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FSP Münster 3.3.2018

Bericht über eine erfolgreich abgelegte FSP Fachsprachprüfung Medizin in Münster.
Danke an den Doktor für die zahlreichen Details.

Prüfungsberichte und Protokolle --> nach Videostart auf YOUTUBE klicken

Die Suche ist ganz einfach

Ich habe ein kleines Video zu Ihrer Information zusammengestellt und beschreibe Ihnen, wie Sie die aktuellen Ergebnisprotokolle und Berichte über FSP Fachsprachprüfungen und Kenntnisprüfungen von verschiedenen Prüfungsorten und Bundesländern finden. Dieses Archiv wird ständig ergänzt.

Sie finden das Video hier. Klicken Sie bitte auf   https://youtu.be/Ewb-iIcKh-I
Über ein LIKE bei YOUTUBE würde ich mich sehr freuen.  Danke

 

FSP Medizin in Münster bestanden

Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin in Münster.
Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details.
Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.


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Protokoll einer erfolgreichen Fachsprachprüfung in Münster März 2018

 

 

Am 3.3.18 habe ich die Fachsprachenprüfung in Münster abgelegt und Gott sei Dank bestanden!
Und ich möchte gern meine Erfahrung mit anderen Kollegen teilen.


Der Fall war Pneumonie:

_Kopfschmerzen (verschlechtet wenn nach Vorne den Kopf gebeugt wird)
_Halsschmerzen und Dysphagie (bei festen Nahrungen aber auch Flüßigkeiten)
_Nasenverstopfung
_trockenen Mund
**Alle diese Beschwerden seien seit 5 Tagen aufgetreten und sich im Verlauf verschlechtet.

-Fieber (39 Grad zuhause gemessen) , Schüttelfrost, Schweißausbruch, Husten ( zunächst trocken aber sei produktive mit gelblischem Sputum geworden)
**Diese Beschwerden seien nur seit 2 Tagen aufgetreten)

Fragen nach:
*photophobie, Meningismus (Meningitis)
*thorakale Schmerzen ,Hämoptoe (Lungenembolie)
*Dyspnö, Orthopnö, Unterschenkelödem (rechtsherzinsuffizienz)
wurden bei dem Patient verneint.

V.E:
1.Nephrolithiasis (mehrfach Behandlung durch ESWL) als eine Komplikation eines chronischen Gichts (konservative Behandlung durch Zyloric 300mg 0-0-1 seit 10 Jahren)
**hier muss Mann über andere Komplikationen von Gicht
(Nephritis und Gichtstophie) fragen,leider habe ich vergissen darüber zu fragen,jedoch hat der Oberarzt das nicht vergissen☺
2.chronische Rückenschmerzen wegen seinem Job (Gärtner) dafür nehme ihn Iboprufen bei Bedarf ein
3.vor 5 Jahren habe er seine rechte Hand während der Arbeit mit einem Messer verletzt,die Wunde wurde im Krankenhaus unter lokale Anästhesie genäht.

Allergien und Medikamente:
_Laktoseintoleranz (Milchzückerunverträglichkeit)
_Penicillin, Amoxicillin Allergie (Hautausschlag 6 Tage nach dem Einnahme).

Vegetative A.:
Unauffällig bis auf Meteorismus(Flatulanz) dafür nehme der Patient ein Mx ein)

Familien A.:
-Vater: an Silikose (Staublungenerkrankung) seit 15 Jahren gestorben
Hier hat der Patient darüber viel erzählt..sein Vater habe als Bergman gearbeitet (dauerhaft Kohlenexposition) im Untertage Bergbau... **der Oberarzt hat darüber in details gefragt.
-Mutter: lebt noch,sei wegen Ileus (Darmverschluss) vor 6 Jahre operiert worden.
-Er habe 3 Kinder,2 davon seien gesund, der kleine leide unter angeborene Hörlose.

Sozial A.:
Als Gärtner arbeite, sei geschieden vor 3 Jahren (nach 25 Jahr langen Ehe mit seiner ex Frau) und nun wohne er mit seinem Lebenspartnerin zusammen seit 6 Monaten.

Drogen und Noxen:
-Raucher ein Pack Zigarretten pro Jahr seit seiner Scheidung,früher habe er ein Halb Pack Zigaretten pro Jahr für 10 Jahre geraucht.
-trinke Alkohol gelegentlich (Bier am Wochenende)
-kein Drogenabusus
**hier habe ich gesagt (bitte nicht falsch verstehen,ich muss Ihnen eine roteinische Frage fragen ob Sie Drogen wie Heroin oder kokain nehmen) der Oberarzt war sehr zufrieden!

D.D:
Pneumonie
Angina Tonsillaris

Diagnostische Maßnahmen:
1.BB (Entzündungsparameter: Leuko,BSG,LDH,ESR,CRP)
2.Nierenretentionswerte (Crea,**Harnsäure am wichtigsten**, Elektrolyten)
3.Röntgen des Thorax in 2 Ebene
4.Sputumkultur
5.Mandelabstrich
6.Blutkultur bei Fieber Schub >38°C

Therapie:
-Stationäre Aufnahme
-I.V Antibiotika (Makrolide statt Penicillin)
-Antipyritika (Paracetamol)
-NasenSpray 2 Hube
-oraler Zufur viele Flüssigkeiten
-Mukolytika
-ggf.Sauerstoffgabe durch Nasensonde


Arzt-Arzt Gespräch:
-Kopfschmerzen wenn den Kopf nach Vorne beugen? -Sinusitis
-warum haben Sie über Nakensteifigkeit und Photophobie gefragt? -Meningitis auszuschließen
-was bedeutet ein gelblisch Sputum? -bakterielle Infektion oder virale infx mit bakteriellen Superinfektion (der Oberarzt war unheimlich zufrieden☺)
-Gicht Komplikationen?Diagnose?
-wie messen Sie die Körpertemperatur? -axilläre oder rektale Messung
-welche davon ist genauer?-rektale
-Dann immer messen Sie die Temperatur durch den Rektum bitte!
-Ursache der Pneumonie und Angina Tonsillaris? Risikofaktoren?
-wie kriegen Sie Sputum Biopsie wenn es durch die Nasen nicht möglich ist?-Bronchoskopie und Lavage


Aufklärungen:
Bronchoskopie
Mandelnabstisch

Fachbegriffe:
Dorsal-infusion-malabsorbtion-struma..an die andere erinnere ich mich leider nicht

Andere Fälle:
Fahrrad Unfall/polytrauma
Hypoglykämie
pAVK

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei teilweise auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei ist eigentlich genau geregelt:


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.

(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.

Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass anscheinend nur Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

Dadurch entsteht oft der täuschende Eindruck, dass die Prüfungen sehr leicht zu absolvieren sind und nur wenige durchfallen.

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Kommentar ( 1)

  1. Antworten
    Soli. M sagt

    Herzlichen Glückwunsch 🙂
    Können Sie bitte uns sagen wie kann man genau die Dokumentation schreiben? Sticht Punkte oder ganze Sätze?

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