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KP Mannheim 6.3.2018

KP Medizin bestanden

Bericht über eine erfolgreich abgelegte Kennnisprüfung Medizin in Mannheim im März 2016.
Detaillierter Bericht. Danke an den Doktor und Glückwunsch zur Prüfung.

So einfach finden Sie weitere Prüfungsberichte und Protokolle

Die Suche ist ganz einfach

Ich habe ein kurzes Video zu Ihrer Information zusammengestellt und beschreibe Ihnen, wie Sie die aktuellen Ergebnisprotokolle und Berichte über FSP Fachsprachprüfungen und Kenntnisprüfungen von verschiedenen Prüfungsorten und Bundesländern finden. Dieses Archiv wird ständig ergänzt.

Sie finden das Video hier. Klicken Sie bitte  -->   https://youtu.be/Ewb-iIcKh-I
Über ein LIKE bei YOUTUBE würde ich mich sehr freuen.  Danke

 

KP Medizin bestanden

Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Kenntnisprüfung Humanmedizin


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Protokoll einer Kenntnisprüfung

Erfahrungen Kenntnisprüfung Humanmedizin in Mannheim am 6.3.2018


 

Komission:
Professor Singer (Innere Medizin);
Frau Dr. Nicholle Geiger (Chirurgie)
und ein Radiologe.


Erste Teil:
Patient mit starker Links Unterbauchschmerz. Ich habe die übliche anamnestische Fragen gestellt dann hat er erzählt, dass er schon vor 4 Jahren eine Darmspiegelung gehabt hat und dabei gab es eine Ausstülpung. Danach muss man den Patienten körperlich untersuchen: Abdomen+++ und Blutdruckmessung (in beide Armen nach Hände und Stethoskop Desinfektion) und wenn es noch Zeit gibt dann andere Untersuchungen durchführen.

Arztbrief:
1 Stunde den Brief zu schreiben, in der Bibliothek, mit Internet.

Zweite Teil:
Patientvorstellung, die Fragen waren:
warum misst man den Blutdruck in beiden Armen?
Welche Krankheiten verursachen einen Unterschied zwischen links und rechts Blutdruck?
Kennen Sie Still Syndrome?
Können Sie es beschreiben? -> keine Ahnung, aber ich habe erzählt das es ein Problem bei der Arteria subklavia gibt (Verengung), weil er schon mir geholfen hat.

Dann: untersuchen Sie bitte das Abdomen.
Wie untersucht man die Leber?
Frau Geiger hat dann gefragt:
wir kann mann die Leber mit der Palpation untersuchen? -> die Leber ist nicht tastbar.
Ja aber was kann der Patient machen um Ihnen zu helfen? -> er kann tief einatmen damit geht der Zwerchfell unten und daher geht die Leber auch unten und man kann dann sie tasten.

Dann Pulse untersuchen.


Mündliche Prüfung:  Frau Geiger: eine angenehme nette Frau, die Fragen scheinen vielleicht schwer aber sie erwartet einfache Antworte.


1-Welche Untersuchungen muss man vor einer OP durchführen? => Anamnese, KU, Laboruntersuchung: kleines Blutbild, Quick, INR, PTT, Creatinine, Harnstoff, Elektrolyten (Kalium und Natrium). Welches bildgebende Untersuchung noch? => Röntgen Thorax.
2-Beschreiben Sie bitte die laparoskopische Cholezystektomie. => erzählt. An was denken Sie, wenn der Patient danach Fieber hat? => an postoperative Peritonitis. Wie ensteht sie? => bei gangränoser Cholezystitis zB. Was noch? => iatrogene durch Hohlorganperforation.
3-Nach der OP, wie evaluieren Sie Ihren Patienten? => Temperatur, Haut (Blässe?), Abdomen Untersuchung, Schmerzen. Ok, und welche Medikamente geben Sie Ihn? => Analgetika, Antibiotika. Was noch? => NMH. Kennen Sie ein Beispiel? => Enoxaparin. Warum geben Sie dieses Medikament? => um thromboembolische Komplikationen zu vermeiden. Und welche andere Methoden gibt es um diese zu vermeiden? => der Patient sollte sich früh nach der OP bewegen. Was noch? => Anti-Thrombose Strümpfe. Ab wann kann der Patient essen, wenn die OP wurde um 10Uhr durchgeführt? => ab 20Uhr wenn es keine Komplikationen gibt.
4- Der Patient ist jetzt blass und Ihm ist es schwindelig, was machen Sie? => Ich wurde den Patienten körperlich untersuchen. Welche Untersuchung genau? => Herzfrequenz und Blutdruck. Dann was machen Sie? => Abdomen Untersuchung. Dann welches bildgebendes Verfahren? => Abdomen Sonographie. Wenn Sie Blut finden was machen Sie dann? => sofortiger OP.


Sie war mit alle Antworten zufrieden, obwohl Sie mir nicht genug Zeit gegeben hat, um alles selbst zu erzählen.
Sie möchtet einfache kleine Antworten hören deswegen hat sie Zeit viele Fragen zu stellen.


Der Radiologe (ich kenne seinen Name nicht): sehr netter ruhiger man, stellt deutliche Fragen.

1- Sie haben einen Patient, der gerade einen Unfall gehabt hat und sein Kopf verletzt hat, welche Fragen stellen Sie?
=> Unfallmechanismus und Bewusstseinverlust?
Was noch? => ich wusste nicht.
Er hat mir geholfen (bei älteren Patienten…):
Antikoagulant Einnahme.
Danach was machen Sie in der Notaufnahme?
=> kurze Anamnese und dann gleichzeitig Vitalparameter anschauen und den Patienten neurologisch evaluieren.
Wie machen Sie das?
=> Orientierung zum Ort, Zeit und Person und Glasgow Score rechnen.
Was beurteilen Sie bei Glasgow score?
=> verbale Antwort, visuelle Antwort und motorische Antwort.
Danach was untersuchen Sie?
=> ich führe eine neurologische Untersuchung durch.

2- Was machen Sie jetzt? => wenn der Patient stabil ist, führe ich ein Schädel-CT durch. Wenn der Patient sein Bewusstsein nicht verloren hat und die neurologische Untersuchung bei Ihm unauffällig ist, machen Sie trotzdem das CT? => ich warte aber halte den Patient bei mir in der Notaufnahme für 2 bis 24 Stunden.

3- Dann hat er mir mit dem Computer ein Schädel-CT gezeigt:
interpretieren Sie dieses Bild.
=> das ist ein Schädel-CT, das eine Blutung zeigt, die die forme einer Linse hat.
Das ist typisch für ein extradurales Hämatom (ich glaube das richtiges Wort ist Epidurales Hämatom). Es gibt auch eine Verschiebung des Hirngewebes nach links und wir können nicht die Ventrikeln anschauen.

4- Welche andere Blutungen-Typen im Hirn gibt es?
=> sub-durales Hämatom bei älteren Patienten nach einem kleinen Trauma, intra-zerebrale Blutung.
Was noch? Ich habe auf französisch geantwortet und er hat ein bisschen Anatomie erzählt danach könnte ich sagen: subarachnoidalblutung.


Professor Singer:
1- Was ist den Unterscheid zwischen obere und untere gastrointestinale Blutung?
=> über und unter die Flexura duodenojejunalis.

2- Welche Symptome können bei oberer gastrointestinaler Blutung auftreten?
=> Hematemese und Melena

3- Wie entsteht Melena?
=> verdautes Blut. Wie genau? => durch Enzyme.
Nein, im Magen => Magensäure.
Wie wirkt Magensäure über Hämoglobin?
=> er verwandelt die Oxyhämoglobin in Desoxyhämoglobin.

4- Welche andere Krankheiten verursachen Melena?
=> Ulkus, Gastritis, Karzinome, Tumor der Ampula Vateri.
Was noch? => ich weiß nicht.
Etwas wie eine Ausstülpung
=> Meckel Divetickel. Wo befindet sich der Meckel Divertickel?
=> entweder im Ileum oder im Jejunum.
Wie verursacht er Melena? => ich weiß nicht.
Dann hat er erzählt, dass es eine Magenschleimhaut in diesem Divertickel gibt, die Säure produziert und das Blut verdaut.
Welche Zellen dann gibt es in diesem Divetickel?
=> Belegzellen.

5- Leberzirrhose mit Aszites, der Patient hat eine Hyponaträmie, geben Sie Ihn NaCl?
=> nein. Warum? => weil es wahrscheinlich um eine falsche Hyponaträmie wegen der Hämodilution geht.
Und was ist genau passiert?
=> sekundäres Hyperaldosteronismus, das zu Reabsorption des Natriums und Ausscheidung des Kaliums füht.
Ok dann was gibt es wirklich im Blut?
=> einen vermehrten Natriummenge, der verdünnt ist deswegen müssen wir die korrigierte Natriämie rechnen.

6- Ist die Sterbhilfe in Deutschland legal?
=> ich weiß es ist in der Schweiz legal aber hier ich glaube nicht. Doch!
Dann haben die drei Prüfer mir darüber erzählt: wie macht man das hier usw…

7- Was ist palliative Medizin und warum machen wir das und welche Methoden gibt es?
=> Behandlung einer entwickelter maligne Erkrankung um das Leben des Patienten zu verbessern und zwar durch Schmerz Verminderung oder funktionelle Behandlung.
Warum ist es wichtig für uns als Ärzte?
=> weil wir als Ärzte den Patienten erleichtern müssen, eben wenn er sterben wird, müssen wir das Prozess leicht für Ihn machen.


Die Prüfung war einfach, wir waren zu vierten und hatten keine Ahnung über Radiologie in der Komission aber haben alle bestanden. Die Prüfer helfen dir, wenn sie das Gefühl haben, dass du die Antwort nicht kennt. Wenn mann nicht antworten kann manchmal stellen sie andere Fragen oder versuchen dir irgendwie Zeichen zu geben damit findest du die richtige Antwort. Professor Singer stellt immer schwierige Fragen, aber wollte nur wissen, wie du denkst, eben wenn die Antwort nicht richtig ist. Meine Kollegen wurden über Diabetes Melitus, Ikterus, Pneumothorax mit Röntgen, Aortenaneurysma mit CT, Hohlorganperforation mit Röntgen, Ulkus Krankheit mit Therapie, pAVK… gefragt.


Bücher: Herold 2017, 50 Fälle und am Ende ein Bisschen Amboss. Zwei Monaten sind genug glaube ich.

Viel viel Erfolg 🍀🍀

 

Extrem hohe Durchfallquote

Zum Schluss eine Feststellung von mir


Die Kenntnisprüfung Humanmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es speziell in einigen Bundesländern eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen. Hierbei stellt sich oft deutlich heraus, dass es deutlich einfacher ist, wenn nicht ständig die gleichen Prüfer genommen werden. Unvoreingenommene erstmals oder gelegentlich eingesetzte Prüfer sind oft hilfsbereiter und kollegialer eingestellt und unterstützen die Kollegen.

Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Medizinexamen nicht besteht.

Ich verfolge seit längerer Zeit die Publikationen und die Suche der Ärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass leider einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für "hohe Durchfallquoten" bekannt und gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen.

Es sei Ihnen versichert, es kommt nicht unbedingt auf Ihre Fachkenntnisse an. Leider spielen in vielen Fällen andere Faktoren eine Rolle. Wie ist der Prüfer drauf, welche Laune hat er ? Mag er Sie oder missfällt ihm bereits Ihr selbstbewusstes Auftreten, Ihre Kleidung oder sonst etwas ? Weshalb bestehen andere neben Ihnen die Prüfung, die oft deutlich weniger Deutsch sprechen und/oder deshalb leichtere Fragen erhalten ?

Leider sind auch die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen mangels fehlender Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrent

Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrenzt


Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist die Laufbahn des Mediziners in den meisten Fällen in Deutschland beendet.

"Die Zulassung zur Prüfung erfolgt per Bescheid durch das LPA in Düsseldorf. Sie kann nur erfolgen, wenn bei Ihnen Ausbildungsdefizite festgestellt wurden bzw. Sie auf eine gutachterliche Überprüfung Ihres Studienabschlusses verzichtet haben und Sie die Prüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben.

Die Kenntnisprüfung Humanmedizin kann insgesamt zweimal wiederholt werden"

Quelle: LPA Düsseldorf

Ich bewundere und bedaure die Mediziner, die oft optimistisch und sehr gut vorbereitet in eine Kenntnisprüfung gehen und dann "am Boden zerstört" mit einem vernichtenden Prüfungsergebnis nach Hause gehen. Es darf Ihnen versichert werden, dass es in den meisten Fällen nicht an Ihrer Ausbildung gelegen hat. Anerkannte promovierte Spezialisten, die in ihrem Heimatland die Abschlüsse mit Auszeichnung bestanden haben und über eine mehrjährige fundierte Berufserfahrung verfügen scheitern hier wegen eines "sprachlichen Defizits" weil sie z.B. bei einem Unfallopfer im Bericht nicht den Unterschied zwischen einem Motorroller und einem Motorrad erklären können.

Das kann es doch nicht sein.  Was hat das überhaupt noch mit medizinischen Kenntnissen zu tun ?

Regelmäßig gibt es den Foren die Hinweise, dass die Kenntnisprüfungen doch ganz einfach seien und man sich nicht durch negative Berichte entmutigen lassen soll. Das kann ganz sicher temporär auf einige Prüfungsorte zutreffen und vor einigen Jahren noch wesentlich einfacher gewesen sein. Allerdings sind die Maßstäbe überall strenger geworden. Hinzu kommt, dass man in einigen Bundesländern inzwischen mehrere Monate auf einen weiteren Termin wartet.

Die Approbationsbehörden tauschen sich inzwischen länderübergreifend aus, um den Approbationstourismus einzudämmen.

Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist für Humanmediziner FINITO  =  Schluss !

Faszinierend  auch der Ansatz vieler Mediziner:  Ich probiere es einfach erst einmal und kann ja immer noch wiederholen.
Liebe Doktoren,
ihr könnt noch so gut sein und eine excellente Prädikatsausbildung haben; wenn Sie an den falschen Prüfer geraten, nützt Ihnen das überhaupt nichts. In vielen Fällen wird dann leider zu spät nach dem ersten Nichtbestehen doch vorsichtshalber ein Rechtsanwalt (Ich kann Ihnen Fachanwälte vermitteln) aufgesucht und es beginnt schnell ein mehrjähriges Verwaltungsverfahren.

Jetzt gibt es zudem leider oft ein deutliches Problem
Die Verwaltungsbehörde begründen (in einem oft folgenden Verwaltungsverfahren vor dem Verwaltungsgericht) gegenüber dem Gericht die Ablehnung der Approbation stets auch damit, dass Sie ja bereits eine oder zwei Kenntnisprüfungen nicht bestanden haben. Hierbei spielt es keine Rolle, woran es gelegen hat.   Dadurch haben Sie dann deutlich schlechtere Karten vor dem Verwaltungsgericht, weil die Behörde ja den Beweis hat und begründet, dass Sie keine gleichwertige Ausbildung haben.


Sie sollten stets ALLES versuchen, eine Kenntnisprüfung zu vermeiden.


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Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.

Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige durchfallen.

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