide an Colon irritabile (Diarrhö 1Mal / Woche, aber das habe ich überhaupt nicht erwähnt), Dysphonie und Zervikalgien (er sitzt viel am PC, da er ist Weinverkaufer im Internet, die Prüfer hat gefragt, warum tut Nacken ihm weh und er war sehr zufrieden, als ich das mit seinem Beruf begründet habe).
Er nehme regelmäßig Johanniskraut Kps. 0-0-1 (ich habe gesagt wegen Nervosität, aber sowie ich verstanden habe ich hätte fragen gesollt, ob er das zum Schlafen nimmt und das war die richtige Antwort). Er nehme auch Imodium bei Bedarf (ich habe die Dosierung vergessen zu fragen), Neo-Angin (wegen Dysphonie) b.B. und Ibu 400 mg b.B.
Vegetative Anamnese sei unauffällig gewesen (bis auf Schlaf, das ich nicht gefragt habe). B-Symptomatik unauffällig.

Allergien:
allergische Rhinokonjunktivitis (Birkenpollenallergie) (ich habe gesagt Rhinitis allergica, die sich mit tränende Augen und Rhinorrhö äußere, aber die Prüfer hat gefragt was ist die FB für trönende Augen, ich habe gesagt Epiphora aber er sagte hmmm nein, dann hat er mir etwas geholfen bis ich Konjunktivitis sagte), er nimmt Cetirizin 10 mg 1-0-0, wenn es Birkenpollen gibt.

Auch Nickellalergie, die sich durch Exantheme äußere.
Rauche jetzt 15 Zig./Tag., früher 30...
Mit dem Trinken war es komplizierter er hat probiert, dass so kompliziert wie möglich zu erzählen. Er hat gesagt: 2 Flaschen Wein /Tag mit meiner Frau am Wochenende. Also das ist 2 Flaschen pro Tag und gibt zwei Tage am Wochenende, deswegen trinke er insgesamt 2 Fl. Wein/Woche. Seit dem 16 LJ., aber im Jungedlichkeit habe er Bier und nicht Wein getrunken (ich habe noch tiefer nicht gefragt 😃)
Sozialanamnese gab nicht interessantes zu erwähnen also das Übliche. Verheiratet, ein Sohn mit Dyslexie...
Familienanamnese: Mutter Fehlbildung der Hüftgelenk, deswegen ist Hüft TEP für sie in 4 Wo. Geplant (ich wusste die FB nicht also habe ich das nicht erwähnt, nur die geplante OP),.
Z.n. Bursektomie des linken Knies (im Brief habe ich die falsche Seite geschrieben, im Vorstellung die richtige Seite gesagt. Es kann schon sein, dass die Prüfer das überhaupt nicht bemerkt haben) vor 9 Mo. (er hat gesagt vor dreiviertel J.)
Z.n. HWK-Trauma nach einem Motorradunfall im 34. LJ. Die Trauma sei konservativ behandelt worden.
Impfstatus aktuell.

Verdachtsdiagnose:
habe ich Malleolus fraktur li. gesagt, Ligamentumruptur auch. Aber jetzt denke ich, dass ich lieber etwas wie OSG Fraktur gesagt hätte.

Ich habe keine DD erwähnt. Aber ja, mit den Unfällen gibt es nicht viel darüber zu berichten.

Die Atmösphare war sehr sehr gut und das finde ich sehr hilfreich. Der Patient sah etwas böse am Anfang aus aber das war ein falscher Eindruck. Nach ein Paar Sätze war er ok. Er war ca. 65 J.a. Der Oberarzt war ca. 35 J.a., super freundliche Kerl und es gab auch eine nette 40-jährige Frau, sie hat gar nichts gesprochen nur gelacht zusammen.

Man kann den Brief mit einem Laptop schreiben aber es gibt nur eine und es gibt einige Prüflinge also deswegen kann nur eine (oder zwei, wenn das Erste schon fertig bin) den Laptp benutzen. Das finde ich total unlogisch. Man muss sich vorbereiten mit Hand zu schreiben 😕
Das Laptop ist klein und unbequem eigentlich, aber sowieso bin ich froh das ich das benutzen könnte.
Fragen: was braucht ein Patient mit Immobilisation (Analgetika hätte ich schon vorher gesagt also habe ich nach kleine Diskussion richtig gesagt Antikoagulantien), wie nennt man diese Bereich...ich habe gesagt Malleolus bla bla aber sie wollte OSG hören, das habe ich vergessen).
Welche Untersuchung würde ich veranlassen um Ligamente darzustellen? MRT
FB: ossär, subarachnoidale Blutung, Herpes Zoster

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Aktuelle Beiträge

Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

  Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen und FSP Fachsprachprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.


Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über alle Details ihrer Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige Teilnehmer durchfallen.
Sicherlich kann man die FSP beliebig oft wiederholen, wobei es allerdings in einigen Bundesländern bereits monatelange Warteschlagen gibt.

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei SEHR OFT auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei sind doch eigentlich der Ablauf und die Inhalte genau geregelt


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.


(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

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