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KP Medizin Münster-Warendorf NRW 17.6.2020 3/3

KP Medizin bestanden

Kenntnisprüfung am 17.06.2020 in Warendorf, 3/3 Bestanden

Prüfungskommission
Dr. Grude (Innere-Kardiologe des Joseph Krankenhauses)
Dr. Roos (Radiologie/Chirurgie),
Dr. Kirchhefer (Pharmakologie)

ungewöhnlich detaillierter Bericht über eine erfolgreich abgelegte Kennnisprüfung Medizin.
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Erfahrungen Kenntnisprüfung Humanmedizin


Kenntnisprüfung am 17.06.2020 in Warendorf, 3/3 Bestanden

Prüfungskommission
Dr. Grude (Innere-Kardiologe des Joseph Krankenhauses)
Dr. Roos (Radiologie/Chirurgie),
Dr. Kirchhefer (Pharmakologie)

 

Praktischer Teil am Morgen 10:15-12:00

Dr. Grude hat am Morgen uns die Patienten verteilt und 2-3 Fragen über Untersuchungsbefunde gestellt.
Alle Formulare waren vorbereitet. Anamnesebogen, Untersuchungsbefunde Kasten usw.
Also war dieser Teil ganz einfach. Er wollte z.B bei mir nur Lungenuntersuchung sehen. Und fragte nach Pneumothorax und Pneumonie Befunden.


Mündlicher Teil am Nachmittag 14:00-18:00

Erster Prüfling:

Innere:


Eine 37-jährige Frau mit akut einsetzender Luftnot. Was wäre Ihr diagnostischer und therapeutischer Ansatz? (Anamnese, körperliche Untersuchung, Labor, Bildgebung und Therapie für alle Diagnosen. Pneumothorax, Pneumonie, Lungenembolie kamen in Frage)

Chirurgie/Radiologie/Strahlenschutz:

  • Sie wurden als Notarzt gerufen. Es gibt eine Patientin mit Geschwollenem Fuß. Was wäre Ihr erster Ansatz? (Sie sollen als Notarzt reponieren. Warum? Es war nicht so lange gedauert, weil er nicht gekriegt hat, was er hören wollte.)
  • Als Alternative wollte er von Bandscheibenvorfall hören. (Was sind Annulus Fibrosus, Nucleus Pulposus? Unterschied zwischen Prolapsus und Protrusion. Wann ist Annulus Fibrosus gerissen, was passiert klinisch? Mit welchen klinischen Testen evaluieren wir die Symptome? Welche Disken am häufigsten betroffen? Wo endet das Rückenmark? Was sind die operative Therapie Indikationen? (Conus medullaris, Cauda Equina, Conus und Cauda Syndromen wollte er hören) Was wäre auch hilfreich als Therapie Option? (Periradikuläre Therapie wollte er hören.)
  • Sie sehen in Röntgen-Thorax Lungenkavernen. Was kann dieses Bild verursachen? (Tuberkulose, Plattenepithelkarzinom, Morbus Wegener...)
  • Was ist Rechtfertigende Indikation in Strahlenschutz? Erklären Sie bitte ein bisschen.

Ich will hier etwas erwähnen:
Dr. Roos fragt ja viel und meistens ist er nicht zufrieden. Aber die obengenannten Themen sind in Prüfungsatmosphäre nicht völlig korrekt zu erklären. Also hat er diese Sachen ja gefragt aber der Prüfling hat z.B 15-20% richtig geantwortet. Außerdem gibt er immer eine zweite Chance, wenn es mit dem ersten Fall nicht geklappt hat. Also bitte keine große Angst.

Pharmakologie/Rechtsmedizin:

  • Was ist Zytokinsturm? (er hat am Anfang als medizinischer Fall angegeben aber ich erinnere mich daran nicht mehr.) Was kann das verursachen? (Immunsuppression, die Steroide (Glukokortikoide, mineralokortikoide und antiphilogistische Wirkungen. Was ist das Prinzip/Vorteil der Glukokortikoid Stoßtherapie?
  • Inhalation- und Injektionsnarkotika, Lachgas, warum ist es gut steuerbar, aber worin liegt der Nachteil? (Verteilungskoeffizient usw.)
  • Patientenrechtsgesetz

Zweiter Prüfling:

Innere:
Ein Patient mit akutem Nierenversagen. (Ich erinnere den Fall wieder leider nicht) Akutes Nierenversagen, Stadien, Parameter, Anamnese, Diagnostik. Dann von hier kam er zu Hyperkaliämie. Kardiale Risiken. Macht Hyperkaliämie eher Brady oder Tachykardie? (Bradykardie) Therapeutische Optionen von Hyperkaliämie (z.B hat er von Schema der Insulin + Glukose Infusion gefragt aber nur als Bonusfrage, er war zufrieden mit den Antworten)

Chirurgie/Radiologie/Strahlenschutz: 

  • Ein Patient mit einer zunehmenden, unerträglichen schmerzhaften Schwellung des linken Beines, die sich innerhalb weniger Stunden entwickelt habe. Bei der klinischen Untersuchung fällt Ihnen ein stark geschwollenes linkes Bein mit livider Verfärbung auf. Die Fußpulse sind nicht tastbar. Was kann dieses Bild verursachen?

Er erwartete Phlegmasia Coerulea Dolens. Warum ist das so lebensbedrohlich? Was muss man sich vornehmen? (Kompartmentsynndrom Pathophysiologie, Was macht Myoglobin den Nieren? Wie therapieen Sie Kompartmentsyndrom?) Was sind die therapeutischen Maßnahmen in Phlegmasia Coerulea dolens?

  • Eine Patientin mit heftigen Bauchschmerzen mit Resistenz.....Warum ist die digital-rektale Untersuchung in Appendizitis sehr wichtig? (Weil Douglas ein direkter Recessus vom Peritoneum ist)
  • Wie können sie in Röntgen-Thorax zwischen Atelektase und Pneumonie entscheiden? Wie nutzt man Ultraschall in Pneumonie Diagnostik?
  • Wie kann man mittels Röntgen-Thorax die Pulmonalhypertonie im Frühstadium erkennen?
  • Was bedeutet noch Mal die rechtfertigende Indikation in Strahlenschutz?

Pharmakologie/Rechtsmedizin:

  • Was sind die Arten von Antimykotika, Wirkungsmechanismen, Nebenwirkungen. Danach von Azolen kam er zu CYP450. Welche Interaktionen und therapeutische Konsequenzen? (Wechselwirkungen mit Marcumar usw.)
  • Blitzschlag, was sind die Stadien von Verletzung, was muss man tun?
  • Patientenrechtsgesetzt noch mal

Dritter Prüfling:

Innere:
Ein 80-jähriger Patient mit in der letzten 5-6 Wochen verminderten Belastbarkeit und Leistungsschwäche bei bekannter Chronischen Niereninsuffizienz. Was kann die Ursachen dafür sein?

Renale Anämie, renokardiales Syndromà Er hat dann EKG gegeben und es war VHF. So ist es eine Folge von chronischer NI, die wiederum wegen arterieller Hypertonie die Hämodynamik des Herzens stört. Dann fragte er nach Therapie von VHF. (Frequenz- und Rhythmuskontrolle, Antikoagulation.)

Chirurgie/Radiologie/Strahlenschutz:

  • Wie ist die Klinik? Was kann man sehen? Was ist speziell? (Ich denke er wollte von Trizepssehnenruptur und Streckhemmung hören)
  • Eine 35-jährige Patientin mit heftiger Hämatemesis, die mit endoskopischen Maßnahmen nicht gestillt werden konnte. Was muss man tun? (TIPS-Anlage. Wie kann man einlegen? Wo wird die Pfortader gestochen? (Intrahepatisch, nicht in Leberpforte!!!) Was sind die Komplikationen? (Verletzung von Leberkapsel und folgende retroperitoneale Blutung, Fistelbildung und konsequente Hämobilie)
  • Wie kann man eine Myokarditis durch Bildgebung diagnostizieren? (Kardio-MRT mit Kontrastmittel. Warum mit Kontrastmittel? Weil ein Ödem vorliegt. T2- Gewichtung, und Late-Enhancement sind vorteilhaft. Und es ist auch gut, dass man auf eine Biopsieentnahme verzichten kann.
  • Wie kann man die Strahlenbelastung vermindern in Röntgen? (Hartstrahltechnik. Warum? Weil in höher Spannung Absorption von Strahlen sich verringert)

Pharmakologie/Rechtsmedizin:

  • Was sind die Symptomen mit Crystal Meth Intox? Welche Mechanismen? Was muss man als Arzt sich vornehmen? Was ist der Unterschied zwischen Metamphetamin und Amphetamin? (Lipophilie)
  • Was ist das gemeinsame Wirkungsprinzip von DMARDs in rheumatoider Arthritis? Wie wirkt MTX in kleiner und hoher Dosis?
  • Was wissen Sie über das Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen? (Keine Antwort J)

Die Prüfungsatmosphäre am Nachmittag war gespannt.

Aber die Prüfer wollen sehen, dass man analytisch denken kann. Also,  Innere und Chirurgie sind wichtig.
Meiner Meinung nach fragt Herr Dr. Kirchhefer ungewöhnliche Sachen aber er beobachtet die Antworten von Innere und Chirurgie.
Und Herr Dr. Roos fragt viel auch aber die Protokolle sind genug und es ist genug auch z.B zu wissen die Durchführung von Interventionen. (TAVI, TIPS, usw. Ganz Grob aber konkret)

Wir waren zu Dritt und alle haben bestanden. Aber wirklich pauschal wären wir besonders bei Kirchhefer gescheitert.
Aber wie gesagt Innere und Chirurgie waren machbar.

Dr. Grude war besonders sehr sehr nett und ganz hilfreich, das muss ich sage.

Ich habe Fallbücher von Innere und Chirurgie und Last Minute Pharma gelesen. Amboss und MEX habe ich auch benutzt. Aber ich empfehle MEX komplett zu lesen als Basis. Für Radiologie und Strahlenschutz Internet, Last Minute Bildgebende habe ich benutzt, aber ich kann nicht sagen, dass man unbedingt so machen muss. 

Viel Erfolg

 

 

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Extrem hohe Durchfallquote

Zum Schluss eine Feststellung von mir


Die Kenntnisprüfung Humanmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es speziell in einigen Bundesländern eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen. Hierbei stellt sich oft deutlich heraus, dass es deutlich einfacher ist, wenn nicht ständig die gleichen Prüfer genommen werden. Unvoreingenommene erstmals oder gelegentlich eingesetzte Prüfer sind oft hilfsbereiter und kollegialer eingestellt und unterstützen die Kollegen.

Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Medizinexamen nicht besteht.

Ich verfolge seit längerer Zeit die Publikationen und die Suche der Ärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass leider einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für "hohe Durchfallquoten" bekannt und gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen.

Es sei Ihnen versichert, es kommt nicht unbedingt auf Ihre Fachkenntnisse an. Leider spielen in vielen Fällen andere Faktoren eine Rolle. Wie ist der Prüfer drauf, welche Laune hat er ? Mag er Sie oder missfällt ihm bereits Ihr selbstbewusstes Auftreten, Ihre Kleidung oder sonst etwas ? Weshalb bestehen andere neben Ihnen die Prüfung, die oft deutlich weniger Deutsch sprechen und/oder deshalb leichtere Fragen erhalten ?

Leider sind auch die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen mangels fehlender Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrent

Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrenzt


Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist die Laufbahn des Mediziners in den meisten Fällen in Deutschland beendet.

"Die Zulassung zur Prüfung erfolgt per Bescheid durch das LPA in Düsseldorf. Sie kann nur erfolgen, wenn bei Ihnen Ausbildungsdefizite festgestellt wurden bzw. Sie auf eine gutachterliche Überprüfung Ihres Studienabschlusses verzichtet haben und Sie die Prüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben.

Die Kenntnisprüfung Humanmedizin kann insgesamt zweimal wiederholt werden"

Quelle: LPA Düsseldorf

Ich bewundere und bedaure die Mediziner, die oft optimistisch und sehr gut vorbereitet in eine Kenntnisprüfung gehen und dann "am Boden zerstört" mit einem vernichtenden Prüfungsergebnis nach Hause gehen. Es darf Ihnen versichert werden, dass es in den meisten Fällen nicht an Ihrer Ausbildung gelegen hat. Anerkannte promovierte Spezialisten, die in ihrem Heimatland die Abschlüsse mit Auszeichnung bestanden haben und über eine mehrjährige fundierte Berufserfahrung verfügen scheitern hier wegen eines "sprachlichen Defizits" weil sie z.B. bei einem Unfallopfer im Bericht nicht den Unterschied zwischen einem Motorroller und einem Motorrad erklären können.

Das kann es doch nicht sein.  Was hat das überhaupt noch mit medizinischen Kenntnissen zu tun ?

Regelmäßig gibt es den Foren die Hinweise, dass die Kenntnisprüfungen doch ganz einfach seien und man sich nicht durch negative Berichte entmutigen lassen soll. Das kann ganz sicher temporär auf einige Prüfungsorte zutreffen und vor einigen Jahren noch wesentlich einfacher gewesen sein. Allerdings sind die Maßstäbe überall strenger geworden. Hinzu kommt, dass man in einigen Bundesländern inzwischen mehrere Monate auf einen weiteren Termin wartet.

Die Approbationsbehörden tauschen sich inzwischen länderübergreifend aus, um den Approbationstourismus einzudämmen.

Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist für Humanmediziner FINITO  =  Schluss !

Faszinierend  auch der Ansatz vieler Mediziner:  Ich probiere es einfach erst einmal und kann ja immer noch wiederholen.
Liebe Doktoren,
ihr könnt noch so gut sein und eine excellente Prädikatsausbildung haben; wenn Sie an den falschen Prüfer geraten, nützt Ihnen das überhaupt nichts. In vielen Fällen wird dann leider zu spät nach dem ersten Nichtbestehen doch vorsichtshalber ein Rechtsanwalt (Ich kann Ihnen Fachanwälte vermitteln) aufgesucht und es beginnt schnell ein mehrjähriges Verwaltungsverfahren.

Jetzt gibt es zudem leider oft ein deutliches Problem
Die Verwaltungsbehörde begründen (in einem oft folgenden Verwaltungsverfahren vor dem Verwaltungsgericht) gegenüber dem Gericht die Ablehnung der Approbation stets auch damit, dass Sie ja bereits eine oder zwei Kenntnisprüfungen nicht bestanden haben. Hierbei spielt es keine Rolle, woran es gelegen hat.   Dadurch haben Sie dann deutlich schlechtere Karten vor dem Verwaltungsgericht, weil die Behörde ja den Beweis hat und begründet, dass Sie keine gleichwertige Ausbildung haben.


Sie sollten stets ALLES versuchen, eine Kenntnisprüfung zu vermeiden.


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