Monat: September 2019

  • FSP Potsdam Brandenburg 4.9.2019

    FSP Potsdam Brandenburg 4.9.2019

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    Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin.  Bericht über eine FSP.
    Der Teilnehmer war durch Frau Jutta Schindler perfekt gecoacht (vorbereitet) worden und hat bestanden.

    Nochmals Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details .
    Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.

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    Bericht über eine FSP. Der Teilnehmer war durch Frau Jutta Schindler perfekt gecoacht (vorbereitet) worden und hat bestanden.

    Das Prüfungsprotokoll 4.9.2019 Potsdam


    Es waren 2 Personen in der Kommission.

    Sie waren sehr nett. Der erste Prüfer hat schnell gesprochen aber korrekt. Das Gespräch lief ganz normal, wie wir geübt haben.
    Frage- Antwort. Ich musste niemanden beruhigen. Der Fall war Distale Radiusfraktur.

    Über den Patienten:
    43 Jahre alt , Landwirt.

    Jetzige Beschwerde: Schmerzen in dem rechten Handgelenk und in rechtem Thorax. Er ist vom Traktor hingefallen.

    Die Vorerkrankungen: arterielle Hypertonie, Gicht, Hypercholesterinämie, LWS Syndrom. Keine Voroperationen. Keine Allergie.

    Medikamente : Ramipirl, Atrovastation, Alopurinol und IBU .

    Vegetative Anamnese: Gewichtszunahme von 10 kg binnen 2 Jahren.

    Familenanamnese: Der Vater leide an BHD. Die Mütter an Hüftgelenksarthrose

    Sozialanamnese: verheiratet, 2 Kinder, wohnt im Haus mit der Familie. 2 Katzen und 1 Hund.

    Sie haben mir den körperlichen Befund gesagt (Schwellung, Bewegungseinschrenkung und Bewegungsschmerzen des rechten Handgelenkes und ein Hämatom am rechten Thorax) und dass eine Plattenosteosyntese durchgeführt machen sollten. Sie haben dann gefragt: Welche weitere Diagnostik sollte durchgeführt werden? Röntgen –Thorax: um Rippenfraktur und Pneumothorax auszuschließen und Röntgen des rechten Handgelenks in 2 Ebenen. Keine weitere Fragen.

    III Teil

    Ich habe die ganze Vorstellung gemacht.
    Die Frage danach war: Was machen Sie weiter mit dem Patient.

    Begriffe:
    Hyperthyreose,
    Hypophyse,
    Mammographie,
    Appendektomie und Hämatom.

    Sie waren sehr zufrieden mit der Briefstruktur.

    Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

    FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


    Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

    Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei SEHR OFT auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

    Dabei sind doch eigentlich der Ablauf und die Inhalte genau geregelt


    Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


    Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

    1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

    Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
    geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
    Dauer: 20 Minuten

    2. Dokumentation

    In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
    Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
    Dauer: 20 Minuten

    3. Arzt-Arzt-Gespräch

    In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
    Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
    Dauer: 20 Minuten

    Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

    Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.


    (Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

    Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

    Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen und FSP Fachsprachprüfungen berichte.

    Liebe Ärzte und Zahnärzte,

    ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote berichten.


    Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

    Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über alle Details ihrer Prüfungen berichten.

    Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

    Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige Teilnehmer durchfallen.
    Sicherlich kann man die FSP beliebig oft wiederholen, wobei es allerdings in einigen Bundesländern bereits monatelange Warteschlagen gibt.

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  • FSP ÄK Bayern München 31.8.2019

    FSP ÄK Bayern München 31.8.2019

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    Danke an den Doktor für diesen ungewöhnlich guten Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin bei der ÄK Bayern.
    Nochmals Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die vielen Details. Das war schon hart an der Grenzen zu einer KP.
    Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.

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    Mein Fall in der FSP war Pyeloephritis.


    ANAMNESE:

    Der Patient Kai Fuchs, 32 Jahre, ist zu uns wegen seit gestern Nachmittag bestehender und zunehmender Flankenschmerzen rechts gekommen. Die Schmerzen seien drückend, dumpf und nicht kolikartig, und sie strahlten in die Becken aus. Auf einer Schmerzskala sei die Intensität der Schmerzen mit 8 bewertet. ( dann habe ich ein Medikament angeboten, und er hat “ja, bitte” gesagt. Dann habe ich nach Allergien gefragt). Als Begleitsymptome berichtet er über Fieber ( 39,9º C, ständig seit gestern Abend), Schüttelfrost, Nachtschweiß, Übelkeit und zweimal Erbrechen (gestern Abend und heute Morgen). Außerdem habe er Hämaturie und Dysurie. Er klagt noch über ein starkes Krankheitsgefühl und Schwäche.
    Fragen nach Medikamenteinnahme, Aufenthalt im Ausland, Diahrroe und andere Schmerzen wurden verneint.

    VEGETATIVE ANAMNESE:

    Außer den oben genannten Symptome (Fieber, Nachtschweiß, Schüttelfrost, Hämaturie, Polakisurie, Ubelkeit, Erbrechen) habe er noch:
    – Obstipation seit 3 Jahren ( Joghurt und dietätische Maßnahmen)
    – Schlafstörungen ( dann habe ich “warum” gefragt. Er sagte, dass er in 2 Wochen heiraten wird, und es macht ihm Sorge). Dagegen nehme er Baldrian Dragees (er hole das Medikament direkt vom Apotheker, ohne Rezept).

    VORERKRANKUNGEN:

    – Hypotonie seit 3 Jahren ( er hat es so beschrieben: Neigung zum niedriegen Blutdruck. “Ah Frau Dr., ich bekomme Schwindel, Schwarz vor den Augen, und ich habe das Gefühl, dass ich umkippen werde”)
    – Pyrose seit 3 Jahren ( Sodbrennen hat er gesagt). ( Ich habe gefragt, ob er schon eine Spiegelung des Magens machen lassen hat, er sagte, dass er nur ein Rezept vom Hausarzt mit Omeprazol 20mg verschrieben bekommen hat).
    – Erysipel vor 8 Jahren ( er hat es als Venenentzündung nach einem Insektenstich beschrieben). ( Damals sei er mit Amoxicilin behandelt worden und es wurde eine Allergie auf das Medikament entdeckt).
    -Als er 8 Jahre gewesen sei, hat er sich ein Schleudertrauma zugezogen, als er mit seiner Mutter im Auto gewesen sei. Er sei konservativ behandelt worden ( mit Halskrawatte ).
    -Seit 6 Monaten leide er an Clavus am linken Fuß. ( er habe ein Hühnerauge als deutschen Begriff dafür benutzt), ( ich habe nachgefragt, ob er eine Salbe oder Creme benutzt, er sagte: nein, das ist eine “ Lappalie” Fr. Dr.)
    – kurz vor seinem 30. Geburtstag habe er eine perfuriende Appendizitis erlitten und musste notfallmäßig operiert werden. ( Er hat gesagt, dass er einen Durchbruch des Blinddarms gehabt hat).

    ALLERGIE:

    -Amoxicilin. Die Allergie äußere sich als Exanthem und Schwindel ( ich habe nach Atemnot gefragt, er habe nein gesagt).( nach der Behandlung der Erysipel)
    -Birkenpollen: Rhinokonjuntivitis
    -Sojaunverträglichkeit: Meteorismus ( er nehme Lefax dagegen ein).

    NOXEN:

    – Ich habe nachgefragt, ob der Patient raucht. Dann hat er so geantwortet: Meinen Sie Zigaretten Frau Dr.? Weil Zigaretten rauche ich nicht. Dann konnte ich schon wissen, dass er wahrscheinlich irgendwelche anderen Sachen raucht. Ich habe nach Drogen gefragt. Er hat Joint, Marihuana und Shischa gesagt, seit 5 Jahren, 2 Mal im Monat.
    – Er trinke 2 Mal in der Woche Weinschorle.

    SOZIAL:

    -Er sei Student der Chemie ( 9. Semester). ( Er habe noch dazu gesagt, dass er vorher eine Ausbildung in Chemie gemacht habe. Damals sei er Laborant gewesen)
    -Er habe eine Freundin ( Er wird in 2 Wochen heiraten)
    – 1 gesunder Sohn, der 10 Monate alt ist.

    FAMILIEANAMNESE:

    – Mutter: vor 3 Monaten sei sie in einer Röhre wegen eines Hexenschusses gewesen ( Lumbago). Dann sei ein Bandscheibenvorfall entdeckt worden. Als Zufallsbefund sei noch eine Nebennierenrinde-Geschwulst gefunden worden.
    – Vater: Vor 1 Jahr sei bei ihm eine Schaufensterkrankheit am linken Bein diagnostiziert worden (pAVK).
    – Nach Geschwistern hatte ich keine Zeit zu fragen. Die Zeit war schon um.


    Ich habe den dritte Teil mit der Vorstellung des Patienten angefangen und nach 2 Minuten habe ich schon Fragen bekommen.
    Sie haben mich alles ( mit vielen Details) nach der Anamnese gefragt.


    Die Fragen waren:

    Wie sind die Schmerzen ( Charakter)? Wann haben die Schmerzen begonnen? Welche andere Symptome hat er? Wie war der Krankheitsverlauf?
    Wann wird er heiraten? Denken Sie, dass er in 2 Wochen schon gesund und wieder fit sein wird?
    Wie hat er das Sodbrennen beschrieben? Was nimmt er dagegen? Hat er ein Rezept dafür?
    Wenn er keine Verbesserung der Pyrose hätte, was würden Sie dann empfehlen?
    Welches Medikament holt er direkt in der Apotheke?
    Wann hat er die Allergie auf Amoxicilin entdeckt? Wie äußert sich die Allergie?
    Was ist Erysipel? Ursachen?
    Was nimmt er gegen Meteorismus ein?
    Wie hat er genau die Hypotonie beschrieben?
    Was ist ein Schleudertrauma? Wie alt er war?
    Was sind Baldrian Dragees?
    Was hat der Patient gesagt, als er über Clavus gesprochen hat? Wissen Sie was Lappalie ist? Es ist eine Banalität, keine große Bedeutung.
    Was ist Weinschorle?
    Was hat die Mutter? Was ist eine Röhre? Was ist ein MRT?
    Was ist die Schaufensterkrankheit? pAVK.
    Was ist Ihre Verdachtsdiagnose? Und Differentialdiagnose? Ich habe Urolithiasis und Cystitis gesagt. Wie behandelt man eine Urolhitiasis?
    Was sind die Komplikationen einer Pyelonephritis? Ich habe Sepsis geantwortet und er war zufrieden. Aber ich glaube, dass er es anders hören möchte ( wie Nierenabzess oder so etwas).
    Wie behandelt man eine Pyelonephritis, besonders bei diesem Patienten? Was sind die häufigsten Erreger? Hier glaube ich, dass er wissen möchte, ob ich aufmerksam auf die Penicillin Allergie und mögliche antibiotische Kreuzreaktionen war.”


    Anmerkung W. Gerner
    Das war schon hart an der Grenze zu einer KP Kenntnisprüfung.

    Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

    FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


    Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

    Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei SEHR OFT auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

    Dabei sind doch eigentlich der Ablauf und die Inhalte genau geregelt


    Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


    Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

    1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

    Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
    geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
    Dauer: 20 Minuten

    2. Dokumentation

    In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
    Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
    Dauer: 20 Minuten

    3. Arzt-Arzt-Gespräch

    In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
    Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
    Dauer: 20 Minuten

    Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

    Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.


    (Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

    Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

    Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen und FSP Fachsprachprüfungen berichte.

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    Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

    Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über alle Details ihrer Prüfungen berichten.

    Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

    Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige Teilnehmer durchfallen.
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  • FSP Düsseldorf NRW 27.8.2019

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    Hallo zusammen!
    Ich habe meine FSP in Düsseldorf am 27.08.2019 abgelegt und beim ersten Mal bestanden.


    Frau Ilse Wegner ist eine 56-jährige Patientin, die sich wegen seit gestern Mittag bestehender kolikartiger klopfender langsam zunehmender linke Flankschmerzen nach dem Treppenanstieg mit Ausstrahlung im Unterbauch (Unterleib) vorstellze.
    Die Schmerzen hätten sich im Laufe dee Zeit verschlimmert aber in Ruhe (beim Setzen) verbessert.
    Auf einer Schmerzskala lagen die Schmerzen bei 6-7/10.
    Sie klagte über Fieber (38.8), Übelkeit, leichte Kopfschmerzen,Inappetenz seit heute morgen, Insomnie wegen Nykturie, Hämaturie, Dysurie, Nykturie (2-3x)
    Die Fragen nach Schwindel, Schwarz vor den Augen, Schüttelfrost, Brustschmerzen, Gewichtsverlust, Veränderungen beim WL oder SG wurden verneint.
    Vor 2 Wochen leide sie an Zytitis und sie sei eingestellt mit Kotrim (Sulfonamide Antibiotik). Aber seit 3 Tagen sei diese Zytitis zurückgekommen.
    Sie leide unter arterieller Hypertonie seit 4 Jahren,behandelt mit Nebivolol 5 mg 1 -0-0.
    Mit 15.Lebensjahren habe sie an Glomerulonephritis gelitten.
    Sie habe Allergien gegen Pflaster (Exanthem und Pruritus).
    Ihr Vater lebe noch aber leide an Herzkrankheit.
    Ihre Mutter sei an BypassOP Komplikation (2 Tagen nach der OP) verstorben. Bypass Op infolge Herzinfarkt.
    Sie habe keine Geschwister.
    Sie sei verheiratet und habe eine Tochter.
    Sie wohne mit ihrem Mann zusammen.
    Sie arbeite als Angestellterin im Öffentlichen Dienst (Wohnungsmelderamt).


    Ich habe keine Chance um meine Patientin vorzustellen
    Der Prüfer hat mir direkt gesagt
    “Sagen sie bitte nichts! Bitte teilen Sie uns mit wenn es gefragt wird 😑


    Fragen über Patientin
    Was ist Nykturie, Dysurie, Hämturie
    Was ist Bypass OP?Wie läuft diese Procedere?
    Was ist KHK?Komplikation am meisten?
    Was ist Herzrrhytmussstörung? welche arten? Fachbegriffe? Komplikation?
    Was ist Inkontinenz? wie viel Arten? was sind sie?E rklären mal bitte.
    Was sind Kinderkrankheiten? Nennen Sie bitte.
    Welche Ursache von Nierenabzess?
    Was ist Quarantäne? Welche Krankheiten brauchen Quarantäne?


    Das ist alles und ich hoffe dass jeder von euch die künftigen FSP bestehen kann.
    Ich bedanke mich bei euch für eure Beitrage im diesen Grup. Das ist wirklich hilfreich.

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    Dabei sind doch eigentlich der Ablauf und die Inhalte genau geregelt


    Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


    Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

    1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

    Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
    geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
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  • KP Ärztekammer SWH in Bad Segeberg  28.8.19   Quote 2/3

    KP Ärztekammer SWH in Bad Segeberg 28.8.19 Quote 2/3

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    KP Medizin bestanden

    Bericht über eine erfolgreich abgelegte Kennnisprüfung Medizin in Schleswig-Holstein.
    Super detaillierter Bericht. Danke an den Doktor und Glückwunsch zur Prüfung.

    Prüfungsteam

    Prof. Dr. med. Erik Schlörike (Gefäßchirurgie, Thoraxchirurgie)
    Prof. Dr. med Jürgen Steinhoff (Nephrologie)
    Dr. med Daniel Lohmann ( Allgemeinmedizin)

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    Erfahrungen Kenntnisprüfung Humanmedizin


    Am 28.08.2019 habe ich die Kenntnisprüfung in der Ärztekammer Schleswig-Holstein abgelegt
    und GOTT SEI DANK bestanden.

    Prof. Dr. med. Erik Schlörike (Gefäßchirurgie, Thoraxchirurgie)
    Prof. Dr. med Jürgen Steinhoff (Nephrologie)
    Dr. med Daniel Lohmann ( Allgemeinmedizin)


    Teil 1 Patientenuntersuchung am 22.08.2019 in Preetz

    87 jährige Patientin kam in Begleitung ihres Sohnes mit seit Tagen zunehmenden Belastungsdispnö ( NYHA III), Schwindel, Kopfschmerzen, Nykturie, Leistungsminderung bei bekannter Herzinsuffizienz, VHF, Mitralklappeninsuffizienz. Keine Thoraxschmerzen.
    Die PT war dement, deswegen hab ich die ganze Akte gelesen. Ich konnte fast keine Anamnese erheben.
    Vorerkrankungen: Arterielle Hypertonie, VHF Antikoaguliert mit Edoxaban , Herzinsuffizienz, Schwere Mitralinsuffizienz, Z.n. TIA a.e. kardioembolisch bei VHF im letzten Juli.

    Medikamente:
    Bisoprolol, Ramipril, Edoxaban, Furosemid, Spironolacton.

    Klinisch
    Allgemein: Keine Zyanose, Keine Dyspnö, Halsvenen nicht gestauut, Beinödem bis zu Knien beidseits Arteria tibialis post. und dorsalis pedis beidseits nicht tastbar., Puls A. radialis 95 unregelmäßig

    Cor: Leiser 1. Herzton, Systolikum pm 5. ICR Medioklavikulär li. ( Herspitzenstoß leicht nach lateral verbreitert) mit Fortleitung in die Axilla , Pulsdefizit das war schwierig zu eruieren, Tachykardie, Peripherer Puls unregelmäßig

    Lungen: vesikuläres Atemgeräusch, keine Nebengeräusche

    Abdomen: OpB

    Neurologisch: Fallneigung nach re. beim Unterberger Tretversuch.

    Empfohlene Therapie: Behandlung mit Mitralclips.

    Teil 2 theoretische Kenntnisprüfung am 28.08.2019 in der Ärztekammer SWH in Bad Segeberg

    1-Dr med Daniel Lohmann

    -Schwindel ? Definition? Klassifikation? Welche Krankheiten führen zu Schwank-, Drehschwindel oder Benommenheit?
    Benigner paroxismaler Lagerungsschwindel – Diagnose und Therapie (Befreiungsmanöver)
    Nicht vestibulärer Schwindel
    Eine häufige Ursache für Schwindel in der Allgemeinmedizinischen Praxis ? ==> ( Phobischer Schwankschwindel (psychogener Schwindel)
    Ataxie ? ( Meine Patientin klagt über Schwindel und ich hab diese Frage erwartet )

    -Dyspnö Definition ? Ursachen ?
    Falls die oben beschriebene Patientin Zyanose und gestaute Halsvenen in der Notaufnahme hat ? Wie reagieren Sie ? ( er wollte die akute Behandlung von Lungenembolie )

    -Notfallmäßige Maßnahmen bei Lungenembolie.

    2-Prof. Dr. med. Erik Schlörike
    ( ein sehr netter Mensch, stellt seine Frage klar und direkt )

    -Ihre Patientin hat akutes Abdomen mit einem schmerzfreien Interval ? VD akute Mesentrialischämie kardioembolisch bei VHF ( eher unwahrscheinlich weil die Pt antikoaguliert ist),
    Was machen Sie weiter ? Allgemeine Maßnahmen +Laparotomie

    -Pneumothorax? Alles in Details !!! Ventilpneumothorax ? Mechanismus und Behandlung in Details ?
    Wann kann man die Drainage abklemmen ? wenn die Lungen radiologisch normal und Pt klinisch beschwerdefrei
    Danach Wann kann die Drainage endgültig gezogen werden ? nach 4 Stunden.
    Komplikation und Arten von Pleuradrainagen Drainagen ?
    Pt mit Bülau-Drainage kam es zu Hämatothorax ? Was machen Sie ? Abklemmen- Flüssigkeitszufuhr / ggf. Gabe von EKs

    -Untere gastrointestinale Blutung , Ursachen ? , Anamnese ? Schmerzen, Farbe, beim Stuhlgang oder unabhängig.
    Untersuchung? DRU ,
    Wenn Sie Hämorrhoiden sehen ? Sind Sie zufrieden ? Nein , warum ? um ein Karzinom auszuschließen, muss ich trotzdem eine Koloskopie durchführen
    Zufrieden ? Nein muss eine Starre Rektoskopie durchgeführt werden. Warum ? das Rektum zu beurteilen, den Abstand der Läsion vom Linea dentata zu messen ( entscheidend für die OP ) (sehr wichtig)

    -Kann sein dass diese Blutung dem Magen entstammt ? Ja aber selten und nur bei akuter heftiger Blutung. Warum ?

    -Hämorrhoiden 3. Grades ? Behandlung?

    -Rektumkarzinom ? TNM ? Grading ? Behandlung ? Was ist die neuadjuvante Therapie ? Operative Behandlung? Ab welchem Stadium ? Stadieneinteilung ? Beim Staging fallen Leberläsionen auf ? Metastasen oder Primär ( HCC) ? Wie können Sie unterscheiden ? AFP ==> höchstwahrscheinlich Primär. Biopsie bei allen Raumforderungen der Leber ? Nein, warum ? Hämangiom ==> Blutung. Benigne Raumforderungen der Leber ?

    -Maßnahmen bei Polytrauma ? Er hat mir ein CT Abdomen gezeigt „Anamnese Z.n. Polytrauma„ Es war schwierig zu diagnostizieren“. Milztrauma mit oberflächlichem Kapselriss. Behandlung ? Welche Möglichkeiten gibt es ? Arten von OPs ?
    PT hat die OP abgelehnt und kam nach Tagen mit Schocksymptomatik ? Zweitzeitige Milzruptur, Mechanismus ?
    Milzteilresektion ?
    Warum entfernen wir die Milz nicht gern ? Gefahr der Verletzung von umgebenden Organen, blutig, und OPSI . OPSI ? Asplenie ( Impfungen nach Spelenektomie und wann ?). Wann geben wir die Impfungen bei notfallmäßiger und bei elektiver Splenektomie ? Wie können wir den Pt vor Infektionen nach notfallmäßiger Spelenektomie schützen bis er geimpft wird?

    3-Prof. Dr med Jürgen Steinhoff

    (witzig, anspruchsvoll, alle Fragen stellte er indirekt, Pathophysiologie, Pharmakologie, Serumelektrophorese, EKGs und BGAs sind ihm extrem wichtig )

    -Die wichtigsten opportunistischen Erreger nach Organtransplantation bzw. Immunesuppression ( CMV, Pneumocystis jirovecii, TBc (postprimär oder primär)==> Milliärtubekulose , Candida, Aspergillus)

    -Er hat mir eine Serumelektrophorese
    gezeigt ( hab bemerkt, Alpha-1 niedrig) und Anamnese ein junger Pt mit rezidivierendem Pneumothorax ==> Lungenemphysem beim α1-Antitrypsin-Mangel

    -Tuberkulose alles in Details, Therapie
    NW von INH ( sehr wichtig die Gabe von Vitamin B6), Pyrazinamid ( Hepatotoxizität, Myopathie, Hyperurikämie ), Ethmbutol ( Vor Therapiebeginn ist wegen der Gefahr einer Optikusneuritis bei Ethambutol-Gabe ein Ophthalmologie-Konsil indiziert!), Rifampicin

    -EKGs Erstickungs-T-Erhöhung bei Hyperkalämie und das weitere Vorgehen, Ventrikuläre Tachykardie, Vorhofflattern & VHF.

    -Erklären Sie „Sequentielle Nephronblockade“ Bedeutung, Indikation, Mechanismus.

    -Darf man ACE-Hemmer + Spironolacton bei Herzinsuffizienz gleichzeitig geben ? Ja, Studien haben so bewiesen. ACE-Hemmer & Spironolacton Nebenwirkungen. Medikamente bei Herzinsuffizienz.

    -DD Systolikum und Diastolikum ? Häufige Herzvitien bei jungen und alten Patienten ?

    -Bei Mitralinsuffizienz. Welche diagnostischen Maßnahmen ? was sehen Sie bei EKG, TTE , TTE, Linkherzkatheter und Rechtherzkatheter ? Der Unterschied zwischen Linkherzkatheter und Rechtherzkatheter ?

    -Kompensatorische Mechanismen bei Herzinsuffizienz. Pathophysiologie der Herzinsuffizienz in Details. Was ist das körpereigene Furosemid ? BNP . Was ist BNP ? wie und wann ausgeschüttet ? Funktion ?„ Warum Nykturie bei der Herzinsuffizienz ? Spielt BNP dabei eine Rolle ?

    -Was ist die häufigste Ursache für Analgetikanephropathie ? – Er ==> Die Chirurgen 😄die NSAR geben ohne die Interaktionen zu beachten. Die Chirurgen stellen eine große Gefahr dar.

    -Sie kommen aus Ägypten, ne ? Welches Keim war im pharaonischen Grabkammer ? 😄==> Aspergillus.

    -Er hat die anderen Prüfungskandidaten über Sarkoidose ( Löfgren-Syndrom) , GN, Cushing, Addison gefragt ( aus Protokollen)

    ——————————————

    -Leider kann ich mich nicht an alle Fragen erinnern.
    Glück spielt eine große Rolle + Die gute Vorbereitung + Protokolle + Fachgebiete der Prüfer gut lesen + die Vorerkrankungen und die Medikamente aus der Patientenuntersuchung gut lesen.
    Die Fragen waren beim
    Prof. Steinhoff zu tief. Er hat Protokollen seit 1996😄 und waren sehr hilfreich .

    -Ich hatte das Gefühl, dass ich bestanden hab, weil die Prüfer zufrieden waren. Jedoch kann man nie sicher sein 😄.

    Kurz nach der Prüfung „ 50 Sekunden“ aufgerufen und wurde mir gesagt,
    Herr Dr. ! Gratulation !. Sie sind überdurchschnittlich und ausgezeichnet, Die Entscheidung haben wir sehr schnell getroffen. Ihr Lebenslauf mit Publikationen ist beeindruckend. Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg

    -Extrem wichtig Während der Prüfung ==> die Ruhe bewahren.
    -Keiner erwartet, dass ihr alle Fragen beantwortet nur die meisten oder 70 %- 80 % von denen.
    -Stress vor der Prüfung ==>selbstverständlich .
    Aber ihr musst den in den Mülleimer wegschmeißen bevor ihr das Zimmer eintritt. Selbstbewusstsein ist der Schlüssel des Erfolgs. Antwortet langsam und immer strukturiert. Anamnese ==> Untersuchung ==> Diagnostische Maßnahmen ==> DD

    -Zeigt den Prüfern, dass euch die Prüfung nix ist. ( tatsächlich ist die schicksalhaft )

    -Gelernt habe ich aus Amboss, 150 Fälle Innere , 140 Fälle Chirurgie, Doccheck, Ekg kurs für Isabel und Amboss. CT, BGA, Röntgen, Anatomie, Untersuchung, Pharmakologie aus Amboss.

    -CAVE: Amboss ist zu groß. jedoch sehr hilfreich mit Bildern, Videos und Algorithmen . Das Wichtigste, dass ihr am Ende alles mehrfach wiederholen könntet. Wenn nicht schreibt Notizen weil Fallbücher bei wichtigen Themen nicht ausreichend sind Z.B Herzinsuffizienz, Diabetes, TVT usw. Kleine Themen wie „ Cushing, Addison, Conn‘s, Agranulozytose, Tetanus, usw könntet ihr locker aus Fallbüchern lernen. Doccheck wäre auch ein Alternativ falls ihr keine Zeit habt.

    -Ich hatte keinen festen Prüfungstermin und war auf der Warteliste für Monate.
    Das Lernen war anstrengend, hat ca. 3.5 Monate gedauert, weil ich nach Feierabend täglich ab 18 Uhr und am Wochenende den ganzen Tag lernen musste.
    Nur 19 Tage Urlaub vor der Prüfung.
    Ich hab mir Vollgas gegeben, damit ich es nie bereuen würde, falls ich die Prüfung nicht bestanden hätte.

    -Ich wünsche euch viel Erfolg. Vielen Dank. Eure Erfahrungen waren sehr hilfreich.

    Extrem hohe Durchfallquote

    Zum Schluss eine Feststellung von mir


    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es speziell in einigen Bundesländern eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen. Hierbei stellt sich oft deutlich heraus, dass es deutlich einfacher ist, wenn nicht ständig die gleichen Prüfer genommen werden. Unvoreingenommene erstmals oder gelegentlich eingesetzte Prüfer sind oft hilfsbereiter und kollegialer eingestellt und unterstützen die Kollegen.

    Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Medizinexamen nicht besteht.

    Ich verfolge seit längerer Zeit die Publikationen und die Suche der Ärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass leider einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für “hohe Durchfallquoten” bekannt und gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen.

    Es sei Ihnen versichert, es kommt nicht unbedingt auf Ihre Fachkenntnisse an. Leider spielen in vielen Fällen andere Faktoren eine Rolle. Wie ist der Prüfer drauf, welche Laune hat er ? Mag er Sie oder missfällt ihm bereits Ihr selbstbewusstes Auftreten, Ihre Kleidung oder sonst etwas ? Weshalb bestehen andere neben Ihnen die Prüfung, die oft deutlich weniger Deutsch sprechen und/oder deshalb leichtere Fragen erhalten ?

    Leider sind auch die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen mangels fehlender Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

    Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrent

    Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrenzt


    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist die Laufbahn des Mediziners in den meisten Fällen in Deutschland beendet.

    “Die Zulassung zur Prüfung erfolgt per Bescheid durch das LPA in Düsseldorf. Sie kann nur erfolgen, wenn bei Ihnen Ausbildungsdefizite festgestellt wurden bzw. Sie auf eine gutachterliche Überprüfung Ihres Studienabschlusses verzichtet haben und Sie die Prüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben.

    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin kann insgesamt zweimal wiederholt werden”

    Quelle: LPA Düsseldorf

    Ich bewundere und bedaure die Mediziner, die oft optimistisch und sehr gut vorbereitet in eine Kenntnisprüfung gehen und dann “am Boden zerstört” mit einem vernichtenden Prüfungsergebnis nach Hause gehen. Es darf Ihnen versichert werden, dass es in den meisten Fällen nicht an Ihrer Ausbildung gelegen hat. Anerkannte promovierte Spezialisten, die in ihrem Heimatland die Abschlüsse mit Auszeichnung bestanden haben und über eine mehrjährige fundierte Berufserfahrung verfügen scheitern hier wegen eines “sprachlichen Defizits” weil sie z.B. bei einem Unfallopfer im Bericht nicht den Unterschied zwischen einem Motorroller und einem Motorrad erklären können.

    Das kann es doch nicht sein.  Was hat das überhaupt noch mit medizinischen Kenntnissen zu tun ?

    Regelmäßig gibt es den Foren die Hinweise, dass die Kenntnisprüfungen doch ganz einfach seien und man sich nicht durch negative Berichte entmutigen lassen soll. Das kann ganz sicher temporär auf einige Prüfungsorte zutreffen und vor einigen Jahren noch wesentlich einfacher gewesen sein. Allerdings sind die Maßstäbe überall strenger geworden. Hinzu kommt, dass man in einigen Bundesländern inzwischen mehrere Monate auf einen weiteren Termin wartet.

    Die Approbationsbehörden tauschen sich inzwischen länderübergreifend aus, um den Approbationstourismus einzudämmen.

    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist für Humanmediziner FINITO  =  Schluss !

    Faszinierend  auch der Ansatz vieler Mediziner:  Ich probiere es einfach erst einmal und kann ja immer noch wiederholen.
    Liebe Doktoren,
    ihr könnt noch so gut sein und eine excellente Prädikatsausbildung haben; wenn Sie an den falschen Prüfer geraten, nützt Ihnen das überhaupt nichts. In vielen Fällen wird dann leider zu spät nach dem ersten Nichtbestehen doch vorsichtshalber ein Rechtsanwalt (Ich kann Ihnen Fachanwälte vermitteln) aufgesucht und es beginnt schnell ein mehrjähriges Verwaltungsverfahren.

    Jetzt gibt es zudem leider oft ein deutliches Problem
    Die Verwaltungsbehörde begründen (in einem oft folgenden Verwaltungsverfahren vor dem Verwaltungsgericht) gegenüber dem Gericht die Ablehnung der Approbation stets auch damit, dass Sie ja bereits eine oder zwei Kenntnisprüfungen nicht bestanden haben. Hierbei spielt es keine Rolle, woran es gelegen hat.   Dadurch haben Sie dann deutlich schlechtere Karten vor dem Verwaltungsgericht, weil die Behörde ja den Beweis hat und begründet, dass Sie keine gleichwertige Ausbildung haben.


    Sie sollten stets ALLES versuchen, eine Kenntnisprüfung zu vermeiden.


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