Monat: August 2017

  • Fachsprachprüfung Zahnmedizin Düsseldorf

    Fachsprachprüfung Zahnmedizin Düsseldorf

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    FSP Zahnmedizin in Düsseldorf bestanden

    Danke an den Doktor für diesen detaillierten Bericht einer bestandenen Fachsprachprüfung Zahnmedizin in Düsseldorf aus August 2017


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    Details der FSP

    Fachsprachprüfung Düsseldorf, 23.08.17 – bestanden
    ——
    Der Patient kam mit Schmerzen UK links, die Schmerzen sind stark, strahlen dürch den UK bis zum Ohr, Schmerzmittle hat nicht geholfen, außerdem meldet er Blunug beim Zähneputzen. Er hatte 2016 einen Infarkt, leidet an Hypertonie, DM, Hypothyrose, Herzschrittmacher, Allergie gegen Penicillin, er nimmt Marcumar, Ramipril und L.Thyroxin (Katastrophe 😛) .

    Der Patient was nett, ich brauchte nicht über die Versicherung, Familie u Soziale Anamnesen zu fragen.

    OPG zeigt Karies Profunda an 37 mit einer apikalen Aufhellung und Bifurkationsbeteiligung, eine große Aufhellung um die Wurzeln von 48, 47. Starker vertikaler Knochen Abbau an 48-46, 14, 15, starker Horizontaler Knochen Abbauch OK UK, ein Paar Ag Füllungen und Paar Zähne fehlen Ich habe dann dem Patienten erklärt dass die 37 + mehrere Zähne nicht erhaltungswurdig sind und muüssten alle rausgezogen werden, er hatte Angst und ich habe ihn beruhigt, er fragte dann nach spätere Versorgung und war enttäucht als ich die Prothesen erwähnt habe, dann habe ich über die Implantationsmöglichkeit gesprochen aber wegen der Krankheiten und Medikamente, es kann sein dass er dafür nicht geeinigt ist.

    Am Ende war er sehr zufrieden und sagte (danke ich habe alles sehr gut verstanden, habe aber keine Angst), vielleicht hätte ich über Vollnarkose aufklären sollen.


    Dokumentation: wie immer in Düsseldorf 🙂

    DD: apikale Parodontitis 37, apikaler Granulom 37, Radikuläre Zyste 48,47


    Arztgespräch über Patienten


    – Diagnose : Irreversible Pulpitis 37 mit Paro-Endo Läsion, Chronischer Abzess an 48,47, Marginale Horizontale Parodontitis und Gingivitis
    – Wie führt man eine Extraktion durch?
    – Worauf muss man bei vor Ex achten? Markumar
    – Der Hausarzt sagte Marcumar wird abgesetzt aber man muss auf DM achten, welche Maßnahmen berücksichtigen wir?  Wundheilung und Infektion >>> Antibiotikum Prophylaxe (welche?)
    – Wie benuzt man den Hebel?
    – Was machen bei Zahnbrechung während der Ex und wie? Separation, Lappe, Osteotomie
    – Was macht man bei komisch aussehenden Gingivalgeweben? Probe zum Onkologe und fragen ob die Malinge sind
    – Unterschied zwischen Zahnstein und Konkremente?
    – Wie diagnosiert man Parodontitis?
    – Wie führt man eine PA durch?
    – PSI?
    – Wie tief muss die Tasche sein bei Parodontitis Diagnose? Ab 3mm
    – Darf man Ultraschall bei diesem Patient benuzen?  (mit Herzschrittmacher)
    – Welche Versorgung nach Ex? Prothese wegen der Freiendsituation >>> Direkt? Nein erst Interimprothese


    Da waren weitere Fragen im Gespräch, aber ich erinnere mich im Moment nur an diese, alle Prüfer waren ganz nett und hilfreich, ich war selbst zu aufgeregt.

    Anmerkung des Sachverständigen

    Feststellungen des Sachverständigen


    Eigentlich sollte es nur eine Fachsprachprüfung sein.
    Überraschend die Tiefe der Fragen nach medizinischen Details und Behandlungsmethoden. Zum Glück hat der Zahnarzt die FSP bestanden.

    Fachsprachprüfung Beschreibung Düsseldorf


    Es wird immer wieder nach dem Ablauf der Sprachprüfung gefragt und wann diese zu erfolgen hat.
    Details zum Prüfungszeitpunkt finden Sie hier.

    Nachfolgend die aus dem Internet übernommenen Details über den Ablauf in Düsseldorf.


    Danke für die Info an die Zahnärztekammer Düsseldorf.

    Allgemeines

    Die Zahnärztekammer Nordrhein (ZÄK NR) wird ab der zweiten Jahreshälfte 2014 für die Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln die Fachsprachprüfung übernehmen. Die Übernahme der Fachsprachprüfung für ausländische Zahnärztinnen und Zahnärzte durch die ZÄK NR geht auf einen Beschluss der NRW-Landesregierung zurück. Bislang nahmen im Kammerbereich Nordrhein Beamte der Bezirksregierungen die Fachsprachprüfung ab. Die Prüfung betrifft Approbationsanträge, die nach dem 31.12.2013 gestellt wurden. Der Test orientiert sich am Muster einer OSCE – Prüfung.

    Verfahrensverlauf

    Im Antragsverfahren auf Approbation als Zahnärztin oder Zahnarzt ergeben sich dadurch keine Änderungen. Die Antragsbearbeitung auf Erteilung der Approbation liegt zuständigkeitshalber wie bisher bei der Bezirksregierung in Düsseldorf oder Köln. Wenn die zuständige Bezirksregierung den Antrag auf Approbation ausreichend geprüft hat und eine Fachsprachprüfung als notwendig erachtet, sendet sie der ZÄK NR die hierfür notwendigen Daten.

    Hinweis: Eine persönliche Anmeldung bei der ZÄK NR ist nicht erforderlich!

    Nachdem die ZÄK NR die Daten von der jeweiligen Bezirksregierung erhalten hat, nimmt sie in der Regel per E-Mail mit dem Antragsteller Kontakt auf und fordert den Antragsteller auf, die Verwaltungsgebühr für die Fachsprachprüfung in Höhe von derzeit 450 Euro zu überweisen. Nach Eingang der Gebühr wird dem Antragsteller der nächstmögliche Prüfungstermin zugeordnet und er erhält von der ZÄK NR ein Schreiben, in dem ihm neben dem Prüfungstermin alle notwendigen Informationen für die Prüfung mitgeteilt werden. Das Schreiben enthält auch die Uhrzeit, zu der sich der Antragsteller am Prüfungsort einfinden muss.

     

    Hinweis: Die Zeitangabe ist genau zu beachten, da ein verspätetes Erscheinen als Nicht-Bestehen der Prüfung gewertet wird.
    Der Prüfungsort ist die Zahnärztekammer Nordrhein, Emanuel-Leutze-Straße 8, 40547 Düsseldorf.

    Prüfungsablauf

    Die Fachsprachprüfung ist so praxisnah wie möglich gestaltet. Alle Elemente sind bereits aus dem Zahnärztlichen Praxisalltag bekannt. Die Prüfung bezieht sich nur auf die Fachsprache und nicht auf das medizinische Grundwissen. Für die Fachsprachprüfung ist es nicht erheblich, ob eine falsche Diagnose gestellt oder eine verfehlte Behandlungsoption genannt wird. In die Bewertung fließt lediglich der sprachliche Umgang mit der jeweiligen Situation ein.


    Die 60-minütige Prüfung unterteilt sich in 3 Stationen von jeweils 20 Minuten Dauer.

    • Zahnarzt-Patienten-Gespräch

    • Dokumentation

    • Zahnarzt-Zahnarzt-Gespräch

     


    Zahnarzt-Patienten-Gespräch (Station 1)

    Der Prüfling führt mit einem fiktiven Patienten ein Anamnesegespräch im Rahmen eines simuliertem Zahnarzt-Patienten-Gespräches. Die Prüfsituation ist dem Praxisalltag angepasst. Alle erforderlichen Unterlagen liegen ebenfalls bereit. Diese Methode stellt sicher, dass jeder Prüfungskandidat einen gleich schwierigen Fall erhält. Die Anamneseerhebung geschieht genauso, wie dies im Studium erlernt wurde. Nachdem sich der Prüfling ein Bild von dem Patienten gemacht hat, erläutert er seine Verdachtsdiagnose und unterbreitet dem Patienten Vorschläge zur weiteren Behandlung und Therapie. Dem Patienten sollen die als sinnvoll erachteten Maßnahmen erklärt und auf Rückfragen reagiert werden.
    Dabei ist zu beachten, dass Patienten in der Regel wenig mit medizinischen Fachausdrücken vertraut sind. Es ist wichtig, dass der Patient den Prüfling sicher und gut verstehen kann.

    Dokumentation (Station 2)

    In der zweiten Station soll der Prüfling die Anamnese in einen Anamnesebogen übertragen. Dazu erhält der Prüfling von der ZÄK NR ein vorgefertigtes Formular, wie es in jeder Zahnarztpraxis üblicher Weise in den Grundzügen vorhanden ist.

    Zahnarzt-Zahnarzt-Gespräch (Station 3)

    Die dritte Station der Prüfung stellt die Situation eines kollegialen Fachgespräches nach. Hier trifft der Prüfling mit zwei Zahnärztinnen oder Zahnärzten zusammen. Der Prüfling stellt den Zahnärzten in strukturierter Weise die in Station 1 gesehene Patientin oder den Patienten vor. Der Anamnesebogen aus Station 2 wird zur Durchsicht überreicht. Die Gesprächspartner sind Zahnärztinnen und Zahnärzte, sodass hier keine Laiensprache angewendet werden muss, sondern in der medizinischen Fachsprache kommuniziert werden soll. Es ist wichtig, über ein klar strukturiertes Vorgehen die Informationen zu der Patientin oder dem Patienten zu verdeutlichen. Hierbei sollte der Prüfling auch seine eigene Einschätzung der Lage und seine Ideen zur weiteren Behandlung erläutern.

    Nach der Patientenvorstellung werden die beiden Zahnärzte einige Rückfragen dazu stellen. Auch können die zahnärztlichen Kollegen dem Prüfling weitere Unterlagen zu dem Patienten vorlegen, die dieser bewerten soll.

    Bewertung der Prüfung

    Jeder Prüfling wird von drei Prüfern bewertet. Die Prüfer arbeiten mit standardisiert Beurteilungsbögen. Nach Abschluss der Prüfung werden die Beurteilungsbögen der einzelnen Prüfer eingesammelt und zentral ausgewertet. Jeder Bogen enthält maximal 20 Punkte. Das bedeutet, dass jeder Prüfling maximal 60 Punkte erreichen kann. Zum Bestehen der Fachsprachprüfung müssen 60 Prozent der Höchstpunktzahl (= mindestens 36 Punkte) erreicht werden. Eine Notenvergabe erfolgt nicht.

    Hilfsmittel während der Prüfung

    Bei Prüfungsbeginn bekommt jeder Prüfling einen leeren Notizblock sowie einen Stift zur Verfügung gestellt. Die Notizen fließen nicht in die Bewertung der Prüfung ein. Weitere Hilfsmittel (zum Beispiel Mobiltelefone und Smartphones) sind nicht gestattet. Auch dürfen keine Handtaschen, Jacken, Mäntel oder ähnliches mit in die Prüfungsräume genommen werden.
    Hinweis: Während der Prüfung wird das Telefonieren und jede Kontaktaufnahme mit unbeteiligten Personen als Täuschungsversuch gewertet und führt zum Nichtbestehen der Prüfung.

    Bestehen / Nicht-Bestehen

    Das Ergebnis der Prüfung wird dem Prüfling wenige Tage nach der Prüfung mitgeteilt und der zuständigen Bezirksregierung gemeldet. Die weitere Bearbeitung erfolgt dann wieder von dort.

    Die Prüfung gilt als bestanden, wenn der Prüfling mindestens 60 Prozent (mindestens 36 Punkte) der möglichen Höchstpunktzahl erreicht hat.
    Die Prüfung gilt als nicht bestanden, wenn der Prüfling weniger als 60 Prozent (weniger als 36 Punkte) der möglichen Höchstpunktzahl erreicht hat.
    Im Fall des Nicht-Bestehens kann die Fachsprachprüfung mehrmals wiederholt werden. Der Prüfling bekommt von der ZÄK NR umgehend Informationen zur Wiederholungsprüfung zugesandt.

    Die ZÄK NR empfiehlt, einige Monate zwischen den Prüfungsterminen einzuplanen, um Zeit für weiteres Sprachtraining zu haben. Bei Wiederholungsprüfungen ist jeweils die Prüfungsgebühr in Höhe von derzeit 450 Euro erneut zu entrichten.

    Fachsprachprüfung Kommentar

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  • Kenntnisprüfung Marburg II

    Kenntnisprüfung Marburg II

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    KP Medizin in Marburg bestanden

    Danke an den Doktor für diesen detaillierten Bericht einer erfolgreichen Kenntnisprüfung Humanmedizin in Marburg


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    Protokoll einer Kenntnisprüfung Marburg August 2017

    Erfahrungen Kenntnisprüfung Humanmedizin in Marburg


     

     

    Dem Prüfungsgremium gehörten an:
    Herr Prof. Dr. med. Peter Kaltwasser (Facharzt für Innere Medizin),
    Herr Dr. med. Christian Meyer (Facharzt für Chirurgie),
    Herr Uwe Hüttner (Facharzt für Allgemeinmedizin).


     

    Herr Prof. Dr. med. Peter Kaltwasser (Facharzt für Innere Medizin)

    Gespräch über den praktischen Fall:

    25. jährige Pat. mit seit gestern angefangenen, starken Husten, Fiber und Abgeschlagenheit. Anamnese, körperliche Untersuchung, Auskultation an einer Puppe (feinblässige Rasselgeräusche, Bronchialatem), Pulsmessen, Blutdruckmessen bds., Labor, Sputum zur Bakterologie und Blutkultur. Anfangen mit einer antibiotischen Therapie (Amoxicillin 1000 mg 1-1-1), Paracetamol 500 mg 1-1-1, Minzöl 3-4x am Tag bei V.a. ambulant erworbene Pneumonie. DD: Bronchits. Körperliche Schonung, Flüssigkeit. Wiedervorstellung mit Röntgenaufnahme des Thorax zur klinischen Kontrolle.
    RR 130/90, Puls 75, Atemfreuquenz 20, wohnt mit ihrem Mann: ambulante Behandlung (Prof. Kaltwasser würde stationär, aber der Allgemeinmediziner fand mit schriftlichen Dokumetation der Kriterien/Argumentation und die Entscheidung der ambulante Behandlung besser).
    Was könnte man noch Fragen? – Reise Anamnese!
    Einteilung der Pneumonien? – Ambulant und nosokomial erworbene Pneumonien.
    Wann sprechen wie über nosokomial erworbene Pneumanien? – frühesten nach 2 Tagen nach stationäre Behandlung im Krankenhaus
    Sind die Pneumanien immer primär? -Nein, kann sekundäre P. sein.
    Nach Verlausformen sind die Pneumoniem meist …? Typische Pneumonien.
    Erregergruppe bei typischen Pneumonien? – bakteriel, viral und Pilze
    Welche Erreger können Sie bei atypischen Pneumonien nennen? – Chlamydien, Mykoplasmen
    Komplikationen? – respiratorische Insuffizienz, Erguss, Pleurempyem
    Therapie? – Amoxicillin/ Clavulansäure oder Ceftriaxon
    Profilaktische Maßnahmen? -Pneumokokkenimpfung, alle 5 Jahre

    Labor:

    Hb: 10,5 MCV und MCHC im Normbereich

    Leukozyten 46000
    Lymphozyten 90 %
    Retikulozyten 2%
    Monozyten 1 %

    Was können Sie über dieses Labor sagen? 
    Definieren Sie bitte


    Hb erniedrigt_ Anämie, MCH und MCHC im Normbereich also: normochrome normozytäre Anämie.
    Sehr gute Definition… Was denken Sie über Leukozyten?
    Kann diese Wert bei einer Patientin mit Pneumonie vorkommen? – Prinzipiel könnte sein, bei P. Leukozytose. Aber in diesem Fall 46000 extrem hoch, würde ich nicht erwarten.

    Was sehen Sie noch? – Lymphozytose
    Was denken Sie jetzt? – (Ich wusste, dass Hämatologie, Onkologie ist Schwerpunk von Prof. Kaltwasser) – Leukomie
    Welche Leukomieformen kennen Sie? – akut, chronisch, myeloische und lympatische
    Diagnose? – akute lymphatische Leukämie
    Nein !!!– chronische lymphatische Leukämie
    Klinik bei ALL? Komplikationen? Therapie? Prognose?

    Wo kann man Lyphmknoten tasten?
    Hodgkin-Lymphom? Erzählen Sie, was ist das? Stagingprinzip? Therapie müssen Sie nicht wissen


    Herr Dr. med. Christian Meyer (Facharzt für Chirurgie)

    Sie haben die junge Patientin bei Pneumonie behandelt.
    Sie kommt heute wieder mit 40 C Temperatur, Dyspnoe. Rö-Thorax: – deutlich Pleuraerguss

    Was machen Sie weiter? – Sonografie
    2000 ml Eguss/ Was machen Sie im Praxis? – stationäre Einweisung zum Einlegen einer Thoraxdrainage
    Nein!!! Erst Pleurapunktion dan Drainage!
    Wie legt man eine Thoraxdrainage? – Alles über Technik und Verlaufskontrolle
    Bei Rezidiv? – OP, Pleurodese mit Talkum

    Der 60 jähriger Patient kommt mit Blut im Stuhlgang.
    Vorgehen?
    Anamnese, Klinische Untersuchung, Diagnostik usw……. Alles unauffällig bis auf Tumor im Zökum, keine Metastasen, Staging: T1NoMo

    Therapie?
    operativ, kurative Behandlung-Operation? – Entfernung von Zökum, Colon Ascendes und rechten Flexur.

    Arterielle Versorgung des Colons? Sagen Sie nur wichtigste Arterien für diese Operation? – A.ilocolica, A.colica dextra und A. colica media
    Wenn Sie sagen können warum auch rechte Flexur mitresezieren bestehen Sie die Prüfung? : -A. colica media versorgt Colon ascendes und rechte Flexur.

    Aber warum ist wichtig? – Lymphknoten befinden sich entlang der Arterien, muss man mit resezieren. Deswegen vielleicht wichtig

    Nicht vielleicht, 100 % aber sehr gute Antwort
    Pat. mit plötzlich einsetzende sehr starke Schmerzen im Bereich des Beins, Haut blass und kühl. Was machen Sie zuerst? – Puls tasten
    Femoralis pulse nicht Tastbar. Diagnose? – akuter Arterienverschluss, Notfall_ Embolektomie
    Bei der Pat. wurde Embolektomie durchgeführt und am 6. Tag postoperativ geschwollene, schmerzhafte Bein.
    Verdacht Diagnose? – Kompartmentsyndrom

    Was müssen wir machen? – Fasziotomie
    Welche Muskellogen kennen Sie im Bereich der Unterschenkel? – Extensor- und Flexorenloge


    Herr Uwe Hüttner (Facharzt für Allgemeinmedizin)

    Angeborene Herzfehler
    Kardiomyopathie
    KHK Diagnostik
    Prinzipen der Herzrhythmusstörungen
    Vorhofflimmern, Einteilung, Diagnose, Therapie (keine EKG)
    Altersvorsorge
    Gesetzliche Vorsorge
    Behandlung von Anämien
    Arterielle Hypertonie, Definition, Einteilung, Therapie, Medikamentengruppe nur Namen ohne Dosis
    Komplikationen der art. Hypertonie
    Niereninsuffizienz

    (Herr Hüttner hat sehr schnell die Themen gewechselt über Vieles gefragt aber nicht tief. Mann musste nicht lange reden, sondern direkte Antwort von bestimmten Frage, außerdem Art. Hypertonie- alles über Art. Hypertonie)



    Ich wünsche allen viel Erfolg

    Fachsprachprüfung Kommentar

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  • Streit um misslungene Arzt-Intensivausbildung

    Streit um misslungene Arzt-Intensivausbildung

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    Für Sie gefunden in der Tagespresse von heute

    Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

     
    Es ist schon heftig, was hier beschreiben wird.  Auch wenn die Bonner Agentur in dem Artikel und auch hier nicht namentlich genannt wird, höre ich immer wieder von merkwürdigen Versprechungen und Verträgen.  Da werden in Russland gezielt Mediziner gesucht, die nach ihrem Abschluss nach Deutschland gehen möchten. Man verspricht eine einjährige Intensiv-Ausbildung zur Vorbereitung auf eine Facharztausbildung in einer deutschen Klinik.


    Klingt doch alles gut
    Die Agentur kümmert sich um Alles, übernimmt Flug- und Reisekosten, beschafft VISA und stellt Unterkunft, Lernmaterialien, Laptop und Mobiltelefon.  Dann folgt ein fachspezifischer Sprachkurs zur Vorbereitung auf die FSP und dann die Kenntnisprüfung.

    Das Problem beginnt dann immer, wenn Teilnehmer die vorgesehenen Prüfungen nicht bestehen oder (aus welchen Gründen auch immer) aufgeben.  Ich kenne einen Fall, da hat die Agentur eine Ärztin zur Kenntnisprüfung angemeldet, obwohl alle Vorraussetzungen zur Approbation auch ohne KP vorliegen dürften.  Was nun ?

    Interessant auch, dass die Mediziner, wenn Sie dann die Approbation bestanden haben sich verpflichtet haben in ein Krankenhaus zu gehen, dass die Agentur bestimmt.  Das kann auch am “Ende der Welt” liegen, wo keiner freiwillig arbeiten möchte.  Ich kann mir vorstellen, dass manche Krankenhäuser bei akutem Ärztemangel auch interessante Fangprämien für approbierte Ärzte zahlen.

    Fachsprachprüfung Kommentar

    Besuche bei approbations.info

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  • Fachsprachprüfung Mainz II

    Fachsprachprüfung Mainz II

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    FSP Humanmedizin Mainz August 2017

    FSP Fachsprachprüfung Humanmedizin


     

    Danke für einen Erfahrungsbericht einer FSP Humanmedizin

     


    Hallo Leute.Ich habe am 15.08.17 die FSP Fachsprachprüfung in Mainz bestanden. Die Prüfer waren sehr nett.

    Der erste Teil war der Vokabeltest: ( 25 min)

    1- aus Lateinisch ins Deutsch:


    Antikoagulans
    Ossifikation
    Neuritis
    Obstipation
    Diarrhoe
    Meniscus medialis
    Tendo vaginal
    Hämoptyse
    Corpus luteum
    Epididymitis
    Hysterektomie
    Pleuritis
    Konjunktivitis
    Calcaneus
    Caput Radii


    2- aus Deutsch in Lateinisch:


    Gaumenmandeln
    Gallenstauung
    Gelenk
    Gelenkentzündung
    Leber
    Arzt für alte Menschen
    Kahnbein
    Öffnung des Schädels
    Außer Knöchel
    Schlitz
    Muskelentzündung
    Schmerzmittel
    Scheidenvorfall
    Herausschneiden
    Schwertfortsatz
    Fußsohle


    3- Mund , rechte Wange , rechter Unterschenkel dorsal auf ein Bild lokalisieren


    Der zweite Teil:

    Anamnesegespräch mit Patientaufklärung über CT (20 min) dann Patientvorstellung (10 min):
    Herr XXXX ist 74 jahriger Patient, der sich bei uns wegen seit drei Monaten Appetitlösigkeit und Müdigkeit vorgestellt hat. Des weitern klagte er über Gewichtsverlust ca. 6 kg innerhalb von 3 Monaten. Ferner leide er unter chronischer Husten mit Hämoptyse. An Vorerkrankungen sei Arterielle Hypertonie seit 20 Jahren bekannt. Er sei dreimal operiert worden. Das erste Mal wegen Appendektomie als er kind war. Dann wegen Cholezystektomie als er 34 war. Im Jahr 2000 sei er wegen Diskektome operiert worden.
    Die Medikamentenanamnese ergab die Einnahme von: Concor 5mg 1-0-0
    Allergien gegen Iod sowie Novalgin seien bekannt.
    Nikotinabusus: 30 Zigaretten pro Tag für 40 Jahre sowie zweimal Pfeife pro Tag seit 10 Jahren.
    Alkoholkonsum: eine Flasche Bier pro Tag.
    In der Familienanamnese fanden Mammakarzinom bei der Mutter, sie war mit 72 Jahren daran gestorben. Sein Vater sei mit 56 Jahren an Myokardinfarkt gestorben.
    Ich gehe von einem Verdacht auf Bronchial Karzinom aus.
    Als Differenzialdiagnose kommen die folgende in Betracht:
    Lungentuberkulose, chronische Bronchitis.

    Zur weiteren Abklärung sollten die folgende Massnahmen durchgeführt werden:
    Körperliche Untersuchung, Labordiagnostik, Röntgen-Thorax, CT-Thorax sowie BGA.

    Der dritte Teil: Dokumentation (20 min)

    Der vierte Teil : (20 min)

    • Arztbrief mit 3 Fragen.( ganz einfache Fragen)
    • 2 Anrufe bekommen: von der Röntgenabteilung und von Labor. ( Während des Anrufs werden die Informationen zweimal wiederholt und der Name des Patienten wird ein Mal buchstabiert.)
    • Anfordern von zwei Untersuchungen: CT-Thorax und Belastung-EKG.

    Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

    FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung ?


    Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

    Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei teilweise auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

    Dabei ist eigentlich genau geregelt:


    Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


    Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

    1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

    Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
    geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
    Dauer: 20 Minuten

    2. Dokumentation

    In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
    Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
    Dauer: 20 Minuten

    3. Arzt-Arzt-Gespräch

    In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
    Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
    Dauer: 20 Minuten

    Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

    Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.

    (Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

    Fachsprachprüfung Kommentar

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  • FSP Fachsprachprüfung Mainz (Humanmedizin)

    FSP Fachsprachprüfung Mainz (Humanmedizin)

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    Bestandene FSP Fachsprachprüfung Humanmedizin in Mainz

     

    Bestandene FSP Fachsprachprüfung Medizin in Mainz


     

    Danke für die Informationen und Details von Dr. Ali Jumaa über seine FSP Fachsprachprüfung in Mainz im August 2017.


     

    Fallvorstellung Anamnese


    Herr Brett-Schneider ist ein 56-jähriger Patient, der sich in unserem Krankenhaus wegen seit ein Paar Wochen retrosternaler bei dem Essesn aufgetretener Dysphagie vorgestellt hat.

    Der Patienent berichtet, dass die Beschwerden langsam aufgeteten seien. Darüber hinaus fügte er hinzu, dass die Beschwerden retrosternal lokalisiert seien und strahlen niergendwohin aus. Außerdem erwähnt er, die Schmerzen treten nur bei harter Nahrung und nicht bei der flüßiger Nahrung. Er schätzt, die Schmerzen seien 7-8/10 auf der Schmerzskala. Zudem berichtet er, dass die Schmerzen dumpf und drückend seien und er habe bei harter Nahrung das Gefühl als ob etwas retrosternal hängengeblieben sei. Er klagt über Abgeschlagenheit, Appititlosigkeit sowie Gewichtverlust von ca. 8 k.g. innerhalb von 2 Monaten. Die Fragen nach Dypnoie sowie vorherige ähnliche Beschwerden wurden von dem Patienten verneint.

    Sein Hausarzt hat Ihn zur weiteren Abklährung der Beschwerden überwiesen. Die Vegitativeanamnese sei unauffällig bis auf Appetitlosigkeit. An Vorerkrankungen leidet der Patinet seit 4-5 Jahren an Pyrosis und sei mit Pantoprazol versorgt worden. Der Patient sei 3 Mal operiert worden: – wegen Tonsillektomie als er 8 Jahre Alt gewesen sei , – wegen arthroskopischer Medial Minskus Entfernung als er 25 Jahre alt gewesen sei , – wegen laparaskopischer Hernia Femoralis Chirurgie als er 50 Jahre alt gewewsen sei .

    Die Medikamenten Anamnese ergibt die regelmäßige Einnahme von Pantoprazol 40 m.g. Einmal Abends, was ihm sehr geholfen habe. Bei dem Patienten sei Allergie gegen Penizillin vor 10 Jahren festgestellt worden. Herr Bret-Schneider sei starker Raucher und rauche 20-40 zig./Tag seit 45 Jahren. Er trinke ständig Abends 2 Glaser weißer Wein seit 40 Jahren.

    Der Patient erwähnt keinen Auslandaufenthalt in der letzten Zeit. Er sei verheiratet und wohne mit seier Frau. Er habe 2 gesunde Töchter. Bei der Familienanamnese fand sich Gastrokarzinom bei der Vater, infolge dessen er vom Alt 45 Jahre gestorben sei. Die Mutter sei 85 Jahre alt und leide an Demenz und wohne in Pflegeheim. Er arbeite als Angestellter bei dem Wohnmeldeamt in Mainz und wohne in Finthen.

    Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf Ösophaguskarzinom hin.


    Als Differentialdiagnose kommen folgende Ursachen in Betracht


    – Ösophagus Divirtikel
    – Achalasya
    – Metastasen


    Zur weiteren Abklärung sollten folgende Untersuchungen durchgeführt werden


    – körperliche Untersuchung
    – Blut Untersuchung
    – Ösopgagoskopie
    – Thorax
    – CT Der Patient ist über Ösophagoskopie aufgeklärt worden.


     

    Diese Begrife wurden erwähnt, geprüft und die Bedeutung und Inhalte sollten bekannt sein


    Radius
    Ohrzerumen
    Meningen
    Schnecke
    Liquor cerebrospinalis
    Otologie
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    Luftröhrenentzündung
    Schwangerschaft
    Schwachsichtigkeit
    Caput Tibialis
    Muttermal
    Gaumen
    Schilddrüse
    Pankreatitis Ohnemagen
    Claudicatio
    Rectus

    Gratulation an den Doktor

    Zum Schluss eine Feststellung zur FSP Fachsprachprüfung

    Danke an den Doc für diesen detaillierten Bericht. Auch hier war es im Ansatz schon eine “kleine” Kenntnisprüfung, da es um Diagnose und Weiterbehandlung ging. Der Arzt war gut vorbereitet und hat die Prüfung bestanden.

     

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  • Quote Kenntnisprüfung Medizin

    Quote Kenntnisprüfung Medizin

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    Quotenentwickung Medizin in NRW

     

    Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen berichte.

    Liebe Ärzte und Zahnärzte,

    ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über “sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote” berichten.

     

    Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

     

    Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

    Ärzte und Zahnärzte mit negativen Erfahrungen (die durchgefallen sind) vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

    Kenntnisprüfung Medizin Quote und Entwicklung in NRW

    Ich werde regelmäßig nach den Erfolgsaussichten einer KP Kenntnisprüfung gefragt. Eine Standardantwort hierfür kann es nicht geben, weil die Ausbildungen der Mediziner nach den Herkunftsländern stark variieren. Hinzu kommt, dass die Bundesländer unterschiedliche Detailhandhabungen haben. Nachfolgend die Quoten und Entwicklungen der Kenntnisprüfung Humanmedizin in NRW.


    Zunächst die Herkunftsländer der Antragsteller





    Entwicklung der Prüfungsergebnisse Kenntnisprüfung Humanmedizin


    Die Durchfallquoten sind seit 2014 leider deutlich angestiegen und mir wird berichtet, dass die Durchfallquote in NRW weiter angestiegen ist.


    Was sind die Gründe hierfür ?


     


    Ein interessanter Vortrag als PDF downloadbar, den man sich ansehen sollte:
    Quelle:  Vortrag des LPA Landesprüfungsamtes   “Die neue Kennntnisprüfung für Ärztinnen und Ärzte, Herne, 19.1.2016

    Extrem hohe Durchfallquote

    Zum Schluss eine Feststellung: 
    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen.

    Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Medizinexamen nicht besteht.

    Ich verfolge seit längerer Zeit die Publikationen und die Suche der Ärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für “hohe Durchfallquoten” gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen.

    Leider sind die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen mangels fehlender Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

    Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrenzt


    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist die Laufbahn des Mediziners in den meisten Fällen in Deutschland beendet.

    “Die Zulassung zur Prüfung erfolgt per Bescheid durch das LPA in Düsseldorf. Sie kann nur erfolgen, wenn bei Ihnen Ausbildungsdefizite festgestellt wurden bzw. Sie auf eine gutachterliche Überprüfung Ihres Studienabschlusses verzichtet haben und Sie die Prüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben.

    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin kann insgesamt zweimal wiederholt werden”

    Quelle: LPA Düsseldorf

    Ich bewundere und bedaure die Mediziner, die oft optimistisch und sehr gut vorbereitet in eine Kenntnisprüfung gehen und dann “am Boden zerstört” mit einem vernichtenden Prüfungsergebnis nach Hause kommen. Es darf Ihnen versichert werden, dass es in den meisten Fällen nicht an Ihrer Ausbildung gelegen hat. Anerkannte promovierte Spezialisten, die in ihrem Heimatland die Abschlüsse mit Auszeichnung bestanden haben scheitern hier wegen eines “sprachlichen Defizits” weil sie z.B. bei einem Unfallopfer im Bericht nicht den Unterschied zwischen einem Motorroller und einem Motorrad erklären können.

    Das kann es doch nicht sein.  Was hat das überhaupt noch mit medizinischen Kenntnissen zu tun ?

    Regelmäßig gibt es den Foren die Hinweise, dass die Kenntnisprüfungen doch ganz einfach seien und man sich nicht durch negative Berichte entmutigen lassen soll. Das kann ganz sicher temporär auf einige Prüfungsorte zutreffen und vor einigen Jahren noch einfach gewesen sein. Allerdings sind die Maßstäbe überall strenger geworden.

    Die Approbationsbehörden tauschen sich inzwischen länderübergreifend aus, um den Approbationstourismus einzudämmen.

    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist für Humanmediziner FINITO  =  Schluss !

    Faszinierend  auch der Ansatz:  Ich probiere es einfach erst einmal und kann ja immer noch wiederholen.
    Liebe Doktoren, ihr könnt noch so gut sein und eine excellente Prädikatsausbildung haben; wenn Sie an den falschen Prüfer geraten, nützt Ihnen das überhaupt nichts. In vielen Fällen wird dann leider zu spät nach dem ersten Nichtbestehen doch vorsichtshalber ein Rechtsanwalt aufgesucht und es beginnt schnell ein mehrjähriges Verwaltungsverfahren.

    Jetzt gibt es zudem leider oft ein deutliches Problem
    Die Verwaltungsbehörde begründen gegenüber dem Gericht die Ablehnung der Approbation stets auch damit, dass Sie ja bereits die Kenntnisprüfung nicht bestanden haben. Hierbei spielt es keine Rolle, woran es gelegen hat.  

    Dadurch haben Sie dann deutlich schlechtere Karten vor dem Verwaltungsgericht, weil die Behörde ja den Beweis hat und annimmt, dass Sie keine gleichwertige Ausbildung haben.


    Sie sollten stets ALLES versuchen, eine Kenntnisprüfung zu vermeiden.



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  • Kenntnisprüfung Brandenburg

    Kenntnisprüfung Brandenburg

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    KP in Brandenburg bestanden

    Danke an die Ärztin für diesen detaillierten Bericht einer erfolgreichen Kenntnisprüfung Humanmedizin in Brandenburg


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    Protokoll einer Kenntnisprüfung Brandenburg August 2017

    Erfahrungen Kenntnisprüfung Humanmedizin


    Erfahrungen einer Ärztin  in Brandenburg.    Danke für die Informationen.

    Die Beruferlaubnis:   İch habe auf die ungefähr 2 Monate gewartet.Die Echtheitsüberprüfung der Unterlagen ist erforderlich.Die werden das selbst erledigen.Man soll nur das Original vom Diplom Ihnen geben,die Einverständniserklärung unterschreiben und die Gebühr bezahlen (250€)

    Die Fachsprachprüfung (in den ersten drei Monaten, nach dem Erhalt der BE. Es war eine mini Kenntnisprüfung bei mir) Mein Fall war dislozierte Radius-Fraktur (Die haben aber auch viele Fragen über Medikamente: Analgetika, Antibiotika, Protonpompeninhibotoren, TVT, pAVK usw) gestellt.

    Die Kenntnisprüfung -Der Termin kommt plötzlich ca 10-14 Tage vor der Prüfung) (7 Monate später nach dem Erhalt der BE)
    (Lasst man sich in Brandenburg überraschen)


    Der praktische Teil
    mein Fall-biliäre Pankreatitis. Dieser Teil hat sehr kurz gedauert. Anamnese, körperliche Untersuchung und den kurzen Brief schreiben. Der Prüfer war immer dabei und hat alles beobachtet, wie man das alles macht. Der Prüfer hat gesagt: machen Sie sehr kurz, sowieso werden wir im theoretischen Teil alles fragen.


    Der theoretische Teil
    Der Internist: Ich habe meinen Fall vorgestellt. Ich habe alles ausführlich erklärt (über Pankreatitis, Cholezystitis, Cholangitis, Cholestase usw. ERCP diagnostisch , therapeutisch usw. Am Ende hat er gar keine Fragen zu diesem Thema gestellt.


    Er hat gesagt,sie haben alles toll gemacht. Jetzt wechseln wir das Thema.

    Der 70 jährige Pat mit Schmerzen im linken Unterbauch. Die dif Diagnosen: Divertikulitis, Colitis ulcerose, Colon CA, eher Divertikulitis dann wie gehen sie vor.
    Diagnostik:d ie wichtigste darf man nicht erst die Koloskopie machen, weil es im Entzündungsstadium zur Perforation führen kann. Aber dann soll man die durchführen um eine Colon-CA auszuschließen. Dann Therapie. Bei Tumoren neoadjuvante, adjuvante, palliative Therapie, Wann welche.
    Dann Peritonitis: Diagnostik, Therapie.
    Dann Pneumonie (typische, atypische) Pneumokokk Impfung wann wer wie soll es kriegen. Therapie bei Kindern. Erwachsenen und Alten Unterschiede. Dann hat er über alle Antibiotika gefragt, welche wann. (Die Pharmakologie habe ich auf Youtube von Christian Mang gelernt, er erklärt alles toll und das Buch Last-Minute Pharm)

    Der internist hat auch dazwischen viele Fragen gestellt.

    Der Chirurg
    plötzlich aufgetretene Schmerzen im Unterarm, was soll man prüfen, was kann es sein? 
    Durchblutungsstörung: Dann habe ich den Allen-Test gesagt, wie prüft man das (Amboss habe ich dort das gelernt) Das Ergebnis arteria Radialis Verschluss hat er gesagt, wie gehen sie vor, welche Untersuchungen,
    Dann Anatomie
    A.Subclavia, Axillaris Brachialis, Radialis) Dann Therapie. Wie macht man Thromboektomie, Lyse (ich denke, dass er das wegen meinem Fachgebiet ausführlich gefragt hat. Dann hat er über TVT, LAE, pAVK gefragt.
    Dann Kompartment Syndrom :Ursachen, Komplikationen usw.
    Weitere Fragen: Mesenterial Ischämie, Pneumothorax.

    Allgemein Mediziner
    Demenz, Delir Unterschieden, Formen, Ursachen, Diagnostik, Therapie. Die Hirntumoren.
    Analgetika: welche gibt, wann welche (bei Pankreatitis und Gallenwege Probleme darf man nicht Morphin geben, weil es Druck im Spinctee Oddi steigert.)

    Dann plötzliche Rückenschmerzen auf der Höhe BWS : Aortadissektion, Wirbelkörper Frakturen: A,B,C Klassifikation Kompression, Distorsion, Rotationverletzungen.
    Die haben in diesem Moment aufgegeben, als ich gleich die Dissektion geantwortet habe 😉


     

     

    Die Prüfer waren sehr nett und sehr freundlich. Die haben mich als eine Kollegin-Neurologin gefragt.
    Die Prüfung hat mir sehr Spaß gemacht.

     


    Die Bücher, die ich benutzt habe: Die wichtigste 50 Fälle Chirurgie und İnnere, Facharztprüfung İnnere Medizin in Fällen, Fragen und Antworten. Pharm-Last Minute, Amboss, Youtube. bestimmte Themen Herold Innere.  (ich hab nur 10 Tage für die Vorbereitung 😬 gehabt)

    Die Motivation, Selbstbewusst und Geduld braucht man mehr.

    Viel Erfolg und viel Geduld euch allen, die diesen Weg noch vor sich haben. 


     

     

    Fachsprachprüfung Kommentar

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  • Fachsprachprüfung Hamburg nicht bestanden

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    Kurz zur aktuellen Situation gesagt

    Durchfallquoten der Fachsprachprüfung



    Viele Telefonate zeigen mir leider ein anderes Erfahrungsbild als viele FaceBook Beiträge.



    Liebe Ärzte und Zahnärzte,

    ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über “sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote” berichten.

     

    Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht). Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

    Ärzte und Zahnärzte mit negativen Erfahrungen (die durchgefallen sind) vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man (vermutlich in einigen Kulturen) anscheinend nur ungern zugibt, dass man etwas nicht geschaft hat.

    Immer mehr wird die Fachsprachprüfung zu einer Kenntnisprüfung auf hohem Niveau, wie wir nachfolgend aus dem authentischen Bericht einer Ärztin erfahren.


    psychologischer Druckaufbau durch Prüfer

    Bericht über nicht bestandene Fachsprachprüfung


    Danke an die Ärztin, die uns von einer nicht bestandenen Fachsprachsprachprüfung in Hamburg berichtet.   Leider fallen viele Ärzte durch die FSP, weil teilweise unnötiger Druck aufgebaut wird und die Prüflinge verunsichert werden. In diesem Fall handelt es sich um eine EU-Approbation, wobei eigentlich nur noch die FSP Fachsprachprüfung zur Aushändigung der Approbationsurkunde erforderlich war.


    I wanted to share with you my unfair experience with Hamburg Ärztekammer. I feel hopeless and im asking for your opinion.


    First of all a bit about myself , I finished my studies in the EU 3 years ago, my german skills are excellent (C1) as i did so called hospitation in UKE-surgery department for almost 1 year. Things went well in the hospitation and my Chefarzt offered me a nice position, I even signed a contract with the hope to pass the FSP directly. First time I did the FSP ( 3-4 months ago ) I failed as I was shocked from the deep Kenntnis questions I had to face (even for someone like me who passed USMLE before ) and the strange Fachbegriffe i had to translate. for example I was asked about kawasaki syndrome and I had to translate things like Cushing-Syndrom and Neurofibromatose. I swear I had to translate about complicated 10 diseases like this in 10 minutes which is impossible even for native german speaker ! not to mention that some of the diseases (like Kawasaki ) they asked about are so rare in Germany. as my Chefarzt knew I failed , he was kind enough to keep the position free until I pass the next try.


     

    When I called the Ärztekammer to arrange a new appointment, the lady who answered me was very rude , advising me to wait at least 5-6 months before to try again. I tried to explain that I have a signed contract already and I have to hurry up not to lose it , her answer was like : fine , you are free to lose your money ! don’t they know that we have invested all of our financial resources and that we are semi broke ?


    I did my second FSP try 2-3 weeks ago , my preparation included : die wichtigsten 50 fälle innere medizin/chirurgie , but it did not help as I had again to deal with Fachbegriffe which look more like Aufklärungen. for example: Bronchiale Hyperreagibilität which you cant explain in 2 or 3 words, and strange questions about Bauchaortenaneurysma . I have one friend who passed Kenntnis exam in Berlin which was easier than my both FSP.

    As a result from failing twice I lost the contract I signed , i’m financially broke after living in one of the most expensive cities in Germany with no income for 1 year. I truly don’t know what to do , should I move my papers to other Bundesland and try to pass the FSP there ? should I use lawyer service to try to appeal against the non fair questions I was getting ? I even have no courage anymore to try to call the Ärztekammer Hamburg again and hear their arrogant approach over and over – treating us like second class doctors.

    Meinung von BVFS Gerner

    FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung ?


    Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

    Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei teilweise auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben. Auffällig inzwischen, dass Ärzte aus EU eigentlich nur die FSP für die Approbation brauchen. Hier macht man derzeit das bestehen den Ärzten extrem schwer.

    Dabei ist eigentlich genau geregelt:


    Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


    Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

    1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

    Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
    geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
    Dauer: 20 Minuten

    2. Dokumentation

    In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
    Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
    Dauer: 20 Minuten

    3. Arzt-Arzt-Gespräch

    In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
    Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
    Dauer: 20 Minuten

    Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft

    Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.

    (Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

    Nützliche Hinweise


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  • Niveau der Fachsprachprüfung Zahnmedizin

    Niveau der Fachsprachprüfung Zahnmedizin

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    Ein kritischer Bericht zum Niveau der FSP Fachsprachprüfungen in Westfalen – Lippe NRW

    Falsche Diagnosen bei Fachsprachprüfung


    Es gibt immer  wieder (meistens) positive Berichte über die FSP Fachsprachprüfungen in der Zahnmedizin.  In der ZM-online fand ich dieses Interview mit Dr. Martina Lösser, Mitglied der Prüfungskommission in Westfalen – Lippe.

    Bemerkenswert und erschreckend sind die Erfahrungen, was das zahnmedizinische Niveau der Prüflinge in einigen wenigen Fällen betrifft. Allerdings sollte man den Bericht und die Kritik auch vor dem Hintergrund sehen, dass durch solche Berichte politischer Druck aufgebaut werden kann ……..


     

    Interview aus der ZM online

    zm-online: Frau Dr. Lösser, wer als ausländischer Zahnarzt in Deutschland arbeiten möchte, muss die Fachsprachprüfung bestehen. Wie läuft so ein Test konkret ab?

    Dr. Martina Lösser: Die Prüfung dauert bei uns insgesamt rund 60 Minuten und besteht aus drei Teilen. Der erste Teil ist die Patientenbefragung. Hier wird ein Gespräch mit einem Schauspiel-Patienten simuliert. Der Schauspieler bekommt von uns vorgegeben, welche Beschwerden er äußern soll. Zudem gibt es zu jedem Fall ein Röntgenbild und einen ausgefüllten Anamnesebogen. Aus dem Gespräch heraus soll der Prüfungskandidat dann eine Therapieempfehlung ableiten und Behandlungsvorschläge mit alternativen Möglichkeiten formulieren. Dafür hat er insgesamt 20 Minuten Zeit.

    Im Anschluss folgt die schriftliche Prüfung. Hier hat der Kandidat wieder 20 Minuten Zeit, um einem nachbehandelnden Kollegen zu schildern, welche Befunde er beim Patienten erhoben hat und welche Verdachtsdiagnose er stellt. Er kann auch differenzialdiagnostische Anmerkungen notieren. Außerdem soll er schriftlich festhalten, was er dem Patienten als Therapiemöglichkeiten vorgeschlagen hat, welche Risiken benannt und welche Vor- und Nachteile sowie Behandlungsalternativen angesprochen wurden.

    Wenn der Kandidat das Patientengespräch und die schriftliche Prüfung bestanden hat, kommt der letzte Prüfungsteil: das kollegiale Gespräch. Hier simulieren wir häufig, dass der Nachbehandler Rückfragen zum Patientenfall hat – oder dass ein Gutachter um Stellungnahme bittet. Hier kommt es wirklich auf die Fachsprache an. Auch dieses Gespräch dauert wieder rund 20 Minuten. Als letztes folgt ein Vokabeltest. Hier muss der Prüfungskandidat Fachbegriffe ins Deutsche übersetzen.

    Wie werden die einzelnen Prüfungsteile bewertet?

    Die Prüfungskommission besteht immer aus drei Personen: einem Hochschullehrer und zwei niedergelassenen Zahnärzten. Wir haben Bewertungsgrundlagen, anhand derer wir genau die Patientenkommunikation sowie die Deutschkenntnisse im Allgemeinen beurteilen können. Dies geschieht alles nach festgelegten Regeln – daraus wiederum ergibt sich eine Punktzahl. In jedem einzelnen Prüfungsteil muss eine Mindestpunktzahl erzielt werden. Kann diese nicht erreicht werden, wird die gesamte Prüfung abgebrochen.

    Im schriftlichen Teil werden zudem Rechtschreibung und Grammatik bewertet. Die entscheidende Frage, die wir uns dabei stellen, ist ‘Würde ein Kollege, der den Patienten nicht gesehen hat, wirklich verstehen, was im Patientengespräch besprochen und was als Therapiemaßnahme vorgeschlagen wurde?’. Rechtschreibung und Grammatik dürfen also auf keinen Fall sinnentstellend sein!

    Seit Mai 2014 wurden über 240 Fachsprachprüfungen in Westfalen-Lippe durchgeführt. Wie schneiden Bewerber durchschnittlich ab?

    Insgesamt wurden über 60 Prozent der Prüfungen nicht bestanden. Die Bewerber kommen aus einer Vielzahl verschiedener Länder, die größten Anteile stellen dabei Syrien und Libyen – viele sind geflohen. Meiner Erfahrung nach fallen die meisten tatsächlich in den ersten beiden Prüfungsteilen durch. Denn auch Kandidaten, die sehr gut Deutsch sprechen, haben im schriftlichen Teil dennoch häufig Probleme, sich verständlich und nicht sinnentstellend auszudrücken. Dass ein Prüfungskandidat die ersten beiden Teile besteht und im dritten Teil durchfällt, kommt sehr selten vor.

    Wie sieht es mit der fachlichen Qualifikation der Bewerber aus?

    Unser Auftrag lautet, ausschließlich die Fachsprache der Bewerber zu prüfen. Das Problem ist natürlich, dass wir die Fachsprache nur prüfen können, wenn wir auch über fachliche Dinge sprechen – und hier fallen bei einigen Bewerbern tatsächlich fachliche Mängel auf.

    Was für fachliche Mängel sind das?

    Wir stellen häufig fest, dass die Erhaltungswürdigkeit von Zähnen völlig falsch eingeschätzt wird. Dass bei obsoleten Zähnen noch große prothetische Konstruktionen geplant werden – obwohl eigentlich auf den ersten Blick klar erkennbar ist, dass diese nach sechs Monaten wieder raus müssen oder dass der Patient massive Beschwerden bekommen wird. Teilweise haben wir aber auch große Defizite in der Anatomie feststellen können, also bei der Diagnostik bei Röntgenbilder.

    Das Schlimmste, was wir einmal hatten – und das werde ich nie wieder vergessen können -, war ein Prüfungskandidat, der im Oberkiefer zwei sehr große Zysten diagnostizierte und daraufhin empfahl, alle Zähne zu extrahieren. Der Prüfling sprach ausgezeichnet Deutsch und hatte keine Probleme im Patientengespräch und im schriftlichen Prüfungsteil. Im kollegialen Gespräch stellte sich dann heraus, dass er die Kieferhöhlen als Zysten diagnostiziert hatte und die Augenhöhlen wiederum als Kieferhöhlen. Das war erschreckend!
    Sogar in der Vorklinik würde den Unterschied jeder Student sehen. Nichtsdestotrotz hat dieser Bewerber die Prüfung bestanden!

    Ein Bewerber, der Kieferhöhlen als Zysten diagnostizierte und damit erhebliche fachliche Mängel aufweist, hat die Fachsprachprüfung erfolgreich bestanden, ist das korrekt?

    Korrekt. Und das ist, was uns riesige Bauchschmerzen bereitet! Denn selbst wenn wir, wie in diesem Fall, erhebliche fachliche Mängel feststellen, dürfen diese nicht in die Bewertung einfließen. Schlicht und einfach, weil es in dieser Phase des Verwaltungsverfahrens nicht unsere Aufgabe ist, dies zu überprüfen. Der Überprüfungskommission obliegt es, festzustellen, ob die Bewerber über die für die Berufsausübung notwendigen Deutschkenntnisse verfügen.

    In der Prüfung werden vor allem das Hörverstehen sowie der mündliche und schriftliche Ausdruck überprüft – das Fachwissen darf in diesem Zusammenhang nicht überprüft werden!

    Wir wurden von der Bezirksregierung ausdrücklich darauf hingewiesen keine entsprechenden Aktennotizen zu machen, um die Objektivität des Prüfungsverfahrens nicht zu gefährden. Wir können nur sagen, ob jemand über die für die Berufsausübung notwendige Fachsprache verfügt.

    Bei wie viel Bewerbern kommt es vor, dass Sie solch erhebliche Zweifel haben?

    Glücklicherweise sind das nicht allzu viele, aber geschätzt würde ich sagen: fünf bis zehn Prozent. Dies ist natürlich eine gefühlte Zahl, wir haben keine Statistiken dazu.

    Was könnten mögliche Ursachen für diese gravierenden fachlichen Mängel sein?

    Hier kann man natürlich nur mutmaßen und daran möchte ich mich auch eigentlich gar nicht beteiligen. Letztlich wird man in Einzelfällen unterstellen müssen, dass die ausländische Ausbildung möglicherweise nicht auf dem selben Niveau erfolgt, wie bei uns.
    Aus diesem Grund fordern wir die Kenntnisprüfung für alle!

    Inwiefern unterscheidet sich eine Kenntnisprüfung von der Fachsprachprüfung?

    Die Kenntnisprüfung ist genau wie die Fachsprachprüfung dreigeteilt. Zu Beginn steht hier eine schriftliche Prüfung. Dann folgt die praktische Prüfung, das heißt, vier Stunden am Phantomkopf verschiedene Aufgaben absolvieren, wie Füllungen präparieren und legen, Kronen präparieren mit Abdrucknahme ect. Wenn der praktische Teil bestanden wurde, kommt im Anschluss noch einmal eine mündliche Prüfung . Im Prinzip ist die Kenntnisprüfung wie ein kleines Staatsexamen. Und hier bekommt man natürlich einen deutlich besseren Eindruck, ob der Kandidat tatsächlich schon einmal einen Bohrer in der Hand gehalten hat.

    Sie fordern, dass jeder Bewerber seine Kenntnisse unter Beweis stellen muss. Warum?

    In Deutschland ist es bisher so: Zahnärzte aus dem Nicht-EU-Ausland, die hier arbeiten wollen, müssen sich für die Erteilung der deutschen Approbation einer Gleichwertigkeitsprüfung nach Aktenlage bei der Bezirksregierung unterziehen.

    Um eine vorläufige Berufserlaubnis zu bekommen, reicht aber allein der bestandene Fachsprachtest aus.

    Insgesamt ist das System extrem kompliziert und komplex – und es gibt viele Einschränkungen. Es ist zum Beispiel gesetzlich vorgeschrieben, dass die Berufserfahrung immer mit in die Gleichwertigkeitsprüfung einbezogen wird. Aber ich sage einmal sehr plakativ: Fachliche Mängel können nicht allein durch Berufserfahrung wettgemacht werden. Wenn zum Beispiel jemand in Burkina Faso sein Examen absolviert und dort auf dem Niveau dieser Ausbildung zehn Jahre lang gearbeitet hat, dann hat er – trotz zehnjähriger Berufserfahrung – mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht den gleichen Wissensstand wie unsere Studenten in Deutschland.

    Uns ist daher wichtig, dass jeder Zahnarzt aus dem Nicht-EU-Ausland, unabhängig davon, wo er herkommt, was er hier machen will, wie viel Berufserfahrung er hat, eine Kenntnisprüfung absolviert. In den USA ist dies übrigens ganz normal. Wenn unsere Hochschulprofessoren in die USA gehen, müssen sie dort alle einen Test durchlaufen. In Deutschland war es dagegen eine politische Entscheidung, um die Integration von ausländischen Berufstätigen voranzutreiben. Aber das geht unserer Meinung nach nicht im zahnärztlichen Bereich.

    Wie versuchen Sie Ihre Forderungen nun umzusetzen?

    Wir versuchen in erster Linie die Politik für das Thema zu sensibilisieren. Wir waren im Landesministerium und im Bundesgesundheitsministerium in Bonn und haben dort die Thematik unterbreitet.


     

     

    Für uns steht fest: Der Patientenschutz muss in den Vordergrund gerückt werden!


     

    Tipps und Hinweise


    Anmerkung des Sachverständigen zur Fachsprachprüfung
    —————————————–

    Ich habe mich nach Lesen des Artikels ziemlich erschrocken, was passieren kann und kann daher Dr. Lösser nur recht geben. Erschreckend, wenn Sie beifünf bis 10 Prozent der Prüflinge erhebliche Zweifel an deren zahnärztlichen Fähigkeiten haben.  Allerdings kenne ich auch viele Fälle von teilweise promovierten Zahnärzten, die in den Prüfungen fachlich “vorgeführt” wurden mit Fragen, die auf dem Niveau einer Kenntnisprüfung lagen und dann in der FSP Fachsprachprüfung durchfielen.


    “Uns ist daher wichtig, dass jeder Zahnarzt aus dem Nicht-EU-Ausland, unabhängig davon, wo er herkommt, was er hier machen will, wie viel Berufserfahrung er hat, eine Kenntnisprüfung absolviert. In den USA ist dies übrigens ganz normal. Wenn unsere Hochschulprofessoren in die USA gehen, müssen sie dort alle einen Test durchlaufen. In Deutschland war es dagegen eine politische Entscheidung, um die Integration von ausländischen Berufstätigen voranzutreiben. Aber das geht unserer Meinung nach nicht im zahnärztlichen Bereich.”


    Bedenklich halte ich ohnehin die Klassifizierung “Nicht EU-Länder” sollten in eine Kenntnisprüfung. Toll, wenn man es von einer EU.MItgliedschaft abhängig macht. Sind dadurch schlagartig die Ausbildungen in den neuen Mitgliedsländern, wie z.B. Bulgarien auf einem höheren Niveau ?

     

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