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FSP Medizin Münster NRW 6.8.20

Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin und danke an Jutta Schindler für diesen Beitrag.
Nochmals Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details .
Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.

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06.08.2020 Münster
Myokardinfarkt
58-jähriger Herr Sauer stellte sicherten seit heute Morgen nach dem Streit mit einem Nachbar plötzlich aufgetretener brennender dumpfer retrosternaler Schmerzen vor, die von Schweißausbrüchen, Vertigo und Todesangst begleitet seien. Der Patient schätzt die Schmerzen als 9 von 10 auf einer Schmerzskala ein. Ähnliche Beschwerden mit geringer Intensität habe er schon früher bei der körperlichen Belastung gehabt, die in Ruhe nachgelassen hätten. Die restliche vegetative Anamnese sei unauffällig. An Vorerkrankungen leide er seit 10 Jahren an arterieller Hypertonie, seit 3,5 Jahren an Diabetes mellitus.
Im Bezug auf Medikamente nehme er regelmäßig Ramipril 5 mg einmal pro Tag (er hat gesagt, “10 mg Pastille - eine Halbe” oder so.. ich habe nachgefragt), HCT 12,5 mg einmal pro Tag, Ikantra 1 Tablette 2mal pro Tag (sie haben gefragt, was für Mediksment mit zwei Dosierungen: Sitagliptin + Metformin).
Vor 5 Jahren wurde bei ihm eine Lipom am linken Oberschenkel entfernt. Einmal (ich habe nicht gefragt wann) habe er sich eine Brustkorbverletzung zugezogen, keine Frakturen, ambulant behandelt wurde (beim Sport, etwas mit Ball.. habe nicht nachgefragt). Er reagiere allergisch auf Hühnereiweiß mit Dyspepsie, am Schlimmsten mit Diarrhö (er hat gesagt „Magenprobleme, Durchfälle selten, er vermeidet, Eier zu essen). Er rauche seit 43 Jahren 1 Schachtel, habe vor 5 Jahren seinen Konsum bis 1/2 Schachtel reduziert. Er trinke eine Flasche Bier jeden Tag. Der Patient sei verheiratet, habe Zwillingstöchter, die 22 Jahre alt sind. Er sei Autoverkäufer.
In der Familienanamnese ergab sich Folgendes:
Herzinsuffizienz infolge Myokarditis seit 4 Monaten bei seiner Mutter. Sein Vater sei vor 6 Jahren an Silikose gestorben.

Die Kommission war nett.

Fragen:
Wie würden Sie in der Realität solchen Patienten behandeln (Analgetika, Troponin, EKG, Koronarangiographie)?
Welchen Risikofaktoren hat der Patient (Adipositas, Rauchen, AH, DM)? Aufklärung - Koronarangiographie.

Vielleicht etwas noch, das war als Besprechung.

Begriffe:
Vena cava, vertebral, disseminiert, Malnutrition, palpabel, medial...
Alle haben die Mundschütze getragen, aber sehr deutlich und nicht schnell gesprochen.

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Aktuelle Beiträge

Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

  Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen und FSP Fachsprachprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.


Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über alle Details ihrer Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige Teilnehmer durchfallen.
Sicherlich kann man die FSP beliebig oft wiederholen, wobei es allerdings in einigen Bundesländern bereits monatelange Warteschlagen gibt.

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei SEHR OFT auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei sind doch eigentlich der Ablauf und die Inhalte genau geregelt


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.


(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

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