Schlagwort: Details KP Münster
Alexej Edlin, [08.05.2023, 02:17:11]:
Guten Tag, sehr geehrte Kollegen, ich habe am 03.05 die Kenntnisprüfung bei ÄKWL abgelegt und bestanden. Das war mein zweiter Versuch. Ich habe Innere Medizin anhand Harold, Chirurgie anhand Müller, Amboss und YouTube gelernt, für die Pharmakologie ebenfalls YouTube benutzt, Kurzlehrbuch Pharmakologie und Last Minute Pharmakologie, Protokolle hier gelesen und einen einmonatigen Kurs bei MiBeg Institut Köln besucht.
1. Teil ist gleich FSP:
Fall-DM Typ 2.
Die Pat. wurde vom Hausarzt wegen seit 4-5 Mon. bestehenden Müdigkeit, Schwindelepisoden,Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und Infektanfälligkeit mit öfteren Erkältungen und Pilzinfektion der Achselhöhle überwiesen. Des Weiteren erwähnte sie saures Aufstoßen und nur am Ende der Körperlichen Untersuchung Polydipsie und Polyurie.
Vorerkrankungen: aHT, medikamentös eingestellt, HLP mit Statinen eingestellt. FSM als sie 25 war, distale Radiusfraktur auch damals, keine voroperationen.
2. Briefschreibung:
2. Teil ist relativ egal, kurz, strukturiert schreiben.
3. Mündliche Prüfung :
1. Internist: Kurze Vorstellung, hab Vorerkrankungen vergessen zu nennen.
Was ist VD?- Diabetes Mellitus Typ II>Pathophysiologie relativ tief und konkret, aber ohne Biochemie, Komplikationen > Mikro-, Makroangiopathie > Besonderheiten von Koronargefäßen bei Diabetikern (diffus verändert) atypische Beschwerden bei kardiovask. Ereignissen, patientengruppen mit atypischer AP-Symptomatik> ältere und Frauen, AP-Beshwerden Equivalent bei Frauen (wusste nicht >Atemnot, Ödemen (hab nie gelesen, dachte Symptomatik der HF Dekompensation spricht für HF Dekompemsation aber…)).
Diabetes bei Schwangeren, wie heißt, was passiert mit der Patientin und ihrem DM postpartum.
Medikamentöse Behandlung auch ausführlich, war positiv überrascht als ich gesagt habe, dass ich eine Patientin vor der Anwendung der SGLT-2 Hemmern über HWI aufklären werde. Ansonsten Mechanismen der insulinotropen und nichtinsulinotropen, DPP4, GLP 1, usw. Metformin-laktat-Azidose. Insulintherapie hat nicht gefragt.
KHK, ACS – erstmaßnahmen, EKG mit Hinterwandinfarkt. Was ist Reizdarmsyndrom-war positiv überrascht als ich gesagt habe, dass das eine Ausschlusdiagnose ist – nicht tief, wir haben ungefähr 15 Minuten über DM gesprochen, insgesamt 25, ich war der letzter Prüfling am Tag, er hat diese letze zwei Themen nicht tief erfragt.
2. Chirurgin:
Bild vom Magenkarzinom>hat sie selbst beschrieben und genannt: Histologische typen> entsprechende Metastasierung, Ätiologie>Gastritis Typ B>Helicobakter Pylori – nicht tief
Warum ist zur staging eine laparoskopie geeignet (wusste ich nicht>peritoneale metastasen)
Rö Bild beschreiben: Distale mehrfragmentäre Radius- und Ulnaköpchenfraktur, mit bajonettstellung nach dorsal, Böhlerischer Winkel >unfallmechanismus nennen>was würden sie machen>plattenostheosynthese>“Warum wollt ihr alle heute Platten einbauen?!?!“>hab mich schnell korrigiert-Illizarov, also fixateur externe> gut:)
Nierentransplantation: was ist eine autologe, allogene, xenogene Transplantation. Wohin wird transplantiert, warum, abgesehen davon, dass Gefäße besser verfügbar sind (ich hab wirklich lange nachgedacht>einfach wegen Lage, der Transpalnt ist besser mechanisch geschützt)- richtig. Medikamente nach Transplantation>tacrolimus, mycophenolat> was noch?> Dexametason
3. Prüfer:
Allen war schon klar dass ich bestanden habe, er hat komische fragen zur KU gefragt, was als erstes, was weiter? Dabei hab ich gesagt, dass ich Brustkorb erst anschaue, dann abtaste und dann abhöre, aber Bauchauskultation vor der Palpation durchführen würde>„Ja? Wieso?“ weil wir den Darm, bzw. die Darmbewegungen mit Palpation anreizen was zur falschnegativen Befunden führen kann, um einen Subileus nicht zu übersehen. Pharmakodynamik und Kinetik, Wirkmechanismen von RAAS Blockern. Abschirmung und andere spezielle Maßnahmen bei Rö bei Kindern. Er hat eigentlich sehr viel gefragt, aber komische Kleinigkeiten, ich konnte mehrere Fragen oder eher Relevanz dieser Fragen nicht verstehen und hab sie vergessen.
Ach so, Atemgeräusche, Herztöne (funktionel, akzidentell)- so was.
Was ich als Zusammenfassung sagen möchte: diese Prüfung ist extrem subjektiv, das ist auch so gewünscht, anscheinend, sonst hätten sie Tests wie bei USMLE gemacht. Das heißt ihr müßt diese Subjektivität zu euren Nutzen machen: lest Deutsche Kurzlehrbücher (hab ich oben genannt), hört Amboss-Podcast, schaut Videos zu diesen Themen auf deutsch und von deutschen Professoren damit ihr komische, für deutsche Medizinstudium spezifische Sachen, oder Akzente auf bestimmten Themen weißt. Ich hab bemerkt wie die Prüfer positiv überrascht worden waren, als ich manche „deutsche“ Besonderheiten wusste und sagte. Mann muss auch Patho/Physiologie, Pharmakologie wiederholen. Bei meinem ersten versuch dachte ich, wie es immer in Beschreibung der Prüfung steht, dass es sich um klinische Themen handelt, das stimmt nicht so ganz, patho/physiologische Grundlagen und nicht nur Grundlagen werden auch gefragt.
Und Kopf hoch bei der Prüfung, laut sprechen, strak, selbstbewusst auftreten, auch wenn ihr Quatsch sagt. Diejenige die den ersten versuch machen: ÄKWL in Münster, wo auch Medinstitut an der WWU ist, versucht einfach den Standart der Münsteraner Schule hoch zu halten indem sie viel Leute beim ersten versuch nicht bestehen lässt: das ist ganz „normal“, macht keine Sorgen, ihr schafft das!




