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KP Dresden Sachsen 23.5.2019

Die Kommision war wie folgt:
1. Oberarzt Dr. med. Christian Stelzner (Innere Medizin) (Vorsitzender)
2. Dr. med. Uwe Gießling (Chirurgie)
3. OA Dr. med. Ernst Röpke (HNO)

Bericht über eine erfolgreich abgelegte KP Kenntnisprüfung Medizin, den wir gerne in unser Archiv aufgenommen haben.
Danke an den Doktor für die Details. Bitte beachten Sie, dass wir den Bericht in dieser Form erhalten, bzw. übernommen haben.
Es erfolgte keine Korrektur der Schreibweise, da die Kollegen die Begriffe besser kennen als ich.

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Suche nach Protokollen und Prüfern

Protokollsuche Prüfungsorte und Prüfer
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KP Medizin bestanden

Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Kenntnisprüfung in Sachsen, den wir in unser Archiv übernommen haben. Mit Hilfe der Mediziner, durch andere FB Seiten und natürlich durch die Beiträge und Protokolle über die Prüfungen konnten wir eine umfangreiche Datenbank aufbauen, die nach Prüfungsorten und Prüfern sortiert ist und ständig durch aktuelle Berichte ergänzt wird.


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Protokoll einer Kenntnisprüfung / Erfahrungsbericht eines Teilnehmers

Erfahrungen Kenntnisprüfung Humanmedizin in Dresden


Es ist ganz machbar, die erfolgreiche Kenntnisprüfung fand in Dresden Sachsen am 23.05.19 in Friedrichstadt - Städtisches Klinikum Dresden statt. Gott sei Dank habe ich die Prüfung bestanden.
Erstmals bin ich aller Kollegen und Kolleginnen sehr dankbar, die Protokollen, die die Kollegen hier gepostet haben, waren ganz hilfreich.
Also IMMER die Protokollen vor der Prüfung lesen.

Die Kommision war wie folgt:

1. Oberarzt Dr. med. Christian Stelzner (Innere Medizin) (Vorsitzender)
2. Dr. med. Uwe Gießling (Chirurgie)
3. OA Dr. med. Ernst Röpke (HNO)

Am Tag der Prüfung haben wir uns um 10:00 Uhr auf der HNO Station getroffen, dort kam Dr. Röpke (seeeeeeehr nett und freundlich) und hat uns begrüßt. Dann hat jeder von uns freiwillig einen Patienten ausgewählt (jeder kann einen aus entweder Innere, Chirurgie oder HNO nehmen). Mein Patient war aus Chirurgie mit Pleuraempyem bei Pneumonie.

Nun jeder Prüfling geht zu seinem Patienten. Dort kannst du den Pat. allein komplett untersuchen, befragen und mit ihm frei reden.
Der Prüfer bleibt nicht bei euch, stellt keine praktische Frage, setzt dich nicht unter Druck und lässt dich komplett die Untersuchung durchführen.
Hier hast du ca. 2-3 Std. Zeit, um die körperliche Untersuchung zu machen, die Akte anzuschauen und den Brief zu Schreiben, im Prinzip der Ablauf der praktischen Prüfung ist sehr entspannt.

Dann kommt der theoretische Teil,
hier würde ich sagen, dass jeder Prüfer Fragen nur entsprechend seinem Fach stellt, also Dr. Gießling fragt fast ausschließlich über Thoraxchirurgie (nämlich Pneumothorax und Pleuraempyem). Seine Fragen an mich waren über Thoraxdrainagen bei Pneumothorax (Monaldi und Bülau) aber ganz detailliert, Komplikationen der Thorakoektomie und ein paar tiefe Fragen über Thorakoektomie, die nicht antworten zu müssen.
Dr. Stelzner fragte über Sepsis/SIRS, wie warum wann usw.. Also von A bis Z. Ein paar Fragen über Schlaganfall, Symptomen und sehr kurz über Notfall­maß­nah­men.
Hier soll ich sagen, das die Prüfung mit Dr. Stelzner ist eher wie eine Diskussion, also nicht nur Fragen und Antworten, sonst er beibringt dir etwas auch, wenn du über etwas nicht kennst. Sehr angenehm und sehr respektable Person.
Letztlich hat Dr. Röpke mich über akute Otitis media und Mastoiditis/Mastoidektomie gefragt, aber ganz oberflächlich.

Insgesamt, sehr nette Kommission, hilfreich und sie wollen immer die Leute bestehen lassen.
Vorbereitung: ca. 3. Monate
  • hauptsächlich Amboss, insbesondere Kardio/Pulmo/Gastro
  • 50 wichtigste Fälle (Innere/Chirurgie)
  • HNO nur von Amboss (ca. 20 Themen)

Es hat ca. 1 Jahr gedauert, zwischen der Anmeldung und der Prüfung.

Extrem hohe Durchfallquote

Zum Schluss eine Feststellung von mir


Die Kenntnisprüfung Humanmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es speziell in einigen Bundesländern eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen. Hierbei stellt sich oft deutlich heraus, dass es deutlich einfacher ist, wenn nicht ständig die gleichen Prüfer zum Einsatz kommen. Unvoreingenommene erstmals oder gelegentlich eingesetzte Prüfer sind oft hilfsbereiter und kollegialer eingestellt und unterstützen die Kollegen.

Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Medizinexamen nicht besteht.

Ich verfolge seit längerer Zeit die Publikationen und die Suche der Ärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass leider einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für "hohe Durchfallquoten" bekannt und gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen.


Hier einmal die heftigen Quoten einer BezReg in NRW -->  Klicken

Auf meiner Seite www.approbation-ohne-kenntnisprüfung finden Sie die aktellen Durchfallquoten von Münster.


Es sei Ihnen versichert, es kommt nicht unbedingt auf Ihre Fachkenntnisse an. Leider spielen in vielen Fällen andere Faktoren eine Rolle. Wie ist der Prüfer drauf, welche Laune hat er ? Mag er Sie oder missfällt ihm bereits Ihr selbstbewusstes Auftreten, Ihre Kleidung oder sonst etwas ? Weshalb bestehen andere neben Ihnen die Prüfung, die oft deutlich weniger Deutsch sprechen und/oder deshalb leichtere Fragen erhalten ?

Leider sind auch die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen meistens mangels (nicht zur Verfügung gestellter) Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrent

Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrenzt


Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist die Laufbahn des Mediziners in den meisten Fällen in Deutschland beendet.

"Die Zulassung zur Prüfung erfolgt per Bescheid durch das LPA in Düsseldorf. Sie kann nur erfolgen, wenn bei Ihnen Ausbildungsdefizite festgestellt wurden bzw. Sie auf eine gutachterliche Überprüfung Ihres Studienabschlusses verzichtet haben und Sie die Prüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben.

Die Kenntnisprüfung Humanmedizin kann insgesamt zweimal wiederholt werden"

Quelle: LPA Düsseldorf

Ich bewundere und bedaure die Mediziner, die oft optimistisch und sehr gut vorbereitet in eine Kenntnisprüfung gehen und dann "am Boden zerstört" mit einem vernichtenden Prüfungsergebnis nach Hause gehen. Es darf Ihnen versichert werden, dass es in den meisten Fällen nicht an Ihrer Ausbildung gelegen hat. Anerkannte promovierte Spezialisten, die in ihrem Heimatland die Abschlüsse mit Auszeichnung bestanden haben und über eine mehrjährige fundierte Berufserfahrung verfügen scheitern hier wegen eines "sprachlichen Defizits" weil sie z.B. bei einem Unfallopfer im Bericht nicht den Unterschied zwischen einem Motorroller und einem Motorrad erklären können.


Das kann es doch nicht sein.  Was hat das überhaupt noch mit medizinischen Kenntnissen zu tun ?

Regelmäßig gibt es den Foren die Hinweise, dass die Kenntnisprüfungen doch ganz einfach seien und man sich nicht durch negative Berichte entmutigen lassen soll. Das kann ganz sicher temporär auf einige Prüfungsorte zutreffen und vor einigen Jahren noch wesentlich einfacher gewesen sein. Allerdings sind die Maßstäbe überall strenger geworden. Hinzu kommt, dass man in einigen Bundesländern inzwischen oft mehrere Monate auf einen weiteren Termin wartet.


Die Approbationsbehörden tauschen sich inzwischen länderübergreifend aus, um den Approbationstourismus einzudämmen.

Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist für Humanmediziner FINITO  =  Schluss !

Faszinierend  auch der Ansatz vieler Mediziner:  Ich probiere es einfach erst einmal und kann ja immer noch wiederholen.
Liebe Doktoren,
ihr könnt noch so gut sein und eine excellente Prädikatsausbildung haben; wenn Sie an den falschen Prüfer geraten, nützt Ihnen das überhaupt nichts. In vielen Fällen wird dann leider zu spät nach dem ersten Nichtbestehen doch vorsichtshalber ein Rechtsanwalt (Ich kann Ihnen Fachanwälte vermitteln) aufgesucht und es beginnt schnell ein mehrjähriges Verwaltungsverfahren.

Jetzt gibt es zudem leider oft ein deutliches Problem
Die Verwaltungsbehörde begründen (in einem oft folgenden Verwaltungsverfahren vor dem Verwaltungsgericht) gegenüber dem Gericht die Ablehnung der Approbation stets auch damit, dass Sie ja bereits eine oder zwei Kenntnisprüfungen nicht bestanden haben. Hierbei spielt es keine Rolle, woran es gelegen hat.   Dadurch haben Sie dann deutlich schlechtere Karten vor dem Verwaltungsgericht, weil die Behörde ja den Beweis hat und begründet, dass Sie keine gleichwertige Ausbildung haben.


Sie sollten stets ALLES versuchen, eine Kenntnisprüfung zu vermeiden.


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Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.

Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige durchfallen.

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