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FSP Halle / Saale Sachsen-Anhalt 14.3.2019

FSP Halle / Saal    Die Bitte nach den Namen der Prüferinnen wurde höflich abgelehnt.
Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Medizin. Nochmals Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details .
Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.

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Protokoll einer erfolgreichen Fachsprachprüfung

FSP Halle / Saale. 
Die Bitte nach den Namen der Prüferinnen wurde höflich abgelehnt.


Teil 1
Man bekommt vor dem Beginn der Anamneseerhebung die Verdachtsdiagnose.

Mein Fall war Appendizitis.

Ich hatte aber vergessen, nach Alkoholkonsum zu fragen.
Die junge Dame hatte Oberbauchschmerzen seit vorgestern, die im Laufe der Zeit zum Unterbauch re. gewandert waren..


Teil 2
Nach den Anamnesefragen muss man der Patientin über eine Untersuchung aufklären.Ich hatte Ultraschall bekommen. Man versucht die Ängste der Patientin zu beachten und entsprechend zu reagieren. Die medizinische Genauigkeit der Fragen wird NICHT geprüft.

Es ist allerdings wichtig, dass man alles verstehen kann und entsprechend antworten kann.

Dann gab es einen Anforderungsbogen. Man musste Ultraschall des Abdomens zur Bestätigung der Diagnose anfordern. 5 Minuten dafür. Dann 15 Minuten für die Akte, die ein paar Laborbefunde, Röntgen im Bezug auf den aktuellen Fall sowie einen Arztbrief von vorherigem Aufenthalt enthält. Mann muss 3 Fragen bezüglich des Arzt-Briefes antworten, und die Labor und Röntgen verstehen können. 20 Minuten für folgendes insgesamt:

Der Film, den man 2 Mal sehen könnte.
Ich brauchte nur einmal, was für den Prüfer etwas überraschend schien.

Dann bekommt man die Schema zum markieren und 16 Fachbegriffe zum Übersetzen. Inzwischen ein Telefonat wobei die Laborwerte eines anderen Patienten übermittelt werden. Ich fand 20 Minuten zu viel für diesen Teil. ich war schon fertig nach 7 Minuten und musste nur warten.


Teil 3
Dann kam die Epikrise. Hier bekommt man einen Brief, dessen Anfang und Ende schon da sind. Man soll bloß alles da rein schreiben mit welchen Beschwerden die Patientin gekommen ist, was für Untersuchungen gemacht wurden und was daraus gekommen ist, sowie die Empfehlungen des in dem Film sprechenden Arztes. In dem Teil fand ich 20 Minuten ein bisschen zu wenig. Eigentlich hätte ich die Sätze besser formulieren können. Wäre besser wenn man Zeit von anderem Teil benutzen könnte. Dann nach 5 Minuten oder so wurde ich für den letzten Teil gerufen.


Teil 4
Da hatten die Prüferinnen direkte gezielte Fragen gestellt. z.B. Was war in dem Film? Was war auffällig in der Epikrise? Was wurde empfohlen? Röntgen Befund was wurde gefunden. Auffälligkeiten in dem Labor. Telefonat Laborwerte.


Dann haben sie gesagt sehr gut, wirklich sehr gut, hervorragend.
Und haben mir das schon gedruckte Zeugnis gegeben.

Die Bitte nach den Namen der Prüferinnen wurde höflich abgelehnt.
Die Anzahl der Prüflinge, die bestanden haben konnte ich nicht wissen.


Bezüglich der Materialien zum lesen, würde ich empfehlen die verschiedenen Bücher mit Fragen zur Anamneseerhebung.
Es sollte kein Wahl sein. Alle sind gut.
Es wäre noch besser, wenn man sich an die Sprache gewöhnen kann, anstatt die Fragen auswendig zu lernen.
Die Fallbücher konnte ich nicht lesen, aber es ist empfehlenswert. Je mehr man liest, desto besser versteht man die Ausdrücke und deren richtige Verwendung.
Am wichtigsten ist eine tägliche Übung der Anamneseerhebung.

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei SEHR OFT auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei sind doch eigentlich der Ablauf und die Inhalte genau geregelt


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.


(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen und FSP Fachsprachprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.


Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über alle Details ihrer Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige Teilnehmer durchfallen.
Sicherlich kann man die FSP beliebig oft wiederholen, wobei es allerdings in einigen Bundesländern bereits monatelange Warteschlagen gibt.

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