FSP Medizin in Hannover bestanden

Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin in Hannover.
Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details.
In diesem Fall hatte Jutta Schindler per Skype eine professionelle Vorbereitung durchgeführt.
Die FSP kann prinzipiell beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 Monaten einen neuen Termin geben.
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Protokoll einer erfolgreichen Fachsprachprüfung in Hannover, die schon das Niveau einer KP Kenntnisprüfung hatte

Ich habe den Originaltext des Arztes übernommen.
Fall: Nephrolithiasis
Pat. hat rechte Flankenschmerzen mit Austrahlung genitalen Bereich.
Diagnose
+Nephrolithiasis.
- warum?
+ typische Lokalisation und Pat. hat hyperurikämie ( Risikofaktor)
- Richtig. DD ?
+ Cholelithiasis, pankrealithiasis, extrauteringravidität.
- Cholelithiasis Symptome?
+ murphy Zeichen positiv+ GGT Erhöhung im Labor.
- Pankrealithiasis ?
+ Amilase, Lipasa Erhöhung und Gürtelformige Schmerzen.
- Wie ist Appendizitis ?
+ Die Schmerzen treten im Umblicial Bereich auf, und wandern inguinal Bereich rechts. Labor leukozytose, Ultraschall leukozyt Infiltration.
- Wie ist links Schmerzen?
+ Divertukilitis
- Untersuchung?
+ Abdomen Sono, Rontgen Abdomen, CT
- Pat. hat Allergie gegen kontrasmittel. Was würde Sie machen, wenn das Notwendig wäre?
+ Kann man ohne Kontrasmittel CT führen
- Oder ?
+ MRT.
- Der Unterschied zwischen MRT und CT.
+ Ich habe aufgeklärt.
- Was machen Sie bei akut Schmerzen ?
+ Spasmolitikum+ Schmerzmittel (Tramal)
- Wie ist die Behandlung?
+ Medikamentös Auflösung oder Steinentfernung.
- Wann?
+ Oxsalat Steine sind medikamentös auflösbar, Kalsium Steine nicht
- Wie ist Behandlung Ca Steine ?
+ Operativ Entfernung.
- Welche Methode ?
+ Offene OP oder laporoskopischer Eingriff.
- Erklären Sie bitte Laporoskopie
+ Ich habe aufgeklärt.
- Pat. hat hyperurikämie, Nimmt sie keine Medikamente dagegen?
+ Nein
- Wieso?
+ Weil asymtomatisch ist.
- Therapievorschlag?
+ Mit Allopurinol
- Wann?
+ Wenn Harnsäure im Blut mehr als 7 mmol wäre.
- Richtig
- Außer der Medikamente?
Wenig Fleisch muss sie essen.
+ Richtig
- Pat. hat glutein Unverträglichkeit. Behandlung?
Glutein freie Lebensmittel.
- Worauf müssen Sie bei Inpektion, Palpation und auskultation achten?
+ Inspektion: Skleren- Haut Farbe und Rachen.
Auskultation:
Cor: 4 Punkt auskultieren, Pulmo: seitengleich auskultieren. Abgeschwächte Atmung?
Emphysem, pneumothorax
Rasselgeräusch?
Untereläppe + Fieber = Pneumonie
Global= z.B. Herzinsuffizienz.
- Was ist das ?( zieht er seine Haut)
+ Wusste ich nicht
- Hautturgor
Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner
FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung
Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?
Es ist leider in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei teilweise auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.
Dabei ist eigentlich genau geregelt:
Wie läuft die Prüfung ab? Welche Anforderungen werden gestellt?
Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist. Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:
1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch
Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten
2. Dokumentation
In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten
3. Arzt-Arzt-Gespräch
In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten
Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.
Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.
(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)
Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen oder Fachsprachprüfungen berichte.
Liebe Ärzte und Zahnärzte,
ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.

Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).
Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.
Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.
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