Schlagwort: Kenntnisprüfung bestehen

  • KP Marburg 24.11.2017

    KP Marburg 24.11.2017

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    Gerne beschreibe ich Ihnen in einem kurzem Video, wie Sie die Ergebnisprotokolle und Berichte über FSP Fachsprachprüfungen und Kenntnisprüfungen von verschiedenen Prüfungsorten finden.

    Klicken Sie nach Öffnen des Videos bitte auf das YOUTUBE – SYmbol, um ein Like abzugeben. Danke. 
    Über ein LIKE würde ich mich sehr freuen.

    KP Medizin in Marburg bestanden

    Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Kenntnisprüfung Humanmedizin


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    Protokoll einer Kenntnisprüfung Marburg November 2017

    Erfahrungen Kenntnisprüfung Humanmedizin in Marburg

    Liebe Kollegen:

    ich habe die Kenntnisprüfung in Marburg am 24.11.2017 bestanden.


    Prüfungskommission:
    Herr Prof. Dr. med. Joachim Bargon (Facharzt für Innere Medizin),
    Frau Dr. med. Karin Schütz (Fachärztin für Chirurgie),
    Herr Dr. med. Christoph Oberwittler (Facharzt für Neurologie).


    Fall:
    63 jährige Patientin mit alkoholischer Polyneuropathie. Ich musste Anamnese und körperliche Untersuchung durchführen. Wichtig war eine orientierte neurologische Untersuchung-Berührungsempfinden, Schmerz- und Temperaturempfinden, Pallästhesie / Vibrationsempfinden, Muskeleigenreflexe –durchzuführen. Periphere Pulse tasten. Wichtig!! Ich konnte ein Laborbefund der Patientin haben. Ich habe sie dann meine Verdachtsdiagnose, sowie das weiteres Vorgehen erklärt. (20 Minuten)

    Anschließend musste ich einen Brief mit Anamnese, KU, Beurteilung des Laborwertes, Diagnose, sowie weitere Procedere schreiben. (20 Minuten)


    Mündlicher Prüfungsteil:


    1.Neurologie:
    Alkoholische Polyneuropathie, Diagnostik, Differentialdiagnosen und Behandlung. Hier würde gefragt über Eigenreflex. Warum heißen so? Dermatome Untersuchung. Ich musste dann noch zwei neurologische Erkrankungen im Rahmen eines Alkoholabusus nennen. Funikuläre Myelose (Vitamin B12-Mangels) und Wernicke-Enzephalopathie (Vitamin B1-Mangels). Hier musste ich ein bisschen darüber sprechen.
    60jähriger Mann mit akuten Kopfschmerzen und leichten Meningismus. Woran muss ich denken? SAB/ Meningitis/ ICB. Meningismus-Zeichen? Ich musste erklären. Was machen Sie dann? CT des Schädels? Kein Hinweis auf Blutung? Dann? Liquorpunktion. Befund bei Meningitis? Befund bei SAB?
    Aphasie? Was ist das? Sprachzentrum? Broca und Wernicke. Unterschied zwischen Broca und Wernicke Aphasie? Danach Unterschied zwischen Zentrale und Periphere Fazialisparese? Wichtige Ursachen nennen. Abschließend noch etwas über andere Hirnnerven erklären.


    2. Chirurgie:
    PAVK? Akuter arterieller Verschluss? Ursachen? Diagnostik? Differentialdiagnosen? typische Stellen für Aneurysmata? Behandlung? wann interventionell, wann operativ? Wie ist das grob Prinzip der Katheterthrombembolektomie und Thrombendarteriektomie? Danach noch über CHA2DS2-VASc Score sprechen.
    Patient, Z.n nach Stürz, geschwollener US. Was machen Sie? Untersuchung. Prüfung peripherer Durchblutung, Motorik, Sensibilität!! Danach Röntgen des US. Bild gezeigt, Fraktur beschreiben? Es war eine kombinierte Fraktur von Tibia und Fibula. Keine Dislocation, Tibia 3 Fragmenten. Behandlung? Marknagelung und Plattenosteonsynthese Verfahren erklären. Im Verlauf selben Patienten klagt über starken Schmerzen sowie Schwellung des Beins. Woran muss ich sofort denken? Kompartmentsyndrom. Außer meine klinische Untersuchung was kann ich noch machen um meine Diagnose zu bestätigen? Messung des Gewebedrucks. Jetzt ist bestätigt. Was machen Sie? Fasziotomie.
    Abschließend noch eine Frau mit Schmerzen im Unterbauch links. Differentialdiagnose nennen. Hier für jede Dx. wurde was gefragt. (Frau Dr. Schütz fragt sehr detailliert)


    3. Innere Medizin:
    EKG mit Vorderwand- STEMI .Ich musste die ganze Behandlung dieses Patienten erklären. Medikamente bei der Aufnahme, interventionelle Verfahren, postinterventionelle medikamentöse Behandlung sowie präventive Maßnahmen. Patient mit ICM, EF 25% mit kardialer Dekompensation. Akute medikamentöse diuretische Rekompensation. Leitlinie-Herzinsuffizienztherapie?
    Trotz aller medikamentösen Maßnahmen keine Besserung der LV Funktion. Was könnten Sie noch machen? CRT-D oder ICD. Ich muss das EKG des Patienten sehen. Er wollte das hören!!
    Danach exazerbierte COPD, mit respiratorischer Globalinsuffizienz. Er hat BGA Befund gezeigt und darüber gefragt. Medikamentöse Maßnahmen in der Notaufnahme? Worauf muss ich achten bei SaO2 Gabe? Warum COPD Patienten Hyperkapnie haben? Trotzt alle meiner Maßnahmen weiterhin Verschlechterung der respiratorischen Insuffizienz. Dann NIV.
    40jähriger Patient mit Husten und Hämoptysen. Ich habe über B-Symptomatik, Auslandsaufenthalt, Nikotinkonsums und weitere Anamnese gefragt. Differenzialdiagnosen. Röntgen gezeigt. Bild mit bilateralen Verschattungen apikalen +Kavernen. Tuberkulose? Was machen Sie weiter? Stationäre Aufnahme, Isolation, Quantiferon-Test + 3 Sputum. Was ist Quantiferon-Test? Was werden Sie im Sputum sehen können? Danach Tuberkulose bestätigt. Behandlung?
    Abschließend Patient in der chirurgischen Station, Z.n OP. Akute Luftnot, pO2↓. LAE? Dx? Differenzialdiagnosen? LAE nun bestätigt. Behandlung?


    Ich hatte faire Prüfer, alle waren sehr nett und ruhig. Man muss aber sehr fleißig und strukturiert lernen.
    Bücher zur Vorbereitung: Fallbuch Innere Medizin und Neurologie, Pharmakologie Last Minute, Amboss, Herold Innere Medizin.


    Ich wünsche an alle viel Erfolg.

    Extrem hohe Durchfallquote

    Zum Schluss eine Feststellung: 
    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es speziell in einigen Bundesländern eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen. Hierbei stellt sich deutlich heraus, dass es deutlich einfacher ist, wenn nicht ständig die gleichen Prüfer genommen werden. Unvoreingenommene Prüfer sind oft hilfsbereiter und kollegialer eingestellt und unterstützen die Kollegen.

    Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Medizinexamen nicht besteht.

    Ich verfolge seit längerer Zeit die Publikationen und die Suche der Ärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für “hohe Durchfallquoten” gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen.

    Es sei Ihnen versichert, es kommt nicht unbedingt auf Ihre Fachkenntnisse an. Leider spielen in vielen Fällen andere Faktoren eine Rolle. Wie ist der Prüfer drauf, welche Laune hat er ? Mag er Sie oder missfällt ihm bereits Ihr selbstbewusstes Auftreten, Ihre Kleidung oder sonst etwas ? Weshalb bestehen andere neben Ihnen die Prüfung, die oft deutlich weniger Deutsch sprechen und/oder deshalb leichtere Fragen erhalten ?

    Leider sind auch die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen mangels fehlender Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

    Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrenzt


    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist die Laufbahn des Mediziners in den meisten Fällen in Deutschland beendet.

    “Die Zulassung zur Prüfung erfolgt per Bescheid durch das LPA in Düsseldorf. Sie kann nur erfolgen, wenn bei Ihnen Ausbildungsdefizite festgestellt wurden bzw. Sie auf eine gutachterliche Überprüfung Ihres Studienabschlusses verzichtet haben und Sie die Prüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben.

    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin kann insgesamt zweimal wiederholt werden”

    Quelle: LPA Düsseldorf

    Ich bewundere und bedaure die Mediziner, die oft optimistisch und sehr gut vorbereitet in eine Kenntnisprüfung gehen und dann “am Boden zerstört” mit einem vernichtenden Prüfungsergebnis nach Hause gehen. Es darf Ihnen versichert werden, dass es in den meisten Fällen nicht an Ihrer Ausbildung gelegen hat. Anerkannte promovierte Spezialisten, die in ihrem Heimatland die Abschlüsse mit Auszeichnung bestanden haben und über eine mehrjährige fundierte Berufserfahrung verfügen scheitern hier wegen eines “sprachlichen Defizits” weil sie z.B. bei einem Unfallopfer im Bericht nicht den Unterschied zwischen einem Motorroller und einem Motorrad erklären können.

    Das kann es doch nicht sein.  Was hat das überhaupt noch mit medizinischen Kenntnissen zu tun ?

    Regelmäßig gibt es den Foren die Hinweise, dass die Kenntnisprüfungen doch ganz einfach seien und man sich nicht durch negative Berichte entmutigen lassen soll. Das kann ganz sicher temporär auf einige Prüfungsorte zutreffen und vor einigen Jahren noch wesentlich einfacher gewesen sein. Allerdings sind die Maßstäbe überall strenger geworden. Hinzu kommt, dass man in einigen Bundesländern inzwischen mehrere Monate auf einen weiteren Termin wartet.

    Die Approbationsbehörden tauschen sich inzwischen länderübergreifend aus, um den Approbationstourismus einzudämmen.

    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist für Humanmediziner FINITO  =  Schluss !

    Faszinierend  auch der Ansatz vieler Mediziner:  Ich probiere es einfach erst einmal und kann ja immer noch wiederholen.
    Liebe Doktoren, ihr könnt noch so gut sein und eine excellente Prädikatsausbildung haben; wenn Sie an den falschen Prüfer geraten, nützt Ihnen das überhaupt nichts. In vielen Fällen wird dann leider zu spät nach dem ersten Nichtbestehen doch vorsichtshalber ein Rechtsanwalt (Ich kann Ihnen Fachanwälte vermitteln) aufgesucht und es beginnt schnell ein mehrjähriges Verwaltungsverfahren.

    Jetzt gibt es zudem leider oft ein deutliches Problem
    Die Verwaltungsbehörde begründen gegenüber dem Gericht die Ablehnung der Approbation stets auch damit, dass Sie ja bereits die Kenntnisprüfung nicht bestanden haben. Hierbei spielt es keine Rolle, woran es gelegen hat.   Dadurch haben Sie dann deutlich schlechtere Karten vor dem Verwaltungsgericht, weil die Behörde ja den Beweis hat und begründet, dass Sie keine gleichwertige Ausbildung haben.


    Sie sollten stets ALLES versuchen, eine Kenntnisprüfung zu vermeiden.


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    Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

     

    Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen berichte.

    Liebe Ärzte und Zahnärzte,

    ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über “sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote” berichten.

     

    Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

     
    Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

    Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

    Kenntnisprüfung Medizin Quote und Entwicklung anhand des Beispieles in NRW

    Ich werde regelmäßig nach den Erfolgsaussichten einer KP Kenntnisprüfung gefragt. Eine Standardantwort hierfür kann es nicht geben, weil die Ausbildungen der Mediziner nach den Herkunftsländern stark variieren. Hinzu kommt, dass die Bundesländer unterschiedliche Detailhandhabungen haben. Nachfolgend die Quoten und Entwicklungen der Kenntnisprüfung Humanmedizin in NRW.


    Zunächst die Herkunftsländer der Antragsteller





    Entwicklung der Prüfungsergebnisse Kenntnisprüfung Humanmedizin


    Die Durchfallquoten sind seit 2014 leider deutlich angestiegen und mir wird berichtet, dass die Durchfallquote in NRW weiter angestiegen ist.


    Was sind die Gründe hierfür ?


     


    Ein interessanter Vortrag als PDF downloadbar, den man sich ansehen sollte:
    Quelle:  Vortrag des LPA Landesprüfungsamtes   “Die neue Kennntnisprüfung für Ärztinnen und Ärzte, Herne, 19.1.2016

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    KP Medizin in Regensburg bestanden

    Danke an den Doktor für diesen detaillierten Bericht einer erfolgreichen Kenntnisprüfung Humanmedizin am 21.11.2017 in Regensburg


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    detailliertes Protokoll einer Kenntnisprüfung Regensburg November 2017

    Erfahrungen Kenntnisprüfung Humanmedizin in Regensburg


    Hallo liebe Kolleginnen und Kollege,
    ich habe die Kenntnisprüfung in Regensburg am 21.11.2017 bestanden.


    *Prüfungskommission:
    1. Prof. Dr. Salzberger (Facharzt für Innere Medizin, Infektiologie) (Vorsitzt der Prüfung)
    2. Dr. Neumann (Facharzt für Wirbelsäulenchirurgie)
    3. Prof. Dr. Schmidt (Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie)


    *Patientenzuweisung am 20.11.2017 (Vormittag):
    Ich durfte ohne Zeitbegrenzung die Akte und Kurve durchlesen. Ich musste anschließend einen Bericht anfertigen. Ich hatte eine unfallchirurgische Patientin mit einer distalen Femurfraktur links, eine Pseudoarthrose nach Plattenostheosynthese an der Frakturstelle sowie Gonarthrose links. Die Patientin hatte Knie-TEP implantiert und Anfrischung der Pseudoarthrose bekommen, es war der 5. postoperative Tag.


    *Fragerunde, Patientenvorstellung und Voruntersuchung am 21.11.2017 (Nachmittag):
    Zunächst waren wir bei den Patienten, wir mussten unsere Patienten vorstellen.
    Alle Prüfer haben etwas verlangen, was wir durchführen mussten.
    Ich wurde vor allem über die Nebendiagnosen der Patientin gefragt:

    – Salzberger:
    Herz voruntersuchen, war unauffällig.

    – Neumann:
    wie Untersucht man die Beweglichkeit des gesunden Knies?
    Neutral-Null-Methode, ich habe sie durchgeführt und die Werte gesagt, war pathologisch.
    Welche Werte erwarten Sie bei Ihnen?
    Ich habe die Normwerte gesagt.
    Da meine Patientin Z.n. Cholezystektomie hatte, hat er gefragt: wie wird es heutzutage gemacht? Laparoskopisch.
    Welche Komplikationen und hat den Bauchnabel gezeigt? Nabelhernie.
    Wie untersuchen Sie das? Inspektorisch hatte sie keine Vorwölbung, ich habe dann palpiert und die Patientin aufgefordert zu pressen.

    – Schmidt:
    Meine Patientin hatte eine Carotisstenose. Wie untersuchen Sie das klinisch?
    Ich habe auskultiert und gesagt, man könnte evtl. Strömungsgerausche abhören.
    Wenn das Gefäß verschlossen wäre, was passiert? Schlaganfall.
    Und was noch können Sie bei dieser Patientin machen? Paraklinisch kann man zunächst Doppler/Duplexsonografie machen.
    Was wären die Befunde? In der Dopplersonographie wäre es bei Verschluss nicht komprimierbar, in der Duplex könnte man keine Strömung nach dem Verschluss objektivieren. Therapiemöglichkeiten bei der Patientin: Aktuell nur ASS und Statin.
    Welche operativen Therapiemöglichkeiten gibt es und ab wann? Es gibt spezifische Empfehlungen bei symptomatischer und asymptomatischer Stenose, normalerweise ab 70% Stenose interveniert man. CEA und PTA/Stent sind die mögliche Verfahren.
    Wir haben auch über duale Plättchenhemmung nach Stents usw. da gesprochen.


    Die anderen Kollegen wurde über
    Tetanus,
    Untersuchung der Wunde,
    Handdesinfektion,
    Wundinfektion,
    Untersuchung der Leber mit Kratzauskultation,
    Untersuchung der Wirbelsäule,
    Zeichen der TVT bei der Untersuchung und noch mehr gefragt.


    *Danach waren wir im Büro vom Prof. Salzberger:

    Salzberger:
    Patientin mit tiefer Beinvenenthrombose und schlagartig einsetzende Dyspnoe – Lungenembolie, wir haben auch über zentrale und periphere Lungenembolie gesprochen.

    Neumann:
    Patientin mit Femurfraktur und starke Blutung. Wie viel kann es bluten? 2 L. Die Patientin war hämodynamisch stabil. Wir haben auch über Flüssigkeitsbilanzierung gesprochen.

    Schmidt:
    Patientin mit Fieber und Krampfanfall, war eine Herpesenzephalitis.


    Andere Themen:
    Dengue,
    Malaria,
    Influenza mit bakterielle Pneumonie als Koinfektion,
    Osteoporose,
    Leberzirrhose,
    Pneumothorax,
    Kompartmentsyndrom,
    Stents und noch mehr.


    *Vorbereitung:
    – Fallbuch Innere Medizin, 150 Fälle von Thieme Verlag
    – Herold Innere Medizin
    – Fallbuch Chirurgie, 140 Fälle von Thieme Verlag
    – Amboss (Klinisches Wissen, Leitsymptome und praktische Fähigkeiten)
    – BASICS Bildgebende Verfahren
    – EKG für Isabel
    – Meditorium Podcasts für das Hammerexamen
    – Altprotokolle (Connect Finanz Regensburg archiviert die Protokolle)


    Ich war natürlich unheimlich nervös aber die Prüfungsatmosphäre war angenehm und freundlich. Man durfte auch Sachen nicht wissen. Wir haben immer Rückmeldungen bekommen „das reicht“ „ich bin zufrieden“.

    Die Prüfer haben uns auch geholfen, damit wir zur richtigen Antwort kommen.

    Extrem hohe Durchfallquote

    Zum Schluss eine Feststellung: 
    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es speziell in einigen Bundesländern eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen. Hierbei stellt sich deutlich heraus, dass es deutlich einfacher ist, wenn nicht ständig die gleichen Prüfer genommen werden. Unvoreingenommene Prüfer sind oft hilfsbereiter und kollegialer eingestellt und unterstützen die Kollegen.

    Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Medizinexamen nicht besteht.

    Ich verfolge seit längerer Zeit die Publikationen und die Suche der Ärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für “hohe Durchfallquoten” gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen.

    Es sei Ihnen versichert, es kommt nicht unbedingt auf Ihre Fachkenntnisse an. Leider spielen in vielen Fällen andere Faktoren eine Rolle. Wie ist der Prüfer drauf, welche Laune hat er ? Mag er Sie oder missfällt ihm bereits Ihr selbstbewusstes Auftreten, Ihre Kleidung oder sonst etwas ? Weshalb bestehen andere neben Ihnen die Prüfung, die oft deutlich weniger Deutsch sprechen und/oder deshalb leichtere Fragen erhalten ?

    Leider sind auch die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen mangels fehlender Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

    Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrenzt


    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist die Laufbahn des Mediziners in den meisten Fällen in Deutschland beendet.

    “Die Zulassung zur Prüfung erfolgt per Bescheid durch das LPA in Düsseldorf. Sie kann nur erfolgen, wenn bei Ihnen Ausbildungsdefizite festgestellt wurden bzw. Sie auf eine gutachterliche Überprüfung Ihres Studienabschlusses verzichtet haben und Sie die Prüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben.

    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin kann insgesamt zweimal wiederholt werden”

    Quelle: LPA Düsseldorf

    Ich bewundere und bedaure die Mediziner, die oft optimistisch und sehr gut vorbereitet in eine Kenntnisprüfung gehen und dann “am Boden zerstört” mit einem vernichtenden Prüfungsergebnis nach Hause gehen. Es darf Ihnen versichert werden, dass es in den meisten Fällen nicht an Ihrer Ausbildung gelegen hat. Anerkannte promovierte Spezialisten, die in ihrem Heimatland die Abschlüsse mit Auszeichnung bestanden haben und über eine mehrjährige fundierte Berufserfahrung verfügen scheitern hier wegen eines “sprachlichen Defizits” weil sie z.B. bei einem Unfallopfer im Bericht nicht den Unterschied zwischen einem Motorroller und einem Motorrad erklären können.

    Das kann es doch nicht sein.  Was hat das überhaupt noch mit medizinischen Kenntnissen zu tun ?

    Regelmäßig gibt es den Foren die Hinweise, dass die Kenntnisprüfungen doch ganz einfach seien und man sich nicht durch negative Berichte entmutigen lassen soll. Das kann ganz sicher temporär auf einige Prüfungsorte zutreffen und vor einigen Jahren noch wesentlich einfacher gewesen sein. Allerdings sind die Maßstäbe überall strenger geworden. Hinzu kommt, dass man in einigen Bundesländern inzwischen mehrere Monate auf einen weiteren Termin wartet.

    Die Approbationsbehörden tauschen sich inzwischen länderübergreifend aus, um den Approbationstourismus einzudämmen.

    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist für Humanmediziner FINITO  =  Schluss !

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    Liebe Doktoren, ihr könnt noch so gut sein und eine excellente Prädikatsausbildung haben; wenn Sie an den falschen Prüfer geraten, nützt Ihnen das überhaupt nichts. In vielen Fällen wird dann leider zu spät nach dem ersten Nichtbestehen doch vorsichtshalber ein Rechtsanwalt (Ich kann Ihnen Fachanwälte vermitteln) aufgesucht und es beginnt schnell ein mehrjähriges Verwaltungsverfahren.

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    Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

     

    Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen berichte.

    Liebe Ärzte und Zahnärzte,

    ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über “sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote” berichten.

     

    Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

     
    Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

    Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

    Kenntnisprüfung Medizin Quote und Entwicklung anhand des Beispieles in NRW

    Ich werde regelmäßig nach den Erfolgsaussichten einer KP Kenntnisprüfung gefragt. Eine Standardantwort hierfür kann es nicht geben, weil die Ausbildungen der Mediziner nach den Herkunftsländern stark variieren. Hinzu kommt, dass die Bundesländer unterschiedliche Detailhandhabungen haben. Nachfolgend die Quoten und Entwicklungen der Kenntnisprüfung Humanmedizin in NRW.


    Zunächst die Herkunftsländer der Antragsteller





    Entwicklung der Prüfungsergebnisse Kenntnisprüfung Humanmedizin


    Die Durchfallquoten sind seit 2014 leider deutlich angestiegen und mir wird berichtet, dass die Durchfallquote in NRW weiter angestiegen ist.


    Was sind die Gründe hierfür ?


     


    Ein interessanter Vortrag als PDF downloadbar, den man sich ansehen sollte:
    Quelle:  Vortrag des LPA Landesprüfungsamtes   “Die neue Kennntnisprüfung für Ärztinnen und Ärzte, Herne, 19.1.2016

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  • Archiv Protokolle der Kenntnis- oder Fachsprachprüfungen

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    Finden Sie in meiner Sammlung Protokolle und Berichte

    Ich recherchiere als Sachverständiger fast täglich im Internet nach Gerichts- und Behördenentscheidungen. So lese ich auch ständig die Berichte und Erzählungen der Ärzte und stelle oft fest, das ich die Berichte schon nach wenigen Tage in der Unendlichkeit des Netzes und auch bei FB nicht mehr  finden kann.

    So entstand die Idee einer Datenbank, in der man nach Prüfungsorten und Berichten auch noch nach Monaten suchen kann.

    Seit einiger Zeit veröffentliche ich daher  ausgesuchte Berichte und Prüfungsprotokolle, die dann über ein allgemeines:  … Prüfer war nett und Prüfung bestanden ….   hinausgehen.


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    Liebe Ärzte und Zahnärzte,

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  • KP Kenntnisprüfung Zahnmedizin Thüringen

    KP Kenntnisprüfung Zahnmedizin Thüringen

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    Bericht über Kenntnisprüfung Zahnmedizin in Thüringen

     

    Danke an den Zahnarzt für diesen detaillierten Bericht, den ich in einem besuchenswerten FB Forum  Gleichwertigkeitsprüfung für Zahnärzte  des Kollegen Schulz gefunden habe.

     


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    Protokoll einer Kenntnisprüfung in Thüringen Ende 2017

    Erfahrungen Kenntnisprüfung Zahnmedizin 2017


    Ich habe die Prüfung in Thüringen abgelegt und Gott sei Dank bestanden! 🙂

    Ich werde euch alles erzählen:


    1. Prüfungsablauf,
    2. Vorbereitung
    3. Verfahren in Thüringen


    1. Die Prüfung:


    Die Prüfung bestand aus 2 Teilen praktisch und mündlich wie in allen anderen Bundesländern.
    Es gab überhaupt keine Erfahrungen aus Thüringen; deswegen wusste ich nicht was mich erwarten sollte.

    Wir waren 3 Teilnehmer und haben mit dem praktischen Teil angefangen. Nur wenn man den praktischen Teil besteht, darf er weiter in den mündlichen Teil gehen. Es hat 4 Stunden Zeit gedauert und sie haben uns auch eine extra halbe Stunde gegeben.


    Unsere Aufgaben waren:


    -Metall-keramik-krone für Zahn 11 mit Abformung und provisorische Versorgung
    -Keramik-inlay für Zahn 36
    -Wurzelkanalaufbereitung eines Molares (Nur die Aufbereitung, wir sollten einen trepanierten Zahn mitbringen)


    Dann unmittelbar danach fand der mündliche Teil statt. Jeder geht allein in den mündlichen Teil.
    Ich war erst an der Reihe.


    Sie haben mir ein OPG gegeben und einen Parodontalbefundbogen mit Taschenmessungen und Rezessionswerte sowie Gipsmodelle. Ich sollte einen Behandlungsplan setzen. Sie haben mir 20 Minuten Zeit für die Planung gegeben.
    Der Fall war ein fast vollständiger Gebiss mit fortgeschrittener Parodontitis. Zuerst habe ich ganz generell über das synoptische Behandlungskonzept gesprochen und die richtige Reihenfolge einer Behandlung.


    -Nichterhaltungswürdige Zähne ziehen und zeigte welche Zähne gezogen werden sollen und warum
    -Parodontitistherapie und der Ablauf erklärt
    -Konservierende Therapie
    -Reevaluation
    -Prothetische Versorgung und was ich empfehlen würde und ein Alternativ
    -Nachkontrolle


    Diese Punkte habe ich ohne Unterbrechung erklärt aber ein bisschen mehr detailliert dann kamen die Fragen und sie waren alle fallorientiert


    -Offene und geschlossene Kürretage, werde ich von Anfang tiefe Taschen offen kürretieren? Meine Antwort war nein, ich werde alles zuerst geschlossen machen und wenn die refraktär sind dann offen kürrettieren. Er hat auch gefragt wie lang ich warten soll
    -Mikrobiologischer Befund in der Parodontologie? Nicht detailliert nur die Indikationen
    -Indikationen einer Antibiotiktherapie in der Parodontologie?
    -Prognose einer Parodontitistherapie im OK und UK, bei Frontzähne und Seitenzähne. Gibt es Unterschiede? Ungünstigere Prognose bei Mehrwürzeligen Zähne im OK insbesondere bei Furkationsbefall
    -Wann werden die Zähne nichterhaltungswürdig und ändert das sich wenn der Zahn strategisch ist?
    -Die Kieferhöhle war ausgedehnt und der Knochen war extrem resorbiert. Sie haben über die prothetische Versorgung gefragt und ich habe Implantation mit Sinuslift und Knochenaugmentation empfohlen. Nicht detailliert erklärt aber ein bisschen über Knochenersatzmaterialien erzählt
    -Wird der Patient bis dann ohne prothetische Versorgung bleiben?
    Nein war die Antwort und ich habe ein bisschen über Interim- und Immediate-prothesen gesprochen
    -Eine Teleskopprothese war das Alternativ. Welche Zähne nehme ich als Teleskoppfeiler?


     

     2 von 3 Zahnärzten haben bestanden

     


    Vielleicht gab es auch andere Fragen die ich dran nicht erinnern kann.


    2. Die Vorbereitung:


    Es hat bei mir fast 1 Jahr gedauert aber nur in den letzten 3 Monaten war es intensiv.
    Ich habe nicht zahnärztlich gearbeitet, nur 5 Monate hospitiert und selbst gelernt.
    Memorix war meine Hauptquelle aber bei einigen Themen war es nicht genug. Ich habe von anderen Bücher auch gelernt aber nur gezielte Themen die im Memorix fehlen


    -Parodontologie und KONS: Memorix und Einführung in die Zahnerhaltung
    -Prothetik: Memorix und ZMK
    -KFO: Memorix und Einige Skripte, die ich in der Gruppe gefunden habe
    -Chirurgie: Memorix und Einführung in die zahnärztliche Chirurgie
    -Alle andere Themen: Memorix
    -Praktisch: Einen Phantonkopf für 2 Monate gemietet.
    Wir durften auch eine Woche vor der Prüfung in der Zahnärztekammer 2 Tage üben


    3. Das Verfahren in Thüringen:


    Ich habe die Berufserlaubnis vor einem Jahr beantragt und nach 2 Monate bekommen. Eine Einstellungszusage war damals eine Voraussetzung und eine Fachsprachprüfung war nicht bei mir erforderlich. Meine Berufserlaubnis erlaubte nur Privatpatienten zu behandeln deswegen konnte ich keinen Job finden.
    Ich weiß nicht ob jetzt die Lage sich geändert hat oder nicht aber es war so bei mir.

    Letztens möchte ich sagen, dass mit Lerneifer und Durchhaltevermögen alles möglich ist.
    Es war ein langer anstrengender Weg aber es hat sich gelohnt als ich diese Wörter gehört habe:



    “Sie haben suffiziente praktische und theoretische Kenntnisse gezeigt.
    Herzlichen Glückwunsch.”


    Ich wünsche euch alles Gute. Gebt nie auf!

    Auszug aus dem ZHG Zahnheilkundegesetz

    § 2 Abs. 3 Satz 2 ZHG


    Nach § 2 Abs. 3 Satz 2 ZHG gilt für die Prüfung der Gleichwertigkeit § 2 Abs. 2 Satz 2 bis 6 sowie 8 ZHG entsprechend. Danach ist der Ausbildungsstand als gleichwertig anzusehen, wenn die Ausbildung des Antragstellers keine wesentlichen Unterschiede gegenüber der Ausbildung aufweist, die in dem Gesetz über die Zahnheilkunde und in der Approbationsordnung für Zahnärzte – ZÄApprO – in der hier maßgeblichen, zuletzt durch Gesetz vom 6. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2515) geänderten Fassung, geregelt ist (§ 2 Abs. 3 Satz 2 ZHG i.V.m. § 2 Abs. 2 Satz 2 ZHG).


    Wesentliche Unterschiede


    Nur wenn wesentliche Unterschiede vorliegen, muss der Antragsteller nachweisen, dass er über die Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die zur Ausübung des Berufs des Zahnarztes erforderlich sind (§ 2 Abs. 3 Satz 2 ZHG i.V.m. § 2 Abs. 2 Satz 6 ZHG).

    Dieser Nachweis wird durch das Ablegen einer Prüfung erbracht, die sich auf den Inhalt der staatlichen Abschlussprüfung bezieht (§ 2 Abs. 3 Satz 3 ZHG; vgl. Gesetzentwurf der Bundesregierung, Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen, BT-Drs. 17/6260, S. 67: “Kenntnisprüfung”) und die eine Ausgleichsmaßnahme im Sinne des Art. 14 der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. L 255 v. 30.9.2005, S. 22), zuletzt geändert durch die Richtlinie 2013/55/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. November 2013 (ABl. L 354 v. 28.12.2013, S. 132), darstellt.

    Eines solchen Nachweises bedarf es auch dann, wenn die Prüfung des Antrags nur mit unangemessenem zeitlichen oder sachlichen Aufwand möglich ist, weil die erforderlichen Unterlagen und Nachweise aus Gründen, die nicht in der Person der Antragsteller liegen, von diesen nicht vorgelegt werden können (§ 2 Abs. 3 Satz 4 ZHG).

    Gibt es überhaupt wesentliche Unterschiede ?

    Nur wenn “wesentliche Unterschiede vorliegen” wird überhaupt eine KENNTNISPRÜFUNG notwendig.

    Genau hier liegt das Problem!

    In vielen von mir betreuten Verfahren kommt es entscheidend auf die Prüfung und die Wertigkeit der vorzulegenden Unterlagen an.

    Wenn z.B. eine detaillierte Auswertung Ihrer Approbationsverfahren vor Antragsstellung “wesentliche Unterschiede” erkennen lässt, ist es dann meistens der Fall, dass die Zeugnisse und Universitätsbescheinigungen auch nicht den deutschen Approbationsbehörden genügen. Wichtig sind hier die Curricular = thematischen Unterrichtspläne mit den Details, weil sich nach EU-Recht Fachinhalte oft in anderen Fächern verstecken können.

    Weiterhin sind unbedingt aussagekräftige Zeugnisse und Bescheinigungen notwendig. In fast allen von mir geprüften Verfahren sind oft die Ausbildungen gleichwertig (teilweise sogar deutlich umfangreicher) gewesen, jedoch leider völlig unvollständig dokumentiert worden. Speziell die Berufserfahrung im Sinne des “Lebenslangen Lernens” bekommt inzwischen eine völlig andere Bedeutung. Curricular wurden zudem oft nicht (oder unvollständig) vorgelegt, da sie in der Vergangenheit von den Gutachtern und Behörden nicht gefordert wurden.

    Seit Änderung der Gesetzeslage im April 2016 geht ohne ein vorzulegendes Curriculum nichts mehr.

     

     

    Extrem hohe Durchfallquote bei Kenntnisprüfungen Zahnmedizin

    Zum Schluss eine Feststellung: 
    Die Kenntnisprüfung Zahnmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es speziell in einigen Bundesländern eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen. Hierbei stellt sich deutlich heraus, dass es deutlich einfacher ist, wenn nicht ständig die gleichen Prüfer genommen werden. Unvoreingenommene Prüfer sind oft hilfsbereiter und kollegialitaeingestellt und unterstützen die Kollegen.

    Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Examen nicht besteht.

    Ich verfolge seit längerer Zeit die Publikationen und die Suche der Zahnärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für “hohe Durchfallquoten” gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen. Ich erhalte hierzu ständig neue eMails, die ich aus Datenschutzgründen und Bitten der Beteiligten nicht veröffentlichen kann.

    Die Informationen durch eMails und Telefonate sind teilweise erschreckend.

    Es sei Ihnen versichert, es kommt nicht unbedingt auf Ihre Fachkenntnisse an. Leider spielen in vielen Fällen anscheinend andere Faktoren eine Rolle. Wie ist der Prüfer drauf, welche Laune hat er ? Mag er Sie oder missfällt ihm bereits Ihr selbstbewusstes Auftreten, Ihre Kleidung oder sonst etwas ? Weshalb bestehen andere Teilnehmer die Prüfung, die oft deutlich weniger Deutsch sprechen, oft keine Detailkenntnisse haben und/oder deshalb leichtere Fragen erhalten ?

    Leider sind die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen mangels fehlender Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

    Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

     Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen berichte.

    Liebe Zahnärzte,

    ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über “sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote” berichten.

     

    Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

     
    Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

    Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja möglicherweise davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

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    Fachsprachprüfung Kommentar

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  • KP Marburg Durchfallprotokoll

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    KP Medizin in Marburg durchgefallen

     

     

    Danke an den Doktor für diesen Bericht einer leider nicht bestandenen Kenntnisprüfung Humanmedizin in Marburg


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    Protokoll einer Kenntnisprüfung Marburg Oktober 2017

    Erfahrungen einer nicht bestandenen Kenntnisprüfung Humanmedizin in Marburg Oktober 2017


    Hallo! Ich hatte eine Kenntnisprüfung am 27.10 in Marburg.


    Alle 3 Prüflinge haben nicht bestanden:
    Prüfungskommission:  Grimm, Pröbstel, Appel.


    Die Atmosphäre war während des mündliches Teiles war absolut stressig und angespannt! Besonderes Grimm hat dafür gesorgt.


     62 jährige Frau mit Schwindel seit 2 Woche, seit gestern sehr stark bei Bewegung mit Übelkeit und Erbrechen, keine weitere Beschwerden, ganz gesund, keine Vor- und Begleiterkrankungen, RR 110/85 mmHG, HF 85 – Benigner paraxysmaler Lagerungschwindel


    Grimm:
    1. Benigner paraxysmaler Lagerungschwindel, DD, weitere Untersuchung.
    2. Thoraxschmerzen , alles
    3. Aortenaneurisma, Einteilung, Dissektion, Diagnose, Behandlung , wann konservative und wann nur Op.
    4. Pneumonie, Auskultation, Einteilungen, Erreger, Behandlung
    5. Akute Pankreatitis, Einteilungen, ERCP und adere Untersuchungen, Behandlung, wo Stein?
    6. EKG mit MI, ST Hebung in I, aVL, V1-V6, wie groß, Behandlung
    7. EKG mit Ahrhrithmie RR 7,4 seck, Indikation für Schrittmacher


    Allgemeinmedizin:
    1. Divertikulitis, DD, Behandlung
    2. Hautkrankheiten aus Afrika
    3. Impfungen 3fache (Tetanus, Diphtery, Pertusis, wann, wie, viel?)
    4. Anaphylaktische Schock und Behandlung (Adrenalin und Dosierung, wie viel i.v., wie viel i.m., weiche andere Wege für Einführung)
    5. Impfungskallendar, was, wann, wie oft.


    Chirurgie
    1. Schaufensterkrankheit, Einteilung, Ätiologie, Behandlung, wann konservativ, wann Op.
    2. Unterschenkelfraktur Bild mit kombiniertem Bruch (beide Knochen), Diagnose, Behandlung, profilaktika von TVT.
    3. Überdosierung von Heparin, was bedeutet HIT, wie behandelt man weiter, welche Medikamente (Danaparoid, Argatroban oder Fondaparinux)? Antidote von Heparin
    4. Rö Bild in linken Position mit Spiegeln und Luft unter Leber. DD . Perforation, warum? Wo kann man frei Luft und frei Flüssigkeit im Bauch sehen?


    Andere Kollegen haben mehr normale Prüfer!


    Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

     

    Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen berichte.

    Liebe Ärzte und Zahnärzte,

    ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über “sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote” berichten. 

     

    Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

     
    Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

    Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

    Es gehört viel Mut dazu über eine nicht bestandene Prüfung zu berichten und ich danke für diesen Mut.

    Extrem hohe Durchfallquote

    Zum Schluss eine Feststellung: 
    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es speziell in einigen Bundesländern eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen. Hierbei stellt sich deutlich heraus, dass es deutlich einfacher ist, wenn nicht ständig die gleichen Prüfer genommen werden. Unvoreingenommene Prüfer sind oft hilfsbereiter und kollegialer eingestellt und unterstützen die Kollegen.

    Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Medizinexamen nicht besteht.

    Ich verfolge seit längerer Zeit die Publikationen und die Suche der Ärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für “hohe Durchfallquoten” gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen.

    Es sei Ihnen versichert, es kommt nicht unbedingt auf Ihre Fachkenntnisse an. Leider spielen in vielen Fällen andere Faktoren eine Rolle. Wie ist der Prüfer drauf, welche Laune hat er ? Mag er Sie oder missfällt ihm bereits Ihr selbstbewusstes Auftreten, Ihre Kleidung oder sonst etwas ? Weshalb bestehen andere neben Ihnen die Prüfung, die oft deutlich weniger Deutsch sprechen und/oder deshalb leichtere Fragen erhalten ?

    Leider sind auch die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen mangels fehlender Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

    Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrenzt


    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist die Laufbahn des Mediziners in den meisten Fällen in Deutschland beendet.

    “Die Zulassung zur Prüfung erfolgt per Bescheid durch das LPA in Düsseldorf. Sie kann nur erfolgen, wenn bei Ihnen Ausbildungsdefizite festgestellt wurden bzw. Sie auf eine gutachterliche Überprüfung Ihres Studienabschlusses verzichtet haben und Sie die Prüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben.

    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin kann insgesamt zweimal wiederholt werden”

    Quelle: LPA Düsseldorf

    Ich bewundere und bedaure die Mediziner, die oft optimistisch und sehr gut vorbereitet in eine Kenntnisprüfung gehen und dann “am Boden zerstört” mit einem vernichtenden Prüfungsergebnis nach Hause gehen. Es darf Ihnen versichert werden, dass es in den meisten Fällen nicht an Ihrer Ausbildung gelegen hat. Anerkannte promovierte Spezialisten, die in ihrem Heimatland die Abschlüsse mit Auszeichnung bestanden haben und über eine mehrjährige fundierte Berufserfahrung verfügen scheitern hier wegen eines “sprachlichen Defizits” weil sie z.B. bei einem Unfallopfer im Bericht nicht den Unterschied zwischen einem Motorroller und einem Motorrad erklären können.

    Das kann es doch nicht sein.  Was hat das überhaupt noch mit medizinischen Kenntnissen zu tun ?

    Regelmäßig gibt es den Foren die Hinweise, dass die Kenntnisprüfungen doch ganz einfach seien und man sich nicht durch negative Berichte entmutigen lassen soll. Das kann ganz sicher temporär auf einige Prüfungsorte zutreffen und vor einigen Jahren noch wesentlich einfacher gewesen sein. Allerdings sind die Maßstäbe überall strenger geworden. Hinzu kommt, dass man in einigen Bundesländern inzwischen mehrere Monate auf einen weiteren Termin wartet.

    Die Approbationsbehörden tauschen sich inzwischen länderübergreifend aus, um den Approbationstourismus einzudämmen.

    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist für Humanmediziner FINITO  =  Schluss !

    Faszinierend  auch der Ansatz vieler Mediziner:  Ich probiere es einfach erst einmal und kann ja immer noch wiederholen.
    Liebe Doktoren, ihr könnt noch so gut sein und eine excellente Prädikatsausbildung haben; wenn Sie an den falschen Prüfer geraten, nützt Ihnen das überhaupt nichts. In vielen Fällen wird dann leider zu spät nach dem ersten Nichtbestehen doch vorsichtshalber ein Rechtsanwalt (Ich kann Ihnen Fachanwälte vermitteln) aufgesucht und es beginnt schnell ein mehrjähriges Verwaltungsverfahren.

    Jetzt gibt es zudem leider oft ein deutliches Problem
    Die Verwaltungsbehörde begründen gegenüber dem Gericht die Ablehnung der Approbation stets auch damit, dass Sie ja bereits die Kenntnisprüfung nicht bestanden haben. Hierbei spielt es keine Rolle, woran es gelegen hat.   Dadurch haben Sie dann deutlich schlechtere Karten vor dem Verwaltungsgericht, weil die Behörde ja den Beweis hat und begründet, dass Sie keine gleichwertige Ausbildung haben.


    Sie sollten stets ALLES versuchen, eine Kenntnisprüfung zu vermeiden.


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    Kenntnisprüfung Medizin Quote und Entwicklung anhand des Beispieles in NRW

    Ich werde regelmäßig nach den Erfolgsaussichten einer KP Kenntnisprüfung gefragt. Eine Standardantwort hierfür kann es nicht geben, weil die Ausbildungen der Mediziner nach den Herkunftsländern stark variieren. Hinzu kommt, dass die Bundesländer unterschiedliche Detailhandhabungen haben. Nachfolgend die Quoten und Entwicklungen der Kenntnisprüfung Humanmedizin in NRW.


    Zunächst die Herkunftsländer der Antragsteller





    Entwicklung der Prüfungsergebnisse Kenntnisprüfung Humanmedizin


    Die Durchfallquoten sind seit 2014 leider deutlich angestiegen und mir wird berichtet, dass die Durchfallquote in NRW weiter angestiegen ist.


    Was sind die Gründe hierfür ?


     


    Ein interessanter Vortrag als PDF downloadbar, den man sich ansehen sollte:
    Quelle:  Vortrag des LPA Landesprüfungsamtes   “Die neue Kennntnisprüfung für Ärztinnen und Ärzte, Herne, 19.1.2016

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  • KP Kenntnisprüfung Humanmedizin in Düsseldorf

    KP Kenntnisprüfung Humanmedizin in Düsseldorf

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    Kenntnisprüfung Medizin in Düsseldorf bestanden

    Danke an den Doktor für diesen detaillierten Bericht einer erfolgreichen Kenntnisprüfung Humanmedizin in Düsseldorf.
    Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details.


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    Protokoll einer erfolgreichen KP Kenntnisprüfung in Düsseldorf Oktober 2017

    Hallo zusammen,
    Ich habe die Kenntnissprüfung in Düsseldorf MNR Klinik am 11.10.17 bestanden und möchte gerne meine Erfahrung mit euch teilen.


    Meine Kommission bestand auf:
    Prof. Dr. Haas ( Onkologie und Hämatologie)
    Prof. Dr. Hohlfeld ( Pharmakologie)
    PD. Dr. Lehwald- Tywuschik( Chirurgie)

    Um 11:00 fing die praktische Prüfung an,
    jeder von uns hatte einen Patienten und sollte die Anamnese erheben und den Patient klinisch untersuchen.

    Der Prof. bleibt dabei die ganze Zeit und stellt immer Fragen (hauptsächlich über die klinische Untersuchung)
    (” Videos vom Amboss, Herz, Lunge, Pulse, Lk, Schilddrüse würden ausreichen”)


    Dann sollten wir die Anamnese, Ergebnisse der klinischen Untersuchung und weitere Maßnahmen dokumentieren.
    Um 13:00 fang die mündliche Prüfung an.
    Chirurgie: 1-
    Bild vom CT- Abdomen bei rechten Oberbauchschmerzen: was sieht man
    (Wandverdickte Gallenblase mit einem verkalkten Konkrement) was ist die Verdachtsdiagnose (Cholezystitis bei Cholezystolithiasis )
    Wie laut die Therapie (frühere CHE, laparoskopisch wenn keine Kontraindikationen davon vorliegen)
    Ja, welche kontraindikationen ( Herzerkrankung, mehrere Vor-Op. und Blutgerinnungsstörung)

    Was müssen wir den Pat. aufklären??? Welche mögliche Komplikationen ???
    2- Normales Bild vom Hals mit einer deutlichen Struma. was sind die DD.
    Welche Symptomen könnten hier auftreten??
    Welche Komplikationen bestehen??
    3- Welche Forme hat der Ikterus??? welche Form von denen ist für Chirurgie wichtig??
    was könnten die Ursachen des posthepatischen Ikterus… bis zum Pankreaskopfkarzinom und Wipple-Op und was entfernt man in dieser Operation und wie kann man wieder anastomosieren.


    Pharma: 82 jähriger Pat. mit KHK und VHF.
    nimmt Bisoprolol
    Amlodipin
    Nitrate
    Spironolakton
    ASS
    Und noch andere Medejamente, welche ich leider vergass.
    Ich sollte die Medikamente nennen, von welcher Gruppen, warum nimmt der Pat. die,
    Und noch paar Fragen….

    Dann hatte dieser Pat. eine Pneumonia und wurde ihn mit Ciprofloxacin behandelt.
    Was ist diese Medikament?

    Der Pat. hat Herzinsuffizienz, Bradykardie nach der Einnahme von Ciprofloxacin entwickelt ….
    Warum ind wie??

    und dann Strahlenschütz: Was sind die Schutzmaßnahmen??


    Innere:
    1-Ein Pat. kommt nach dem Urlaub mit Rückschmerzen, wie gehen sie vor??

    Ich hab nach Trauma, starke Belastung gefragt, aber die wurden verneint. Als Vorerkrankungen besteht nur arterielle Hypertonie. Die Schmerzen strahlen nicht aus und es gibt keine neurologische Symptome…Dann habe gesagt, wir machen Rö- LWS-BWS . Er sagte dass der Pat. Osteolysen im BWK10 und 8. Hier muss man nach Tumorerkrankung fragen und zwar sind Ossäre Metastasen bei Prostata und BC häufig. Wonach muss man beim V. a. BC fragen?? Rauchen, Husten, Hämoptysen. Dann hat er nach Pancoast- Tumor gefragt und sind die typische Symptome dabei?

    2- Pat. mit Akuten Schmerzen, Schwellung und Rötung im Knie…
    Was soll das sein?? Mono Gonarthritis … ja was denn?? Gicht👍🏻.

    Die Laborwerte waren leu. 40000 und HB 7 und Thrombozyten 50000…..
    Ich habe gesagt dass diese Leukozytose sehr hoch und malignomverdächtig ist…
    Dann fragte er ob das mit Gicht zu tun hat….
    Ich meinte ja, wegen des Tomurlyse- Syndrom… woher kommen genau die Harnsäure ???
    Er wollte von DNA und das hat mir nicht sofort eingefallen.

    Und warum kommt es zu einer Anämie beim Tumoren bis zum Entwicklung der Erythrozyten im Knochenmark.
    Und als ich hier geantwortet habe hat er aufgehört mit den Fragen.

    Noch einige Fragen habe ich leider vergessen.

    Ich entschuldige mich falls ich so viel Schreibfehler gemacht habe😅..

    Ich habe von Fallbuch 150 innere und 140 Chirurgie , Amboss sowie Last minute Pharma gelernt.

     

    Extrem hohe Durchfallquote

    Zum Schluss eine Feststellung: 
    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es speziell in einigen Bundesländern eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen. Hierbei stellt sich deutlich heraus, dass es deutlich einfacher ist, wenn nicht ständig die gleichen Prüfer genommen werden. Unvoreingenommene Prüfer sind oft hilfsbereiter und kollegialer eingestellt und unterstützen die Kollegen.

    Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Medizinexamen nicht besteht.

    Ich verfolge seit längerer Zeit die Publikationen und die Suche der Ärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für “hohe Durchfallquoten” gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen.

    Es sei Ihnen versichert, es kommt nicht unbedingt auf Ihre Fachkenntnisse an. Leider spielen in vielen Fällen andere Faktoren eine Rolle. Wie ist der Prüfer drauf, welche Laune hat er ? Mag er Sie oder missfällt ihm bereits Ihr selbstbewusstes Auftreten, Ihre Kleidung oder sonst etwas ? Weshalb bestehen andere neben Ihnen die Prüfung, die oft deutlich weniger Deutsch sprechen und/oder deshalb leichtere Fragen erhalten ?

    Leider sind auch die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen mangels fehlender Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

    Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

     

    Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen oder Fachsprachprüfungen berichte.

    Liebe Ärzte und Zahnärzte,

    ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über “sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote” berichten.

     

    Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

     
    Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

    Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

    Kenntnisprüfung Medizin Quote und Entwicklung anhand des Beispieles in NRW

    Ich werde regelmäßig nach den Erfolgsaussichten einer KP Kenntnisprüfung gefragt. Eine Standardantwort hierfür kann es nicht geben, weil die Ausbildungen der Mediziner nach den Herkunftsländern stark variieren. Hinzu kommt, dass die Bundesländer unterschiedliche Detailhandhabungen haben. Nachfolgend die Quoten und Entwicklungen der Kenntnisprüfung Humanmedizin in NRW.


    Zunächst die Herkunftsländer der Antragsteller





    Entwicklung der Prüfungsergebnisse Kenntnisprüfung Humanmedizin


    Die Durchfallquoten sind seit 2014 leider deutlich angestiegen und mir wird berichtet, dass die Durchfallquote in NRW weiter angestiegen ist.


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    Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrenzt


    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist die Laufbahn des Mediziners in den meisten Fällen in Deutschland beendet.

    “Die Zulassung zur Prüfung erfolgt per Bescheid durch das LPA in Düsseldorf. Sie kann nur erfolgen, wenn bei Ihnen Ausbildungsdefizite festgestellt wurden bzw. Sie auf eine gutachterliche Überprüfung Ihres Studienabschlusses verzichtet haben und Sie die Prüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben.

    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin kann insgesamt zweimal wiederholt werden”

    Quelle: LPA Düsseldorf

    Ich bewundere und bedaure die Mediziner, die oft optimistisch und sehr gut vorbereitet in eine Kenntnisprüfung gehen und dann “am Boden zerstört” mit einem vernichtenden Prüfungsergebnis nach Hause gehen. Es darf Ihnen versichert werden, dass es in den meisten Fällen nicht an Ihrer Ausbildung gelegen hat. Anerkannte promovierte Spezialisten, die in ihrem Heimatland die Abschlüsse mit Auszeichnung bestanden haben und über eine mehrjährige fundierte Berufserfahrung verfügen scheitern hier wegen eines “sprachlichen Defizits” weil sie z.B. bei einem Unfallopfer im Bericht nicht den Unterschied zwischen einem Motorroller und einem Motorrad erklären können.

    Das kann es doch nicht sein.  Was hat das überhaupt noch mit medizinischen Kenntnissen zu tun ?

    Regelmäßig gibt es den Foren die Hinweise, dass die Kenntnisprüfungen doch ganz einfach seien und man sich nicht durch negative Berichte entmutigen lassen soll. Das kann ganz sicher temporär auf einige Prüfungsorte zutreffen und vor einigen Jahren noch wesentlich einfacher gewesen sein. Allerdings sind die Maßstäbe überall strenger geworden. Hinzu kommt, dass man in einigen Bundesländern inzwischen mehrere Monate auf einen weiteren Termin wartet.

    Die Approbationsbehörden tauschen sich inzwischen länderübergreifend aus, um den Approbationstourismus einzudämmen.

    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist für Humanmediziner FINITO  =  Schluss !

    Faszinierend  auch der Ansatz vieler Mediziner:  Ich probiere es einfach erst einmal und kann ja immer noch wiederholen.
    Liebe Doktoren, ihr könnt noch so gut sein und eine excellente Prädikatsausbildung haben; wenn Sie an den falschen Prüfer geraten, nützt Ihnen das überhaupt nichts. In vielen Fällen wird dann leider zu spät nach dem ersten Nichtbestehen doch vorsichtshalber ein Rechtsanwalt (Ich kann Ihnen Fachanwälte vermitteln) aufgesucht und es beginnt schnell ein mehrjähriges Verwaltungsverfahren.

    Jetzt gibt es zudem leider oft ein deutliches Problem
    Die Verwaltungsbehörde begründen gegenüber dem Gericht die Ablehnung der Approbation stets auch damit, dass Sie ja bereits die Kenntnisprüfung nicht bestanden haben. Hierbei spielt es keine Rolle, woran es gelegen hat.   Dadurch haben Sie dann deutlich schlechtere Karten vor dem Verwaltungsgericht, weil die Behörde ja den Beweis hat und begründet, dass Sie keine gleichwertige Ausbildung haben.


    Sie sollten stets ALLES versuchen, eine Kenntnisprüfung zu vermeiden.


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  • Fachsprachprüfung Düsseldorf Medizin II

    Fachsprachprüfung Düsseldorf Medizin II

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    FSP Medizin in Düsseldorf bestanden

    Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin in Düsseldorf.
    Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details.
    Die FSP kann prinzipiell beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 Monaten einen neuen Termin geben.


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    Protokoll einer erfolgreichen Fachsprachprüfung in Düsseldorf Oktober 2017

    Hallo Leute,
    Gestern hatte ich die Fachsprachprüfung in Düsseldorf angelegt und bestanden.


    Books recommended (Bücher, die ich empfehle)
    1. Menschen Im Beruf
    2. Deutsch für Ärztinnen und Ärzte
    3. Deutsch im Krankenhaus


    Fachbegriffe
    Aszitis,
    Syndesmose,
    Peritonitis,
    Herzinsuffienz,
    Arthrose usw.
    und Abkürzungen (V.a., EZ, AZ, HWI, TEP usw.) sind wichtig.


    FSP war in drei Teilen:

    Teil 1:
    Patient-Arzt Gespräch: Der Patient berichtete über Diffuse Oberbauchschmerzen seit paar Wochen, langsam aufgetretend mit Ausstrahlung in den Rücken, und jetzt ist seit ein Paar Tagen besonders nach dem Essen verschlimmert.
    Der Patient klagt über Überkeit aber hat noch nicht erbrochen und auch Vollegefühl (Apetitlosigkeit)
    Er gibt weiter an Durchfall vor eine Woche.
    Die Konsistenz des Stuhls war flüßig bis wässerig.

    Keine Belastungsabhängigkeit, Atmungsabhängigkeit oder Lageabhängigkeit.
    Auf einer Schmerzskala würden die Schmerzen bei 7/10 liegen.

    Sonst keine Auffäligkeiten beim Wasserlassen, Schlafen, Gewichtveränderung.

    Danach muss man die Familienanamnese, Sozialanamnese dürchführen.
    Das war aber einfach.
    Die Patient hat deutlich gesprochen aber hat viele unnötige Sachen gesprochen.
    Wir mussten auch die Diagnostik (Untersuchungen) zu dem Patient aufklären. (ZB. ERCP, CT,MRT, Bluttransfusion)

    Teil 2:
    Man muss die Anamnese auf einem Papier aufschreiben.
    Die Zeit dafür ist aber sehr kurz.
    Muss man sich beeilen.
    Aber es geht schon.

    Teil 3:
    Dieser Teil habe ich am schwierigsten gefunden.
    Ich musste die Anamnesegespräch zu 2 Oberärzte berichen.
    Und danach haben Sie mich viel über meine Verdachdiagnose und Differenzialdiagnosen gefragt.

    Danach haben Sir mir die Laborbefunde gezeigt und ich musste darüber kommentieren.


     

    Sie waren nett aber streng.
    Aber insgesamt, war die Prüfung ziemlich gut.

    Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

    FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


    Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

    Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei teilweise auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

    Dabei ist eigentlich genau geregelt:


    Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


    Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

    1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

    Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
    geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
    Dauer: 20 Minuten

    2. Dokumentation

    In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
    Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
    Dauer: 20 Minuten

    3. Arzt-Arzt-Gespräch

    In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
    Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
    Dauer: 20 Minuten

    Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

    Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.

    (Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

    Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

     

    Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen oder Fachsprachprüfungen berichte.

    Liebe Ärzte und Zahnärzte,

    ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über “sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote” berichten.

     

    Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

     
    Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

    Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

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    Fachsprachprüfung Kommentar

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  • Kenntnisprüfung Münster III

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    KP Medizin in Warendorf / Münster bestanden

    Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Kenntnisprüfung Humanmedizin


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    detailliertes Protokoll einer Kenntnisprüfung Münster August 2017

    Erfahrungen Kenntnisprüfung Humanmedizin in Warendorf


    Gleichwertigkeitsprüfung am 22.08.17 im Josephs-Hospital Warendorf


    Prüfungskommission:
    1. Dr. Roos
    2. Dr. Brand
    3. Dr. Boknik


    a) Der praktische Teil mit Dr. Brand um 10:00 Uhr

    – Patn. auf IMC kam grundsätzlich wegen Dyspnoe III nach NYHA, was bedeutet das?
    DD ? Hören Sie das Herz ab: leiser 1. HT und betonter 2. HT ohne NG.
    Was kann es sein: Aortenklappenstenose. Richtig,
    die Patn.kam mit hochgradiger AS und wurde bei ihr TAVI durchgeführt, dann Ursache der AS. Lungenauskultation im Liegen: abgeschwächte AG basal bds..
    Was kann es sein? PE bds..

    auch Leber- und Milzuntersuchung, er fragte über 3 technischen Methoden (mit den Händen) zur Leberuntersuchung( Palpation, Perkusion,kratzauskultation).
    Wie untersucht man US-Ödeme?
    was hört man bei Mitralklappeninsuffizienz?

    – bei anderen Teilnehmern: AKI, ischämische Kardiomyopathie.


    b) Der mündlicher Teil dauerte lang vom 13:15 Uhr bis 18:30 Uhr

    1. Dr. Roos
    Pat. mit Hämatoemesis und bek. Leberzirrhose, es konnte endoskopisch keine Blutstillung erreicht werden, Bluttransfusion erfolgt, er wurde notfallmäßig auf Gastrochirurgie aufgenommen. WARUM? TIPSS-Anlage. Richtig ,
    wie vorbereiten Sie den Pat.: Sono ersmal. Ja aber CT ist besser,
    Warum? bessere Darstellung der Leberstruktur. Gut ,
    wie führen Sie das Verfahren und warum(von A bis Z).
    Wie entsteht die Pfortader?
    Wie erreichen sie die Pforatader von der Lebervene: ich hab gesagt : wir ziehen den Draht und führen einen Katheter ein.
    Er sagte das kann zur Blutung führen, mit einem speziellen Messer ist besser !

    – Was ist PET-CT, welche vorteile hat sie?
    was markieren wir?

    – Was ist KW in der Radiologieund wie entsteht die Strahlung vom Röhrchen!

    – 2 Röntgenthorax – er möchte nur die Auffälligkeiten.
    beide Bilder zeigten homogene Verschattung der gesamten Hämithorax re., dann fragte er über die DD.
    Ein Pat. hat Atelektase. Was machen Sie dann: Bronchskopie.
    Das zweite Bild zeigte +Bronchopneumogramm. Er fragte und was bedeutet das? a.e. Pneumonie der OF und UF.

    – bei anderen Teilnehmern: Schlaganfall, Embolektomie,Thrombusursache, Strahlenschutzmaßnahme bei Kindern; Rö: ZVK in der linken VCS( persistierende Vena cava sinistra!!), Herz-SM , ZVK in der Vena thoracica interna dextra.
    – BTM-Gesetz, wo findet man diese Gesetze( im Bürgerlichem Gesetzbuch)

    2. Dr. Boknik
    Digitoxin alles auch wie wirkt das Antidot (Antikörper), Unterschiede zwischen Digitoxin und Digoxin, Stimmungsstabilisator, Indikation und NW von Lithium,
    was ist die Therapeutische Breite? Atropin? Theophyllin: Wirkmechanismus.
    was sind die Mastzellstabilisator?

     – bei anderen Teilnehmern:   PPI-Nebenwirkung, Fibrinolytika und über die Wirkmechanismus von Streptokinase und rt-PA und KI, Antihistaminika.

    3. Dr. Brand
    Hyperkaliämie, wo wird K rückresorpiert? Hyperparathyreose bei CKD, Ursache und wie behandelt man Hyperphosphatämie (ausführlich über Diät) und Phosphatbindner…

    – CKD- Einteilungen(nach GFR 5, und nach Proteinurie3)
    – Renale Anämie, ursache und Ziel der Therapie( Hb 10-12 d/dl).Spielt Anämie überhaupt eine prognostische Rolle (Lebenserwartung)?: ja sicher.
    – EKG: STEMI der Hinterwand. bei anderen: AV-Bloch I°, VF.


    WICHTIG: – Protokollen v.a. Dr. Roos und Brand
    – Elektrolyte und Nephrologie von Herold (wenn Dr. Brand da)
    – Dr. Roos versucht Druck zu machen
    – Herold, Fallbücher, Last minute Pharmakologie, Strahlenschutz vom Internet.



    Ich wünsche Euch allen viel Glück und Erfolg!

    Extrem hohe Durchfallquote

    Zum Schluss eine Feststellung: 
    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es speziell in einigen Bundesländern eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen. Hierbei stellt sich deutlich heraus, dass es deutlich einfacher ist, wenn nicht ständig die gleichen Prüfer genommen werden. Unvoreingenommene Prüfer sind oft hilfsbereiter und kollegialer eingestellt und unterstützen die Kollegen.

    Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Medizinexamen nicht besteht.

    Ich verfolge seit längerer Zeit die Publikationen und die Suche der Ärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für “hohe Durchfallquoten” gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen.

    Es sei Ihnen versichert, es kommt nicht unbedingt auf Ihre Fachkenntnisse an. Leider spielen in vielen Fällen andere Faktoren eine Rolle. Wie ist der Prüfer drauf, welche Laune hat er ? Mag er Sie oder missfällt ihm bereits Ihr selbstbewusstes Auftreten, Ihre Kleidung oder sonst etwas ? Weshalb bestehen andere neben Ihnen die Prüfung, die oft deutlich weniger Deutsch sprechen und/oder deshalb leichtere Fragen erhalten ?

    Leider sind auch die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen mangels fehlender Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

    Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrenzt


    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist die Laufbahn des Mediziners in den meisten Fällen in Deutschland beendet.

    “Die Zulassung zur Prüfung erfolgt per Bescheid durch das LPA in Düsseldorf. Sie kann nur erfolgen, wenn bei Ihnen Ausbildungsdefizite festgestellt wurden bzw. Sie auf eine gutachterliche Überprüfung Ihres Studienabschlusses verzichtet haben und Sie die Prüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben.

    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin kann insgesamt zweimal wiederholt werden”

    Quelle: LPA Düsseldorf

    Ich bewundere und bedaure die Mediziner, die oft optimistisch und sehr gut vorbereitet in eine Kenntnisprüfung gehen und dann “am Boden zerstört” mit einem vernichtenden Prüfungsergebnis nach Hause gehen. Es darf Ihnen versichert werden, dass es in den meisten Fällen nicht an Ihrer Ausbildung gelegen hat. Anerkannte promovierte Spezialisten, die in ihrem Heimatland die Abschlüsse mit Auszeichnung bestanden haben und über eine mehrjährige fundierte Berufserfahrung verfügen scheitern hier wegen eines “sprachlichen Defizits” weil sie z.B. bei einem Unfallopfer im Bericht nicht den Unterschied zwischen einem Motorroller und einem Motorrad erklären können.

    Das kann es doch nicht sein.  Was hat das überhaupt noch mit medizinischen Kenntnissen zu tun ?

    Regelmäßig gibt es den Foren die Hinweise, dass die Kenntnisprüfungen doch ganz einfach seien und man sich nicht durch negative Berichte entmutigen lassen soll. Das kann ganz sicher temporär auf einige Prüfungsorte zutreffen und vor einigen Jahren noch wesentlich einfacher gewesen sein. Allerdings sind die Maßstäbe überall strenger geworden. Hinzu kommt, dass man in einigen Bundesländern inzwischen mehrere Monate auf einen weiteren Termin wartet.

    Die Approbationsbehörden tauschen sich inzwischen länderübergreifend aus, um den Approbationstourismus einzudämmen.

    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist für Humanmediziner FINITO  =  Schluss !

    Faszinierend  auch der Ansatz vieler Mediziner:  Ich probiere es einfach erst einmal und kann ja immer noch wiederholen.
    Liebe Doktoren, ihr könnt noch so gut sein und eine excellente Prädikatsausbildung haben; wenn Sie an den falschen Prüfer geraten, nützt Ihnen das überhaupt nichts. In vielen Fällen wird dann leider zu spät nach dem ersten Nichtbestehen doch vorsichtshalber ein Rechtsanwalt (Ich kann Ihnen Fachanwälte vermitteln) aufgesucht und es beginnt schnell ein mehrjähriges Verwaltungsverfahren.

    Jetzt gibt es zudem leider oft ein deutliches Problem
    Die Verwaltungsbehörde begründen gegenüber dem Gericht die Ablehnung der Approbation stets auch damit, dass Sie ja bereits die Kenntnisprüfung nicht bestanden haben. Hierbei spielt es keine Rolle, woran es gelegen hat.   Dadurch haben Sie dann deutlich schlechtere Karten vor dem Verwaltungsgericht, weil die Behörde ja den Beweis hat und begründet, dass Sie keine gleichwertige Ausbildung haben.


    Sie sollten stets ALLES versuchen, eine Kenntnisprüfung zu vermeiden.


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    Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

     

    Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen berichte.

    Liebe Ärzte und Zahnärzte,

    ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über “sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote” berichten.

     

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    Kenntnisprüfung Medizin Quote und Entwicklung anhand des Beispieles in NRW

    Ich werde regelmäßig nach den Erfolgsaussichten einer KP Kenntnisprüfung gefragt. Eine Standardantwort hierfür kann es nicht geben, weil die Ausbildungen der Mediziner nach den Herkunftsländern stark variieren. Hinzu kommt, dass die Bundesländer unterschiedliche Detailhandhabungen haben. Nachfolgend die Quoten und Entwicklungen der Kenntnisprüfung Humanmedizin in NRW.


    Zunächst die Herkunftsländer der Antragsteller





    Entwicklung der Prüfungsergebnisse Kenntnisprüfung Humanmedizin


    Die Durchfallquoten sind seit 2014 leider deutlich angestiegen und mir wird berichtet, dass die Durchfallquote in NRW weiter angestiegen ist.


    Was sind die Gründe hierfür ?


     


    Ein interessanter Vortrag als PDF downloadbar, den man sich ansehen sollte:
    Quelle:  Vortrag des LPA Landesprüfungsamtes   “Die neue Kennntnisprüfung für Ärztinnen und Ärzte, Herne, 19.1.2016

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  • Kenntnisprüfung Medizin Zwickau Sachsen

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    KP Medizin in Zwickau Sachsen bestanden

    Danke an den Doktor für diesen Bericht mit den Details einer erfolgreichen Kenntnisprüfung Humanmedizin


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    Protokoll einer Kenntnisprüfung Sachsen im September 2017

    Erfahrungen Kenntnisprüfung Humanmedizin in Zwickau / Sachsen


    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    Ich habe meine Kenntnisprüfung am 18.09.2017 in Zwickau (Sachsen) bestanden.
    Die Prüfung hat um 08:30 begonnen und um 15:45 beendet(ohne Pause)

    Prüfungskommission:
    Chefarzt PD. habil. Dr. med. Jens Gerth(Innere)
    OA Dr. med. Uwe Flötgen(Unfallchirurg)
    Ltd. OA Dr. med. Frank Thümmler(Anästhesiologie)

    Praktisches Teil: geht’s um 08:30 Uhr los:
    Die 61-Jahrige Patientin mit akutem Nierenversagen, Z.n. Nierenarterien OP mit Stent-Anlage, Z.n. Bandscheibenvorfall OP, Z.n. MI mit Stent-Anlage und Z.n. Harnblase OP bei infiltrativem Gebärmutterkarzinom. Aktuell nimmt täglich ca. 20 Medikamente ein. Ich habe die Patientin bis um 11:00 Uhr aufgenommen, komplett untersucht und den Brief geschrieben.
    Alle Prüfer sind gegen um 11:15 Uhr gekommen und zusammen Visite gemacht. Bei der Visite habe ich die Patientin vorgestellt und die ganze Geschichte erzählt.
    Chefarzt(Innere):
    Ursache akutes Nierenversagen?
    –>nennen Sie mindestens 15 Medikamente, die die Patientin einnimmt mit Gruppe, Wirkungsmechanismus, Indikation, Kontraindikation und Nebenwirkungen
    –>machen Sie Herzuntersuchung, zeigen Sie alle Punkte und erzählen pathologische Herzgeräusche.

    Oberarzt(Unfallchirurg):
    machen Sie Knie Untersuchung, Was ist Lachmann-Test?

    Oberarzt(Anästhesiologie):
    Wo untersuchen Sie Beinarterien? Nach der Visite direkt zum theoretischen Teil.

    Theoretisches Teil um 13:00 Uhr:
    Unfallchirurg: DD diffuse Bauchschmerzen und Rückenschmerzen, wie gehen Sie vor? Bandscheibenvorfall, Klassifikation. NSAR Medikamente Indikation und Kontraindikation? Was würden Sie geben wenn Ulcus hat?

    Chefarzt Innere:
    arterielle Hypertonie, Einteilung, Diagnose, Therapie. Hypertensive Krise, Notfalltherapie, wichtige Medikamente.
    Renale/extrarenale Hypertonie?
    Was ist RAAS?
    Wann wird aktiviert?
    Nieren- und Nebennierenhormone?
    Patientin mit Hypertonie und Hypokaliämie.
    Woran würden Sie denken? Conn.
    Dann hat ein Bild gezeigt, was sehen Sie?    Nierenarterienstent , Ursache Arterienstenose?
    ….   Sehr gut!

    Anästhesist:
    Anatomie der Thoraxorgane.
    Der Patient mit Thxschmerz, wie gehen Sie vor?
    DD, ACS, MI, Therapie.

    Wurden noch viele kurze Fragen gestellt, die kann ich mich leider nicht erinnern.

    Die Prüfung war eigentlich nicht so einfach, aber ist schaffbar. Die Atmosphäre war super gut und alle Prüfer waren ganz nett. Sie brauchen keine Angst zu haben, es lohnt sich nicht.

    Ich habe die folgende Bücher gelesen:
    AMBOSS, wichtige 150 Fälle Innere Medizin, Innere/Chirurgie Fragen und Antworten. Und bisschen Herold.



    Ich wünsche allen viel Erfolg und Geduld.
    Hörmətlə

    Extrem hohe Durchfallquote

    Zum Schluss eine Feststellung: 
    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es speziell in einigen Bundesländern eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen. Hierbei stellt sich deutlich heraus, dass es deutlich einfacher ist, wenn nicht ständig die gleichen Prüfer genommen werden. Unvoreingenommene Prüfer sind oft hilfsbereiter und kollegialer eingestellt und unterstützen die Kollegen.

    Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Medizinexamen nicht besteht.

    Ich verfolge seit längerer Zeit die Postings über Prüfungen und die Suche der Ärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für “hohe Durchfallquoten” gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen.

    Es sei Ihnen versichert, es kommt nicht unbedingt auf Ihre Fachkenntnisse an. Leider spielen in vielen Fällen andere Faktoren eine Rolle. Wie ist der Prüfer drauf, welche Laune hat er ? Mag er Sie oder missfällt ihm bereits Ihr selbstbewusstes Auftreten, Ihre Kleidung oder sonst etwas ? Weshalb bestehen andere neben Ihnen die Prüfung, die oft deutlich weniger Deutsch sprechen und/oder deshalb leichtere Fragen erhalten ?

    Leider sind auch die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen mangels fehlender Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

    Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrenzt


    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist die Laufbahn des Mediziners in den meisten Fällen in Deutschland beendet.

    “Die Zulassung zur Prüfung erfolgt per Bescheid durch das LPA in Düsseldorf. Sie kann nur erfolgen, wenn bei Ihnen Ausbildungsdefizite festgestellt wurden bzw. Sie auf eine gutachterliche Überprüfung Ihres Studienabschlusses verzichtet haben und Sie die Prüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben.

    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin kann insgesamt zweimal wiederholt werden”

    Quelle: LPA Düsseldorf

    Ich bewundere und bedaure die Mediziner, die oft optimistisch und sehr gut vorbereitet in eine Kenntnisprüfung gehen und dann “am Boden zerstört” mit einem vernichtenden Prüfungsergebnis nach Hause gehen. Es darf Ihnen versichert werden, dass es in den meisten Fällen nicht an Ihrer Ausbildung gelegen hat. Anerkannte promovierte Spezialisten, die in ihrem Heimatland die Abschlüsse mit Auszeichnung bestanden haben und über eine mehrjährige fundierte Berufserfahrung verfügen scheitern hier wegen eines “sprachlichen Defizits” weil sie z.B. bei einem Unfallopfer im Bericht nicht den Unterschied zwischen einem Motorroller und einem Motorrad erklären können.

    Das kann es doch nicht sein.  Was hat das überhaupt noch mit medizinischen Kenntnissen zu tun ?

    Regelmäßig gibt es den Foren die Hinweise, dass die Kenntnisprüfungen doch ganz einfach seien und man sich nicht durch negative Berichte entmutigen lassen soll. Das kann ganz sicher temporär auf einige Prüfungsorte zutreffen und vor einigen Jahren noch wesentlich einfacher gewesen sein. Allerdings sind die Maßstäbe überall strenger geworden. Hinzu kommt, dass man in einigen Bundesländern inzwischen mehrere Monate auf einen weiteren Termin wartet.

    Die Approbationsbehörden tauschen sich inzwischen länderübergreifend aus, um den Approbationstourismus einzudämmen.

    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist für Humanmediziner FINITO  =  Schluss !

    Faszinierend  auch der Ansatz vieler Mediziner:  Ich probiere es einfach erst einmal und kann ja immer noch wiederholen.
    Liebe Doktoren, ihr könnt noch so gut sein und eine excellente Prädikatsausbildung haben; wenn Sie an den falschen Prüfer geraten, nützt Ihnen das überhaupt nichts. In vielen Fällen wird dann leider zu spät nach dem ersten Nichtbestehen doch vorsichtshalber ein Rechtsanwalt (Ich kann Ihnen Fachanwälte vermitteln) aufgesucht und es beginnt schnell ein mehrjähriges Verwaltungsverfahren.

    Jetzt gibt es zudem leider oft ein deutliches Problem
    Die Verwaltungsbehörde begründen gegenüber dem Gericht die Ablehnung der Approbation stets auch damit, dass Sie ja bereits die Kenntnisprüfung nicht bestanden haben. Hierbei spielt es keine Rolle, woran es gelegen hat.   Dadurch haben Sie dann deutlich schlechtere Karten vor dem Verwaltungsgericht, weil die Behörde ja den Beweis hat und begründet, dass Sie keine gleichwertige Ausbildung haben.


    Sie sollten stets ALLES versuchen, eine Kenntnisprüfung zu vermeiden.


    uns besuchten

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    Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

     

    Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen berichte.

    Liebe Ärzte und Zahnärzte,

    ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über “sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote” berichten.

     

    Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

     
    Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

    Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

    Kenntnisprüfung Medizin Quote und Entwicklung anhand des Beispieles in NRW

    Ich werde regelmäßig nach den Erfolgsaussichten einer KP Kenntnisprüfung gefragt. Eine Standardantwort hierfür kann es nicht geben, weil die Ausbildungen der Mediziner nach den Herkunftsländern stark variieren. Hinzu kommt, dass die Bundesländer unterschiedliche Detailhandhabungen haben. Nachfolgend die Quoten und Entwicklungen der Kenntnisprüfung Humanmedizin in NRW.


    Zunächst die Herkunftsländer der Antragsteller





    Entwicklung der Prüfungsergebnisse Kenntnisprüfung Humanmedizin


    Die Durchfallquoten sind seit 2014 leider deutlich angestiegen und mir wird berichtet, dass die Durchfallquote in NRW weiter angestiegen ist.


    Was sind die Gründe hierfür ?


     


    Ein interessanter Vortrag als PDF downloadbar, den man sich ansehen sollte:
    Quelle:  Vortrag des LPA Landesprüfungsamtes   “Die neue Kennntnisprüfung für Ärztinnen und Ärzte, Herne, 19.1.2016

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  • Kenntnisprüfung Zahnmedizin Hamburg

    Kenntnisprüfung Zahnmedizin Hamburg

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    Bericht über den mündlichen Teil der Kenntnisprüfung Zahnmedizin

     

    Danke an den Zahnarzt für diesen detaillierten Bericht, den ich in einem besuchenswerten FB Forum   Gleichwertigkeitsprüfung für Zahnärzte  gefunden habe.

     


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    Protokoll einer Kenntnisprüfung in Hamburg Ende 2016

    Erfahrungen Kenntnisprüfung Zahnmedizin in Hamburg


    Bericht über den theoretischen Teil der Kenntnisprüfungprüfung für Zahnmediziner in Hamburg/Schleswig Holstein

    Die Prüfung wurde in Form eines Fachgesprächs in einer Zahnarztpraxis durchgeführt, ich wurde von einer Sachsverständigenkommission geprüft (Chirurgie, Prothetik, und Kieferorthopädie).


    Jeder Prüfer stellt Fragen aus seinem Fachgebiet und hat dafür etwa 20 Minuten Zeit. Die Prüfer waren sehr freundlich, kollegial und nett zu mir. Die Fachsprache spielt eine große Rolle. Wenn ich etwas nicht richtig verstanden hatte, wurde die Frage noch einmal wiederholt.
    Ich wurde am Anfang gefragt, ob ich gesundheitlich fit bin, um geprüft zu werden.

    Man sollte die Fragen schnell beantworten, denn auf jeden Fall wartet der Prüfer immer auf eine bestimmte Antwort. Sollte die Antwort nicht ausreichend sein, stellt der Prüfer weitere kurze Fragen ( als Hilfe sozusagen ).

    Ob die Prüfung leicht oder schwer war, ist schwierig zu sagen. Ich würde lieber den Kandidaten raten, sich so gut wie es geht auf die Prüfung vorzubereiten. Einfach ist es auf jeden Fall nicht.

    Vorbereitungszeit von mir ca. 11 Monate.


    Empfohlene Literatur

    1- Prothetik : Einführung in die zahnärztliche Prothetik , (empfehlenswert) Ergänzung durch Curriculum Prothetik Band 1,2,3.
    2- Chirurgie : memorix (Medizinische Risiken, Zahnärztliche Radiologie und Röntgendiagnostik, Veränderung der Schleimhaut, Zahnärztliche Hygiene, Chirurgie, Implantologie, Traumatologie, Parodontologie, Pharmakologie, Notfallmedizinisches Kompendium)
    memorix reicht nicht aus , Ergänzung durch Zahn-Mund-Kieferheilkund ( Schwenzer ), insbesonder im Breich von Lokale Anästhetikum, Sterilisation, und Blutstillung.
    3- KFO : Einführung in die KFO
    4- Röntgenverordnung, Information über Zahnärztliche Arzneimittel ( Google )


    Ich erinnere mich nicht an alle Fragen, und ich werde jetzt die Fragen kurz beantworten 🙂 ( auf jeden Fall waren die Antworten noch ein bisschen länger und umfangreicher (genauer)


    Chirurgie: 4 Fälle


    1- F: ein Pat kommt zu Ihnen mit einer großen Schwellung im Bereich der Orbita-Wange.. was machen Sie ? Diagnose ?
    A: Anamnese-Röntgenaufnahme-Vitalitättest-Perkussionsprobe—-Abszess
    F: Symptome in diesem Fall ?
    A: Schwellung, Schmerz, Rötung, Wärme, Funktionsbeeinträchtigung, klopfempfindlichkeit, Sensebilitättest Negativ.
    F: wenn die Vitalitättest positiv ist ?
    A: Parodontaler Abszess
    F: Ausbereitung dieses Abszess ? wie nennt sich das Krankheitsbild ? Symptome ?
    A: ich habe gesagt,Ausbreitung in die Weichteile. Der Prüfer wartete auf Phlegmonen, dann habe ich die Symptome genannt ( Tachykardie, Atemnot, RAZ.. )
    F: Phasen eines Abszesses ? Kurze Erläuterung ?
    A: Seröse-zellulare-reparative Phase
    F: Behandlung von Abszessen ?
    A: WKB, WF Revision, WSR, Inzision ggf. Überweisung, Antibiotika bei Ausbreitungstendenz und allgemeineSymptomatik.


    2- F: ein Pat kommt zu Ihnen mit einer Verletzung im Bereich des Kinns.. was machen Sie ? Woran Denken Sie ?
    A: Anamnese, OPG, Verdacht auf Kollumfraktur
    F: Symptome von Kollumfraktur ( einseitig und beidseitig ) ?
    A: ich habe alle Symptome gennant
    F: Wissen Sie den Begriff Stauchungsschmerz ?
    A: entfernt vom vermuteten Bruchspalt wird ein Fragment auf das andere gepresst ( z.B bei Druck auf das Kinn bei Gelenkfortsatzfraktur)
    F: Sofort Notfallmaßnahmen ?
    A: Beruhigen, Reinigung des Gesichts von Verschmutzungen und Blut, Blutstillung, Vitalfunktion kontrollieren.
    F: was ist wichtig zu wissen bei solcher Verletzung?
    A: Tetanus-impfung
    F: Falls die Eltern nicht sicher sind, ob das Kind geimpft ist? was machen Sie ?
    A: dann müssen wir sofort den Hausarzt kontaktieren.
    F: wie kann eine Fraktur behandelt werden ?
    A: Reponieren, Fixieren, Immobilisieren (ohne Erläuterung)


    3- F: ein Pat kommt zu Ihnen zur Kontrolle mit totaler Prothese, während der klinischen Untersuchung haben Sie eine schmerzfrei epitheliale Läsion festgestellt, Diagnose ?
    A: zunächst habe ich autome Prothesenstomatitis gesagt ( schmerzfreie Entzündung,Unverträglichkeit ) (Falsch), die Antwort war Tumor.
    F: welche ?
    A: Plattenepithelkarzinoma
    F: Symptome ? Ursache ? Behandlung ?
    A: ich habe alle drei Fragen kurz beantwortet ( die Antwort war genug )
    F: hängen alle Tumore mit Immunschwäche ?
    A: ich habe -nicht unbedingt- gesagt ( Falsch )
    F: wo wird Biopsie gemacht ?
    A: Klinikum


    4- F: ein Pat kommt zu Ihnen mit hängendem Mundwinkel ? woran denken Sie ?
    A: Schlaganfall
    F: Ursache ?
    A: Durchblutstörung des Gehirns
    F: Symptome ? was machen Sie ?
    A: ich habe alle Symptome gennant, sofort Maßnahme Notarzt anrufen, Blutdruck,Puls,Atmung kontrollieren, Wasserstoffzufuhr


    Kieferorthopädie

    Der Prüfer brachte Modelle, ein OPG, Kephalometrie, und Fotos mit. Man sollte anhand dieser Unterlagen eine Diagnose stellen und hat dafür paar Minuten.

    F: die Mutter hat gefragt ob eine Kiferorthopädische Behandlung für Ihr Kind nötig ist ? und warum ?
    A: ja, ich habe über alle 3 ( vertikale, sagittale, transversale Abweichungen ) gesprochen, es gab nur einen Engstand im Frontzahnbereich, alle bleibende Zähne sind durchgebrochen außer 3er im Ok und der entsprechender Milcheckzahn ist noch da.
    F: gucken Sie bitte nocheinaml das OPG, was ist der Grund , dass der 3er nicht durchbrechen kann ?
    A: Platzmangel ( ich sollte noch – atypische Durchbruchrichtung vom 3er – sagen )
    F: Prognose der Behandlung ?
    A: sehr günstig, leichter Engstand
    F: Behandlungschritte ?
    A: Extraktion vom Milcheckzahn, transversale Erweiterung im Ok und Uk, chirurgische Freilegung vom 3er, Einordnung. ggf Extraktion von Prämolaren.
    F: Welche Klasse nach Angel ? welche kennen Sie ? Unterschied ?
    A: klasse 1,2(1,2), 3, die Unterschiede gesagt.
    F: Frage nach Kephalometrie : anderer Name ?
    A: Fernröntgenseiten Bild
    F: wissen Sie warum ( FERN ) ?
    F: ich habe nicht beantwortet, Ziel der Frage war, dass der Prüfer mir eine Information geben wollte 🙂


    Prothetik

    F: Kariesdiagnostik ?
    A: Mundspiegel und Sonde, Röntgenaufnahme, Fucsin, Laserdiagnostik
    F: welche Rö-aufnahme ? welche am besten ? warum ?
    A: Zahnfilm, Bissflügelaufnahem, OPG. am besten Bissflügelaufnahme ( Approximal karies, geringe Strahlenexposition mit der Möglichkeit der Abbildung der koronen OK und UK)
    F: was machen Sie mit der Sonde ? was beachten Sie ?
    A: ich habe über die Vorgehenweise gesprochen, kein Druck, Vermeidung von Schädigung initialer Läsionen, die remineralisiert werden können.
    F: es gibt noch ein altmodische Methode !
    A: nicht beantwortet ( der Prüfer beantwortet : transillumination ), dann habe ich weiter über Lichtsonde gesprochen, Vorgehensweise.


    F: ein Pat kommt zu Ihnen mit abgebrochenem Zahn, Frontzahn, nicht wurzelbehandelt, 2 mm unterhalb des Zahnfleisch. wovon ist die Behandlung abhängig ?
    A: die Behandlung ist von Mundhygiene des Pat, Interesse des Pat am Zahnerhalt nach adäquater Aufklärung.
    F: bei schlechter Mundhygiene werden Sie den Zahn extrahieren ?
    A: zunächst erfolgt die Aufklärung, hygienische Phase, Mundhygiene Motivation- instruktion, zur Herstellung von hygienischer Mundverhältnisse und zum Abschätzen von Bereitschaft des Pat zur Mitarbeit, dann erfolgt die Reevaluation vor der präprothetischen Vorbehandlung, dann können wir uns besser entscheiden.
    F: Behandlungsschritte ?
    A: Wurzelkanalbehandlung, Wiederherstellung der biologischen Breite, Stift, Krone.
    F: wie Können Sie die WKB mit tief zerstörter Zahn durchführen ?
    A: provisorischer Aufbau des Zahnes, als Referenzpunt für die Langenbestimmung, und zur Verbesserung vom Anlegen des Kofferdames.
    F: wie Wiederherstellung der Biologischen Breite ?
    A: Parodontal-chirurgische Kronenverlängerung, oder Extrusion-KFO
    F: was würden Sie dem Pat empfehlen ?
    A: ich sagte die chirurgische Massnahme ( falsch ), lieber in diesem Fall durch Extruion ( im FZB, zur Vermeidung von Beeinträchtigung des Aussehens )
    F: wie kann die Krone halten , in diesem Fall ?
    A: Stift, Umfassung des Stumpfes
    F: wie diese Umfassung ?
    A: ringförmige Umfassung, minds 1 mm vom Wurzelstumpf.


    F: ein Pat kommt zu Ihnen, im UK alle Prämolaren, Eckzähne, Frontzähne sind da und gesund, prothtetische Behandlung ? wovon ist abhängig ?
    A: die Behandlung in diesem Fall ist vom Gegenkiefer und Alter des Pat abhängig. wenn im Ok auch keine Molaren gibt, und der Pat im Alter von 70 ist, ist keine Versorgung notwendig.
    F: die Antwort war richtig, aber dann wurde ich wieder gefragt : keine Versorgung ?
    A: ich habe meine Antwort geändert , wir müssen eine Teilprothese machen, zur Vermeidung von Folgeschäden nach Zahnverlust und Verbesserung der Kaufunktion.
    F: der Prüfer wollte mir nur eine Information geben, dass die Krankenkasse in diesem Fall die Versorgung nicht übernimmt ( OK, UK Von 2-Prämolar bis 2-Prämolar bei Pat über 70 oder 80 )
    F: falls Sie eine Prothese machen, Möglichkeiten ?
    A: Modellgußprothese, Teleskopprothese, Implantat.
    F: woraus besteht eine Modellgußprothese ?
    A: kleine Verbinder, groser Verbinder, Sattel, gegossene Klammer.
    F: welcher klammer eignen sich in deisem Fall ( Freiendsattel ) , wo die Auflage ?
    F: Bonnwillklammer. Falls die 5-er nicht da sind, dann eignen sich Einarmklammer. Die Auflagen : Sattelfern ( mesial der Pfeilerzähne)


    F: wie viele Implantate brauchen wir mindestens nach Verlust aller Zähne im OK, UK ?
    A: im OK mindestens 2 , im UK mindestens 4.

    Auszug aus dem ZHG Zahnheilkundegesetz

    § 2 Abs. 3 Satz 2 ZHG


    Nach § 2 Abs. 3 Satz 2 ZHG gilt für die Prüfung der Gleichwertigkeit § 2 Abs. 2 Satz 2 bis 6 sowie 8 ZHG entsprechend. Danach ist der Ausbildungsstand als gleichwertig anzusehen, wenn die Ausbildung des Antragstellers keine wesentlichen Unterschiede gegenüber der Ausbildung aufweist, die in dem Gesetz über die Zahnheilkunde und in der Approbationsordnung für Zahnärzte – ZÄApprO – in der hier maßgeblichen, zuletzt durch Gesetz vom 6. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2515) geänderten Fassung, geregelt ist (§ 2 Abs. 3 Satz 2 ZHG i.V.m. § 2 Abs. 2 Satz 2 ZHG).


    Wesentliche Unterschiede


    Nur wenn wesentliche Unterschiede vorliegen, muss der Antragsteller nachweisen, dass er über die Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die zur Ausübung des Berufs des Zahnarztes erforderlich sind (§ 2 Abs. 3 Satz 2 ZHG i.V.m. § 2 Abs. 2 Satz 6 ZHG).

    Dieser Nachweis wird durch das Ablegen einer Prüfung erbracht, die sich auf den Inhalt der staatlichen Abschlussprüfung bezieht (§ 2 Abs. 3 Satz 3 ZHG; vgl. Gesetzentwurf der Bundesregierung, Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen, BT-Drs. 17/6260, S. 67: “Kenntnisprüfung”) und die eine Ausgleichsmaßnahme im Sinne des Art. 14 der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. L 255 v. 30.9.2005, S. 22), zuletzt geändert durch die Richtlinie 2013/55/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. November 2013 (ABl. L 354 v. 28.12.2013, S. 132), darstellt.

    Eines solchen Nachweises bedarf es auch dann, wenn die Prüfung des Antrags nur mit unangemessenem zeitlichen oder sachlichen Aufwand möglich ist, weil die erforderlichen Unterlagen und Nachweise aus Gründen, die nicht in der Person der Antragsteller liegen, von diesen nicht vorgelegt werden können (§ 2 Abs. 3 Satz 4 ZHG).

    Fachsprachprüfung Kommentar

    Gibt es überhaupt wesentliche Unterschiede ?

    Nur wenn “wesentliche Unterschiede vorliegen” wird überhaupt eine KENNTNISPRÜFUNG notwendig.

    Genau hier liegt das Problem!

    In vielen von mir betreuten Verfahren kommt es entscheidend auf die Prüfung und die Wertigkeit der vorzulegenden Unterlagen an.

    Wenn z.B. eine detaillierte Auswertung Ihrer Approbationsverfahren vor Antragsstellung “wesentliche Unterschiede” erkennen lässt, ist es dann meistens der Fall, dass die Zeugnisse und Universitätsbescheinigungen auch nicht den deutschen Approbationsbehörden genügen. Wichtig sind hier die Curricular = thematischen Unterrichtspläne mit den Details, weil sich nach EU-Recht Fachinhalte oft in anderen Fächern verstecken können.

    Weiterhin sind unbedingt aussagekräftige Zeugnisse und Bescheinigungen notwendig. In fast allen von mir geprüften Verfahren sind oft die Ausbildungen gleichwertig (teilweise sogar deutlich umfangreicher) gewesen, jedoch leider völlig unvollständig dokumentiert worden. Speziell die Berufserfahrung im Sinne des “Lebenslangen Lernens” bekommt inzwischen eine völlig andere Bedeutung. Curricular wurden zudem oft nicht (oder unvollständig) vorgelegt, da sie in der Vergangenheit von den Gutachtern und Behörden nicht gefordert wurden.

    Seit Änderung der Gesetzeslage im April 2016 geht ohne ein vorzulegendes Curriculum nichts mehr.

     

     

    Extrem hohe Durchfallquote bei Kenntnisprüfungen Zahnmedizin

    Zum Schluss eine Feststellung: 
    Die Kenntnisprüfung Zahnmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es speziell in einigen Bundesländern eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen. Hierbei stellt sich deutlich heraus, dass es deutlich einfacher ist, wenn nicht ständig die gleichen Prüfer genommen werden. Unvoreingenommene Prüfer sind oft hilfsbereiter und kollegialitaeingestellt und unterstützen die Kollegen.

    Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Examen nicht besteht.

    Ich verfolge seit längerer Zeit die Publikationen und die Suche der Zahnärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für “hohe Durchfallquoten” gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen. Ich erhalte hierzu ständig neue eMails, die ich aus Datenschutzgründen und Bitten der Beteiligten nicht veröffentlichen kann.

    Die Informationen durch eMails und Telefonate sind teilweise erschreckend.

    Es sei Ihnen versichert, es kommt nicht unbedingt auf Ihre Fachkenntnisse an. Leider spielen in vielen Fällen anscheinend andere Faktoren eine Rolle. Wie ist der Prüfer drauf, welche Laune hat er ? Mag er Sie oder missfällt ihm bereits Ihr selbstbewusstes Auftreten, Ihre Kleidung oder sonst etwas ? Weshalb bestehen andere Teilnehmer die Prüfung, die oft deutlich weniger Deutsch sprechen, oft keine Detailkenntnisse haben und/oder deshalb leichtere Fragen erhalten ?

    Leider sind die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen mangels fehlender Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

    Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

     Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen berichte.

    Liebe Zahnärzte,

    ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über “sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote” berichten.

     

    Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

     
    Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

    Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja möglicherweise davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

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