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FSP München 28.02.2018

 

Bericht über eine erfolgreich abgelegte FSP Fachsprachprüfung Medizin in München.
Danke an den Doktor für die Details.

Prüfungsberichte und Protokolle --> nach Videostart auf YOUTUBE klicken

Die Suche ist ganz einfach

Ich habe ein kleines Video zu Ihrer Information zusammengestellt und beschreibe Ihnen, wie Sie die aktuellen Ergebnisprotokolle und Berichte über FSP Fachsprachprüfungen und Kenntnisprüfungen von verschiedenen Prüfungsorten und Bundesländern finden. Dieses Archiv wird ständig ergänzt.

Sie finden das Video hier. Klicken Sie bitte auf   https://youtu.be/Ewb-iIcKh-I
Über ein LIKE bei YOUTUBE würde ich mich sehr freuen.  Danke

 

FSP Medizin in München bestanden

Danke an den Doktor für diesen detaillierten ehrlichen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin in München.
Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details.
Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.


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Protokoll einer erfolgreichen Fachsprachprüfung

Heute habe ich die FSP in München bestanden, mein Fall war Fahrradunfall.


Herr Jörk Thomas (37 J) Heute Nacht (auf den Bordstein) auf die linke Körperseite und dem Kopf gefallen.
Er hat wegen einer Kurve sehr stark gebremst.
Er konnte sich nicht gut an dem Unfall erinnern.
(Amnesie/Gedächtnislücken), deshalb konnte er nicht genau über Bewusstseinsverlust berichten.


Begleitsymptome:
Übelkeit,
einmaliges Erbrechen

Schmerzen im rechten Schultergelenk, rechten Oberarm, Kopf und Bauch (überall im Bauch, diffuse)
Schürfwunde:
Hinterkopf, rechten Ohr, rechten Oberarm

Bluterguss im rechten Oberarm
Schultergelenk:
Schmerzen im Verlauf zugenommen und die Beweglichkeit ist eingeschränkt.

Vegetative anamnese:
Verstopfung


Vorerkrakungen:
Hypothyreose L-tyroxin 75mcg
Ohrgangekzem Kortison Ohrentropfen bei bedarf
Muskelkrämpfe Magnesium Tabletten bei bedarf (mit Obstipation auch helfen)


OP: Vorhautverengung in dem 8.LJ
stationär:
Nierenbeckenentzündung vor 8 Jahren und Atemnot nach einem Bienenstich vor 5 Jahren


Allergien:
braunes Pflaster (gerötete Haut, etwas anderes) und Bienenstich (Atemnot)

Noxen:
Alkohol selten,
Nichtraucher,
Mariahuana gelegentlich (bei Partys)

Sozialanamnese:
studiere Erziehungswissenschaft, ledig und wohne in einer WG


Familienanamnese
Vater: KHK, Bypass 57.LJ mit Komplikation: Osteomielitis (nach der Operation habe er Eiter von dem Brustbein bekommen)
Mutter: Gesichtsfeldausfall (skotom), Psychosomatik
Schwester: Panikattacken


Die erste Teil war sehr direkt, der Prüfer hat mich genau antworten, was ich gefragt habe, und er hat auch etwas anderes hinzugefügt.
Manchmal spricht er schnell. Aber ich habe nur das Wort “Bordstein” auf Deutsch nicht gewusst und die Komplikation von dem Bypass des Vaters nicht gut verstanden. Am Ende von der Anamnese habe der Prüfer mich über die Verlauf der Diagnose und was ist mit ihm gefragt.


In der Arztbrief habe ich fast alles geschrieben, nur hatte ich nicht genug Zeit für die Erkrankungen, die stationär behandelt wurden.
Man muss alles einfach und direkt schreiben, z.B. nicht schreiben wie die Allergien äusseren oder die Osteomielitis des Vaters.

Das Arzt-Arzt Gespräch hat mit dem Bericht angefangen aber der Prüfer habe mich ein paar mal unterbrochen, um Fragen zu stellen.
Die Fragen waren über die Anamnese. z.B. was meinen sie mit gelegentlich in die Marihuanakonsum.
Ich habe beantwortet, dass er nur in Partys mit Freunde rauche.
Dann hat der Prüfer über die Diagnose und Therapie ein bisschen gefragt.
Aber die letzten 5-7 Minuten waren mehr als eine normale Konversation, wir haben ein bisschen über die diagnostischen Massnahmen und die Vorerkrankungen gesprochen aber leicht.


Mein Arztbrief (nur aktuelle Anamnese)
Herr Thomas stellte sich wegen Schmerzen in dem rechten Schultergelenk, dem rechten Oberarm, dem Kopf und Bauch. Diese Beschwerden seien nach einem Fahrradunfall aufgetreten, in dem er auf der linken Körperseite und Kopf gefallen sei.
Er habe sich Schürfwunde an dem Hinterkopf, dem rechten Ohr und dem rechten Oberarm zugezogen. Der Patient berichtete einen Helm nicht getragen zu haben. Als Begleitsymptome wurden Übelkeit, Amnesie und einmaliges Erbrechen genannt.
Die Bauchschmerzen wurden als druckend und diffuse beschrieben. Er berichtete, dass die Schmerzen des rechten Schultergelenks im Verlauf zugenommen hätten und die Beweglichkeit dieses Gelenks eingeschränkt sei.
Die vegetative Anamnese war unauffällig bis auf eine Obstipation.
Als Vorerkrankungen seien Hypothyreose und Ohrgangekzem bekannt, die mit L-Thyroxin 75mcg einmal pro Tag bzw. Kortison Ohrentropfen bei bedarf behandelt wurden.
Bei ihm wurde eine Operation in dem 8.Lebensjahr aufgrund Phimose durchgeführt. (Dann hatte ich nicht mehr Zeit)


Tipps und Merkmale
Die Prüfer waren sehr nett und man kann immer sagen: “Ich habe das nich gut verstanden, können sie wiederholen” oder “Habe ich Ihnen gut verstanden, sie meinen, dass ….”.
Am Ende der Anamnese habe ich ein kurz Zusammenfassung gemacht und bemerkt dass ich die Anamnese von die Schmerzen im Bauch vergessen habe.
Vor den zweiten und dritten Teilen habe ich ein paar Minuten gebeten, um mich zu beruhigen bzw. um die Diagnose und ein paar Schlüsselwörter an dem Notizenblatt zu schreiben.
Es hat mir sehr viel geholfen.

In den dritten Teil kann man sagen, dass du nicht weisst, nicht gefragen hast oder die Wort nicht verstehen. Klar nur ein paar mal.
Was unbedingt wichtig ist, ist dass man gut kommunizieren kann.

Der Prüfer haben mir erwähnt, dass Konjunktiv I sinnlos “sei”. hahaha. Sie sagen, wir finden sehr gut, dass du versucht hast, es zu benutzen. Aber niemand spricht mit Konjunktiv I in der Realität.
Was hat ich mich mehr geholfen?
Nicht Medizin oder viel Deutsch lernen, sondern ÜBEN, ÜBEN und mehr ÜBEN.

 

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei teilweise auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei ist eigentlich genau geregelt:


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.

(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.

Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige durchfallen.

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