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FSP Zahnmedizin Stuttgart Baden-Württemberg 5.9.20

KP Medizin bestanden

FSP bei der Zahnärztekammer Nord-Württemberg.
Danke an den Doktor und Glückwunsch zur Prüfung.

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Erfahrungen Kenntnisprüfung Zahnmedizin Ärztekammer Nord-Württemberg


Anbei schildere ich meine Erfahrung meiner FSP bei der Ärztekammer Nord-Württemberg.

Am Anfang musste ich ein Corona-Formblatt ausfüllen, danach wurde ich von einer Person der Prüfungskommission abgeholt.
Im Zimmer gab es nur 2 Personen, eine Zahnärztin und einen Prof. der Humanmedizin.
Er hat die Rolle des Patienten eingenommen.

Das Anamnesegespräch verlief sehr gut. Ich habe die 20 Min komplett genutzt. Danach war ich in einem anderen Zimmer mit anderen Prüflingen, um die Dokumentation zu schreiben. Ich habe es gerade so in der verfügbaren Zeit geschafft. Danach wurde ich wieder abgeholt und habe das Kollegengespräch geführt.


Es handelte sich um einen Pat. 55 Jahre alt. Er sei Diabetiker und habe Bluthochdruck. Er nehme Metformin, Ramipril und ASS 100 ein. Er sei vor einer Woche beim Zahnarzt wegen Mundgeruch, Blutung des Zahnfleisches und einer lockeren Brücke regio 13-23 gewesen. Pat. hatte das OPG mitgebracht.

Das OPG war eine Kopie mit minderer Qualität. Auf dem OPG zeigten sich insuffiziente Kronenränder der Brücken.
Die Brücken waren von 17-14 (fehlt 16), 13-23 (fehlten 12,11,21,22), 24-27 (fehlte 26). Im UK alle Zähne hatten insuffiziente Kronen als Restauration. Generalisierter horizontaler Knochenabbau und lokalisierter vertikaler Knochendefekt an Zahn 37,36,35,44,45,46,47.
Meine Verdachtsdiagnose war eine generalisierte Parodontitis der aggressiven Form (es war richtig)
Die Fragen des Patienten waren über Zahnersatz Prothese und Implantate.
Welche Zähne gezogen werden müssten und wie lange die Behandlung dauern würde.
**ich hatte vergessen seinen Versicherungsstatus zu erfragen** (in dem Kollegengespräch wurde ich darüber gefragt)

Das Kollegengespräch verlief kürzer als die geplanten 20 Min.
Ich hatte Fragen nur von der Zahnärztin gestellt bekommen.

Sie hat mich gefragt:
- Würden Sie ihre PA Behandlung mit Antibiotikum unterstützen?
- Wissen Sie, warum der Versicherungsstatus bei einer PA Behandlung wichtig ist?
- Wie läuft die Genehmigung der PA Behandlung?
- Wann würden Sie die nichterhaltungswürdigen Zähne extrahieren? Und warum?
- Warum haben Sie dem Patienten eine Modellgussprothese/Teleskopprothese empfohlen?

Die Prüfungskommission hat sich nach dem Kollegengespräch ca. 5 Minuten beraten und mir dann das positive Ergebnis mitgeteilt."

Stellen Sie Ihre Fragen an mich


Mit dem nachfolgenden Formular können Sie mir Ihre speziellen Fragen schicken.
Bitte beschreiben SIe möglichst genau die relevanten Fakten, damit ich mit den Informationen etwas anfangen kann um Ihnen zu helfen.

Bitte keine Fragen wie:
- Wo finde ich Prüfungsberichte ? (Auf der Seite im Suchfeld links)
- Welches Bundesland ist das beste für mich ? (Kann man nie sagen)
- Wie lange dauert es bis zur FSP oder KP ? (Die Terminvergabe und die Wartezeit verändert sich ständig und kann zwischen 3 und 12 Monaten liegen)






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Extrem hohe Durchfallquote

Zum Schluss eine Feststellung von mir


Die Kenntnisprüfung Humanmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es speziell in einigen Bundesländern eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen. Hierbei stellt sich oft deutlich heraus, dass es deutlich einfacher ist, wenn nicht ständig die gleichen Prüfer genommen werden. Unvoreingenommene erstmals oder gelegentlich eingesetzte Prüfer sind oft hilfsbereiter und kollegialer eingestellt und unterstützen die Kollegen.

Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Medizinexamen nicht besteht.

Ich verfolge seit längerer Zeit die Publikationen und die Suche der Ärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass leider einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für "hohe Durchfallquoten" bekannt und gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen.

Es sei Ihnen versichert, es kommt nicht unbedingt auf Ihre Fachkenntnisse an. Leider spielen in vielen Fällen andere Faktoren eine Rolle. Wie ist der Prüfer drauf, welche Laune hat er ? Mag er Sie oder missfällt ihm bereits Ihr selbstbewusstes Auftreten, Ihre Kleidung oder sonst etwas ? Weshalb bestehen andere neben Ihnen die Prüfung, die oft deutlich weniger Deutsch sprechen und/oder deshalb leichtere Fragen erhalten ?

Leider sind auch die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen mangels fehlender Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrent

Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrenzt


Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist die Laufbahn des Mediziners in den meisten Fällen in Deutschland beendet.

"Die Zulassung zur Prüfung erfolgt per Bescheid durch das LPA in Düsseldorf. Sie kann nur erfolgen, wenn bei Ihnen Ausbildungsdefizite festgestellt wurden bzw. Sie auf eine gutachterliche Überprüfung Ihres Studienabschlusses verzichtet haben und Sie die Prüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben.

Die Kenntnisprüfung Humanmedizin kann insgesamt zweimal wiederholt werden"

Quelle: LPA Düsseldorf

Ich bewundere und bedaure die Mediziner, die oft optimistisch und sehr gut vorbereitet in eine Kenntnisprüfung gehen und dann "am Boden zerstört" mit einem vernichtenden Prüfungsergebnis nach Hause gehen. Es darf Ihnen versichert werden, dass es in den meisten Fällen nicht an Ihrer Ausbildung gelegen hat. Anerkannte promovierte Spezialisten, die in ihrem Heimatland die Abschlüsse mit Auszeichnung bestanden haben und über eine mehrjährige fundierte Berufserfahrung verfügen scheitern hier wegen eines "sprachlichen Defizits" weil sie z.B. bei einem Unfallopfer im Bericht nicht den Unterschied zwischen einem Motorroller und einem Motorrad erklären können.

Das kann es doch nicht sein.  Was hat das überhaupt noch mit medizinischen Kenntnissen zu tun ?

Regelmäßig gibt es den Foren die Hinweise, dass die Kenntnisprüfungen doch ganz einfach seien und man sich nicht durch negative Berichte entmutigen lassen soll. Das kann ganz sicher temporär auf einige Prüfungsorte zutreffen und vor einigen Jahren noch wesentlich einfacher gewesen sein. Allerdings sind die Maßstäbe überall strenger geworden. Hinzu kommt, dass man in einigen Bundesländern inzwischen mehrere Monate auf einen weiteren Termin wartet.

Die Approbationsbehörden tauschen sich inzwischen länderübergreifend aus, um den Approbationstourismus einzudämmen.

Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist für Humanmediziner FINITO  =  Schluss !

Faszinierend  auch der Ansatz vieler Mediziner:  Ich probiere es einfach erst einmal und kann ja immer noch wiederholen.
Liebe Doktoren,
ihr könnt noch so gut sein und eine excellente Prädikatsausbildung haben; wenn Sie an den falschen Prüfer geraten, nützt Ihnen das überhaupt nichts. In vielen Fällen wird dann leider zu spät nach dem ersten Nichtbestehen doch vorsichtshalber ein Rechtsanwalt (Ich kann Ihnen Fachanwälte vermitteln) aufgesucht und es beginnt schnell ein mehrjähriges Verwaltungsverfahren.

Jetzt gibt es zudem leider oft ein deutliches Problem
Die Verwaltungsbehörde begründen (in einem oft folgenden Verwaltungsverfahren vor dem Verwaltungsgericht) gegenüber dem Gericht die Ablehnung der Approbation stets auch damit, dass Sie ja bereits eine oder zwei Kenntnisprüfungen nicht bestanden haben. Hierbei spielt es keine Rolle, woran es gelegen hat.   Dadurch haben Sie dann deutlich schlechtere Karten vor dem Verwaltungsgericht, weil die Behörde ja den Beweis hat und begründet, dass Sie keine gleichwertige Ausbildung haben.


Sie sollten stets ALLES versuchen, eine Kenntnisprüfung zu vermeiden.


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