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FSP Düsseldorf IV

FSP Medizin in Düsseldorf bestanden

Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin in Düsseldorf.
Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details.
Die FSP kann prinzipiell beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 Monaten einen neuen Termin geben.


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Protokoll einer erfolgreichen Fachsprachprüfung in Düsseldorf November 2017

Hallo Leute,
Gestern habe ich meine FSP Prüfung im Düsseldorf bestanden.
Ich schreibe meinen Brief hier, vielleicht der kann für jemand hilfreich sein.


Mein Fall war -Akute pankreatitis
Name
Geschlecht -
Geburtsdatum
Gewicht- Größe
Hausarzt-
Herr Theo Sobotzsky ist ein 54 jähriger Patient,der sich in unseres Krankenhaus wegen paar Wochen bestehende diffuse gürtelförmige Oberbauchschmerzen mit Ausstrahlung nach hinten in den Rücken vorgestellt hat. Er habe postprandial voll Gefühl und Blähungen. Auffallend sei dass die Schmerzen nach dem Essen auftreten.


Er erwähnte dass die Schmerzen auf eine 10erskala (0-10) bei 7 bestehen und langsam aufgetreten sein. Es gebe keine Auslöser .
Des Weiteren klagt er über Diarhö (flüssig bis wässerig) 2-3 /d.
Stuhl sei entfärbt und Urin sei dunkler in Farbe.
Es gebe keine Aussage über Erbrechen, Übelkeit. Frage nach ähnlichen vorherigen Beschwerden würde verneint.
Er ist ein chronischer Alkoholiker .
Allergien-keine Allergien bekannt.
Er rauche 1 Schachtel pro Tag seit 10 jahren (10pj). Er trinke 4 Biere /Tag (48g/d) kein Drogenabusus. Er sei geschieden, habe eine Tochter.(keine Kontakt mit ihr seit langem). in der Familien Anamnese fanden sich Pankreas Kopf karzinom (?)bei Vater(85j).er sei deswegen 4 Jahre vorher operiert. Mutter sei gesund.


Vegetative Anamnese -
AZ-gut EZ -gut. B Symptomatik -Nachtschweiß, Gewicht Verlust von 5 kg in 4 Monaten, keine Fieber. Appetitlösigkeit wegen Schmerzen.
Es seien keine relevanten Vorerkrankungen bekannt. Der Patient nimmt zurzeit keine Medikamente ein.
V.a-Akute pankreatitis
D.d Cholezystitis., Pankreas karzinom, Ulcus, Appendicitis , MI


Diagnostische Maßnahmen-
1) Körperliche Untersuchung-BD , HF, ikterusAS, DS, DG, Murphy Zeichen, courvoiser Zeichen, Tunner Zeichen, Cullen Zeichen
2) EKG-MI auszuschließen
3) Abd sono-Pankreas ödem, inhomogenität.
4) Rö thorax-pleural Erguss auszuschließen
5) Abdomen CT-Nekrosen, psuedozysten, Verkalkung
6) PT, Inr (Leberzirrhosen ), Amylase, lipase(pankreatitis), ggt,Crp, BSG (Entzündung Reaktion)


Therapie -
Stationäre Aufnahme
Analgetikum (Pethidin, Tramadol usw)
Infusion Therapie - Ausreichende Flüssigkeit (4l/d)
Kalzium Substitution
Antibiotikum (Metro, ciprofloxacin)
Thrombose Prophylaxe - clexane und Kompression Strümpfe )
Ggf ERCP - bei Gallenstein.

Der Patient (Schauspieler) war gar nicht kooperative. Ich musste ihn tausend mal unterbrechen. Er erzählte nür unnötige Sachen. Ich habe meine Anamnese von ihm gezogen.
Ich musste ihn über EKG, Ultraschall, ERCP aufklären und weitere Vorgehen erklären mit Therapie und Fragen wie "habe ich Krebs? ... und viele andere Fragen beantworten.


Bei Arzt Arzt Gespräch

Die beide Ärzten waren nett aber streng. Sie waren nur freundlich am Ende mit mir nachdem ich Alles geantwortet hatte.
Es gab viele Abkürzungen (HWS, e.u, v.a , VES, TEP, HWI usw) Begriffe (umrämie, Gonarthritis, Endometriose, vorhofflimnern, Adenixitis) leider habe ich mehr als die Hälfte vergessen.
Dann die Ärztin hat mir Kuli und Papier gegeben und gesagt: Schreiben Sie mal wie sie dieses Medikamente verordnen würden.  Bei Runde mit Oberarzt dann hat sie paar Diktat gemacht.

Sie wollte wissen ob ich alles bei der Ärzte und im Krankenhaus schaffen würde ohne Wiederholung.

Dann haben sie viel Fragen gestellt z.B. (warum Urin sei dunkel? und Stuhl sei entfärbt?, was bedeutet Amylase, lipase ? physiologie von pankreas, ikterus?

Meine Meinung nach im Vergleich zu Kenntnisprüfung die ich in Warendorf bestanden habe, war FSP nur eine Formalität.

 

Aber man muss wissen in welche Richtung soll er lernen .
Am Ende haben die Ärzten prima, schön und über welche Bücher habe ich in Uni gelernt und so weiter gefragt.

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei teilweise auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei ist eigentlich genau geregelt:


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.

(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

 

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen oder Fachsprachprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.

 

Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

 
Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

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