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FSP Medizin Dresden Sachsen 21.10.2019

Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin.
Nochmals Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details .
Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.

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Heute habe ich die Fachsprachenprüfung in Dresden abgelegt und bestanden.

Meine Kommission war SEHR nett (2 Männer, 1 Frau), der Patient hat sehr deutlich gesprochen.
Es geht wirklich nur um die Sprache. Wenn man gut Deutsch verstehen und sprechen kann, muss man sich keine Sorgen machen.


Arzt-Arzt Gespräch: Ich habe die Vorstellung ohne Unterbrechung gemacht.
Fragen:
- Wie viele Kinder hat der Patient?
- VD? DD? Und warum?
- Diagnostik?
- Zwischen U. duodeni und ventriculi, welche ist die häufigste? Duodeni.

Mein Fall:
Herr Geiszner ist ein 47-jähriger Patient, der sich bei uns wegen seit 2 Tagen auftretender, progredienter, krampfartiger Oberbauchschmerzen ohne Ausstrahlung vorstellte. Die Schmerzen seien nach dem Essen aufgetreten und würden bei 8/10 auf der Schmerzskala liegen. Die Schmerzen seien beim Einatmen schlimmer geworden. Die Fragen nach Fieber, Ikterus, Nausea, Emesis, Akolie und Kolurie wurden verneint.

Die vegetative Anamnese ist unauffällig bis auf Obstipation.

An Vorerkrankungen leide Herr G. an Diskus Prolaps (seit 7 Jahren), aHT und Hypercholesterinämie seit 5 Jahren.

Der Patient nehme Simvastatin 0-0-1, Enalapril 1-0-0 und HTZ 1-0-0 ein.

Allergien
Pollinose (Pruritus, Dyspnoe)

Noxen
Nikotin- und Drogenabusus: verneint
Alkohol: gelegentlich (Wein)
Sports: Fußball mit seinen Kindern

FA
Mutter: aHT, DM. Mit 90 LJ verstorben
Vater: 87 LJ. Hodenkarzinom. Schon operiert und mit Chemotherapie.
1 Bruder: gesund
2 Kinder: gesund

SA
Personalleiter in einer Textil-Firma
Verheiratet. Wohne mit Ehefrau und Kinder zusammen.
Viel Stress bei der Arbeit.

VD:
Ich habe die VD Cholezystitis gestellt (Trotz keines Fieber), weil er die Schmerzen beim Einatmen als das Murphy-Zeichen beschrieben hat. (Sie waren zufrieden)

DD:
Cholelithiasis, Ulkus ventriculi bzw. duodeni, Pankreatitis, Myokardinfarkt.

Maßnahmen:
- Körperliche Untersuchung
- Labor
- EKG
- Abdomen-Sonografie
- ggf. Ösophagusgastroduodenoskopie
- ggf. ERCP

Therapie:
- laparoskopische Cholezystektomie


An die Begriffe kann ich nicht gut erinnern aber sie waren einfach.
Hypoxämie, Apoplex, subkutan, usw.

Ich wünsche euch viel Erfolg!

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- Welches  Bundesland ist das beste für mich ?  (Kann man nie sagen)
- Wie lange dauert es bis zur FSP oder KP ?  (Die Terminvergabe und die Wartezeit verändert sich ständig und kann zwischen 3 und 12 Monaten liegen)






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BVFS Sachverständiger Willhem Gerner

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Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen und FSP Fachsprachprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.


Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über alle Details ihrer Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige Teilnehmer durchfallen.
Sicherlich kann man die FSP beliebig oft wiederholen, wobei es allerdings in einigen Bundesländern bereits monatelange Warteschlagen gibt.

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei SEHR OFT auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei sind doch eigentlich der Ablauf und die Inhalte genau geregelt


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.


(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

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