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Fachsprachprüfung Düsseldorf Medizin

FSP Humanmedizin Düsseldorf August 2017

FSP Fachsprachprüfung Humanmedizin in Düsseldorf August 2017


 

Danke an die Ärztin für einen Erfahrungsbericht einer FSP Fachsprachprüfung Humanmedizin

 


Wie schon öfter geschrieben, man hat 19 Minuten pro Station. Mein Fall war Cholelithiasis.
Wenn man in das Gebäude kommt, nimmt eine Person die Daten von Ihnen ab (man muss Personalausweis zeigen) - die Person hat eine Tabelle mit allen Teilnehmern an dem Tag, und da kann man schon sehen, was für einen Fall man hat. Bei mir war "Galle" geschrieben, also kann man sich schon bissl vorbereiten.

1. Station: Anamnese
Die "Patientin" war sehr nett, hat deutlich gesprochen, aber sehr langsam und unnötige Sachen erzählt zum Beispiel: "wissen sie, mein Mann hat vor 25 Jahren gesagt......" Man muss bissl auf die Zeit achten und manchmal auch die Patientin höflich unterbrechen. Aber 19 Minuten reichen aus. Dazu muss man am Ende Diagnose stellen und erklären wie es weiter geht- Untersuchungen und Therapie.

2. Station: Dokumentation
Hier läuft Zeit wirklich schnell ab. Man bekommt dieser Formular aus der Internet Seite, das man ausfüllen muss.. In letzte 5 Minuten bekommt man auch einen Anruf vom Labor (Frau XX hat Hb von 5,2 - das ist aber nicht die Patienten sondern eine andere Frau auf irgendwelche Station; man muss in der 3. Station darüber berichten).

3. Station: Arzt-Arzt Gespräch
Das ist ein Gespräch mit 2 Oberärzten. Man soll Inhalte über den Anruf von Labor sagen und danach über Anamnesegespräch berichten.

Dann zeigen die Oberärzte die Laborwerte und man muss sie laut lesen und kommentieren. Wichtig ist, dass man die Zahlen mit Einheiten sagt. Es ist aber alles geschrieben - auch Normbereich, also man sieht sofort, was alles erhöht oder erniedrigt ist. Dann wollen sie wissen, was würden Sie machen- Untersuchungen und ggf. Therapie. Danach soll man die Patientin über die Op aufklären und ihr erklären, dass sie im Krankenhaus bleiben soll (weil es ihr jetzt schon besser geht und sie nach Hause will ). Am Ende habe ich die Liste von Abkürzungen und Fachwörter bekommen. Da waren ziemlich viele, ich habe nicht erwartet, dass ich so viele bekommen werde - AZ, EZ, HWI, OGTT, T2D, BZ, PPI, LWK, V.a., o.B.... Arthrose, Aszites, Syndesmose, Urethra, Urether, Pleuritis, Peritonei...
an mehr erinnere ich mich leider nicht.


Danach haben sie mich gefragt wo ich herkomme und wieso ich hier arbeiten will usw. ... ich fande das Gespräch ganz angenehm 🙂.
Die positiven Ergebnisse habe ich am nächsten Tag um 9 Uhr schon bekommen.

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung ?


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei teilweise auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei ist eigentlich genau geregelt:


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.

(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

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