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FSP Medizin Potsdam 20.11.2019 Arztbrief

Danke an den Doktor für diesen Arztbrief aus  einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin.
3 von 4 Kandidaten haben bestanden. Nochmals Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details.
Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.

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Hier Beispiel des Arztbriefes in einer FSP in Potsdam


Herr Mustermann Muster

Musterstraße 1
2345 Musterstadt

Entlassungsbrief: Herr Michael Müller

Sehr geehrter Herr Dr. Muster,

wir berichten über unseren gemeinsamen patienten Herrn Müller, geboren am 25.01.2019., wohnhaft: Musterstraße 1, 2345 Potsdam, der sich am xx.xx.xxxx. in unserer Notaufnahme vorgestellt hat und sich vom xx.xx.xxxxx. bis zum xx.xx.xxxx. in unserer stationären Behandlung befand.

Verdachtsdiagnose:
Bakterielle Endokarditis

Differenzialdiagnosen:
Herzinsuffizienz

Postinfektiöse Glomerulonephritis
Rheumatisches Fieber
Poststreptokokken Arthritis

Nebendiagnosen:
Z.n. Operation einer Hernia inguinalis (ED 2013)
Z.n. Zirkumzision einer Phymose (in der Kindheit)
Unverträglichkeit gegen Laktose

Ambulante Therapie:
Ibuprofen 600 b.B.

Stationäre Therapie:

Noxen:
Er trinke Alkohol nur zu bestimmten Anlässen.
Ein Nikotin- und ein Drogenabusus wurde verneint.

Aktuelle Anamnese

Herr Müller ist ein 25-jähriger Patient, der sich wegen seit 4 wochen bestehender, belastungsabhägiger Dyspnoe vorgestellt hat. Außerdem klagte er über Tachykardie, Palpitationen, Leistungsminderung, Fatigue, Asthenie und Probleme beim Geschlechtsverkehr. Er sagte, dass er die Dyspnoe nach einem halben Stockwerk verspürt habe. Er fügte hinzu, dass er vor einer Woche, eine Grippe gehabt habe, wobei er hohes Fieber and angeschwollene Tonsille gehabt habe.

In der vegetative Anamnese war Folgendes auffällig:
kalter Schweiß, Schüttelfrost, Schlafstörungen und eine Nykturie.

In der Familienanamnese fanden sich folgende wichtige Erkrankungen:
Bei der Mutter: Adipositas
Beim Vater: Myokardinfarkt

Sozialanamnese:
Der professioneller Eishockeyspieler lebe mit seiner Freundin zusammen.

Körperliche Untersuchung:
Herr Müller, (Gewicht 95kg; Größe 185cm) befindet sich in reduziertem Allgemeinzustand und gutem Ernährungszustand.
Er war zu allen Qualitäten voll orientiert.

Haut:
Blass, kalter Schweiß

Kardiologische Untersuchung:
Tachykardie, Tachyarrhythmie, systolisches Geräusch über Erb Punkt, Pulsus alternans
Pneumologische, abdominale und neurologische Untersuchung: Unauffällig

Diagnostische Maßnahmen:
Labor: CRP und BSG erhöht, Leukozytose, ansonsten unauffällig
EKG (in der Ruhe): Tachykardie, Arrhythmie
Sonographie: Schlussunfäghigkeit der Mitralklappe, Rückstrom des Blutes
Blutkultur: Streptokokken nachweisbar

Epikrise:
Die stationäre Aufnahme erfolgte bei der Überweisung des Hausarztes zur Abklärung der Symptomatik. Bei den oben genannten Untersuchungen konnnten die Differenzialdiagnosen ausgeschlossen werden, wobei die Verdachtsdiagnose bestätigt wurde. Wir nahmen Herrn Müller stationär auf und verordneten Penicillin G 5 Mio i.v.. Im Laufe der Zeit kam es zur Besserung der Beschwerden sowohl klinisch als auch laborchemisch. Wir besprachen mit dem Patienten die Durchführung von präventiven Maßnahmen (Tonsillektomie). Eine ambulante Vorstellung bei uns  wurde mit dem Patienten in 2 Wochen vereinbart.

Am xx.xx.xxxx. konnten wir den Patienten in Ihre ambulante versorgung entlassen.
Wir bedanken uns für die ambulante Weiterbetreuung des Patienten, stehen für Rückfragen jederzeit gerne zur Verfügung und verbleiben mit freundlichen Grüßen,

Chefarzt                                  Oberarzt                                 Assistenzarzt

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- Welches  Bundesland ist das beste für mich ?  (Kann man nie sagen)
- Wie lange dauert es bis zur FSP oder KP ?  (Die Terminvergabe und die Wartezeit verändert sich ständig und kann zwischen 3 und 12 Monaten liegen)






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BVFS Sachverständiger Willhem Gerner

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Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen und FSP Fachsprachprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.


Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über alle Details ihrer Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige Teilnehmer durchfallen.
Sicherlich kann man die FSP beliebig oft wiederholen, wobei es allerdings in einigen Bundesländern bereits monatelange Warteschlagen gibt.

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei SEHR OFT auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei sind doch eigentlich der Ablauf und die Inhalte genau geregelt


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.


(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

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