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FSP Medizin Hannover 9.1.2018

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Ich habe ein kleines Video zu Ihrer Information zusammengestellt und beschreibe Ihnen, wie Sie die aktuellen Ergebnisprotokolle und Berichte über FSP Fachsprachprüfungen und Kenntnisprüfungen von verschiedenen Prüfungsorten und Bundesländern finden.

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FSP Medizin in Hannover bestanden

Danke an die Ärztin für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin in Hannover.
Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details.
Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.


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Protokoll einer erfolgreichen Fachsprachprüfung in Hannover

Ich habe die Fachsprachprüfung am Dienstag 09.01.2018 in Hannover abgelegt und bestanden.

Mein Fall war Diabetes Mellitus Typ 2.


Herr Diekmann ist ein 60-jähriger Patient, der sich bei uns wegen seit 4-Wochen bestehender Polyurie, Nykturie und Polydipsie vorgestellt hat.


Der Patient berichtete, dass er ca. 5 bis 6 mal nachts auf die Toilette gehen würde und 4 Liter Wasser pro Tag trinke.
Des weiteren klagt der Patient über Abgeschlagenheit, Leistungsknick, Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen wegen der oben gennante Beschwerden.
Darüber hinaus sagte der Patient, dass er in den letzten 6 Wochen 10 Kg zugenommen habe und seitdem ständig nachts schnarche. Er fügte hinzu, dass eine Belastungsdyspnoe in der letzten Wochen aufgetreten sei.

Die vegetative Anamnese war unauffällig bis auf eine Obstipation, die mit einem Präparat behandelt wird.

An Vorerkrankungen leide er an arterieller Hypertonie seit 6 Jahren und Arthritis urica.
Vor 3 Wochen sei er wegen einer hypertensive Krise im Krankenhaus gewesen.


Die Medikamenteanamnese ergab eine Einnahme von:
Ramipril 25 mg 1-0-0
HTC 12,5 mg 1-0-0
Allopurinol 300 mg 1-0-0


Bei ihm seien keine Allergien oder Voroperationen bekannt.
Ferner erwähnte der Patient einen Nikotinabusus von 20 py und einen Alkoholkonsum von 1 Glas Sekt gelegentlich.
In der Familienanamnese fanden sich eine arterielle Hypertonie bei dem Vater, der vor 10 Jahren an Myokardinfarkt gestorben sei, und Diabetes Mellitus bei der Mutter.
Die Geschwister seien gesund.

Die Sozialanamnese ergab, dass der Patient verheiratet und Besitzer einer Firma sei und zwei gesunde Kinder habe.

Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf eine Diabetes Mellitus Typ 2 hin.
Als Differenzialdiagnose kommen auch in Betracht:
1. Diabetes insipidus
2. Niereninsuffizienz
3. Diabetes Mellitus Typ 1
Zur weiteren Abklärung sollten die folgenden Maßnahmen durchgeführt werden:
1. körperliche Untersuchung
2. Laboruntersuchung: Blutbild, HbA1c, Nüchternzucker, posprandialer Zucker, Nierenfunktionswerte( Kreatinin, Harnsäure, GFR).
3. Urinuntersuchung(Proteinurie: Albuminurie und Glukosurie)
Sollte sich der Verdacht auf eine Diabetes Mellitus Typ 2 erhärten, würde ich die folgenden Therapie durchführen:
Medikamentöse Therapie mit oralen Antidiabetika oder Insulin.
Diätetische Maßnahmen.
Ich musste keine Aufklärungen geben


Fragen:
Der Patient hat während der Anamnese gefragt:
Was habe ich? Ist es lebensgefährlich?
Muss ich Medikamente nehmen?

Der Oberarzt:
Welche Diagnose würden Sie stellen?
Welche Untersuchungen würden Sie vorschlagen?

Was ist HbA1c?
Zu welcher Komplikationen kann Diabetes Mellitus führen?
Was ist bei der Urinuntersuchung wichtig zu erkennen?


Die medizinischen Fachbegriffe:
perkutan,
intravasal,
placenta,
magengeschwür,
ventral,
gastral.


Die anderen waren einfach aber ich habe sie vergessen.


Sehr wichtig ist, dass man im dritten Teil viele Fachbegriffe benutzt.

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei teilweise auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei ist eigentlich genau geregelt:


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.

(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

 

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen oder Fachsprachprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.

 

Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

 
Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

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