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FSP München Medizin 2.12.17

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Ich habe ein kleines Video zu Ihrer Information zusammengestellt und beschreibe Ihnen, wie Sie die aktuellen Ergebnisprotokolle und Berichte über FSP Fachsprachprüfungen und Kenntnisprüfungen von verschiedenen Prüfungsorten und Bundesländern finden.

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FSP Medizin in München bestanden

Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin in München.
Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details.
Eine FSP kann beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 bzw. 6 Monaten einen neuen Termin geben.


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Protokoll einer erfolgreichen Fachsprachprüfung in München Dezember 2017

 

Hallo Leute, jetzt melde ich mich.

Am Samstag 2.12.17 habe ich meine FSP in München abgelegt und Gott sei Dank bestanden.


Die Prüfung läuft so:

Zuerst ein bisschen Wartezeit (etwa 30 Minuten nach der vorgesehenen Zeit). Drei Prüfern, (alle drei sehr nett). Man geht in das Zimmer, alle sagen Hallo und grüßen sich einander. Die einladen uns, eine kleine Vorstellung von uns zu machen, d.h. Name, Erfahrung usw. Dann ein Prüfer beginnt: „ok, lass uns anfangen“. –
Hallo, guten Tag-, und die Anamnese beginnt. Ich habe zuerst sehr schnell gesprochen und sie haben mir sofort verlangsamt „keine Beeilung, Sie haben 20 Minuten“ und haben der Uhr umgekehrt damit ich die Uhrzeit sehen könnte.


Fall:

Der Patient klagte über „vergrößerte Lymphknoten am Hals“ (ja, so hat der gesagt),
Gewichtsverlust,
Schweißausbruch,
Probleme beim Kleidung wegen dieser Geschwulst am Hals und Husten.


Falldeskription:

Herr H. L. 78 Jahre, Ge: 87 Kg. G: 1.70 M, geb.: 01.05.1940. Rentner.

Allergien/Unverträglichkeiten:
Erdbeerenallergie mit Hauterythema und Rash sowie Penizillinallergie seien bekannt.

Familienanamnese:

Der Vater des Patienten sei an der Folge eines Larynxkarzinoms gestorben.
Die Mutter des Patienten sei vor 61 Jahre (solche Sachen sagt der Patient nicht direkt sondern: „also, ich war 17 Jahre alt“).
Die Schwester des Patienten sei an einem Apoplex, („Hirneinblutung“) mit 61 Jahren gestorben.

Sozialanamnese:
Der Patient sei Rentner (gelehrte Tätigkeit: Schneider) (genauso habe ich geschrieben) und wohne in einem Alterspflegeheim.
Der Patient treibe regelmäßig Altersgymnastik.

Aktuelle Beschwerde:
Der Patient klagte über Gewichtsverlust von 3-4 Kilogramm binnen 2 Monaten,
schmerzlose Lymphadenopathie am Hals sowie tagtägliches Fieber bis auf 39,4 Grad Celsius.
Darüber hinaus berichtete der Patient über Astenie, Adynamie, und neulich von Husten.

Als Vorerkrankungen leide der Patient unter chronische Konjunktivitis seit 20 Jahren, Hypercholesterinämie seit 5 Jahren, eine vermutliche Bandscheibenvorfall.

In der Medikamentenanamnese gab der Patient an, er nehme regelmäßig Simvastatin 40 mg 0-0-1, Pantoprazol 40 mg 1-0-0, Ibuprofen 400 mg 1-0-0, und wende Augentropfen sowie ein Abführmittel bei Bedarf.
Z.n. Unterarmfraktur vor 8 Jahren sowie Forunkulektomie vor 4 Wochen ohne dauerhafte Komplikationen.

Der Patient rauche habe für 55 Jahre eine halbe Schachtel Zigaretten pro Tag (27,5 py) und trinke ein Glas Champan jeden Tag abends.
Drogenkonsum wurde verneint.


Ich konnte leider meine Verdachtsdiagnose (Lymphom) oder DD (Schilddrüsenkarzinom) oder über das weitere Procedere nicht schreiben, aber die haben die Struktur und Inhalt des Briefes überprüft.


Für diesen zweiten Teil sind wir (3) Prüflinge in anderes Zimmer gegangen (ich habe dort meinen Brief geschrieben, dabei war eine Uhr (die andere 2 haben auf ihren dritten Teilen gewartet), nachdem die Zeit um war, habe ich etwa 10 „frei Minuten“ gehabt, die ich für Wiederholung der Information in meinem Kopf genutzt habe.


Am dritte Teil habe ich der Patient anders als den Brief vorgestellt, weil es mir sinnvoller war:

  • Guten Tag Herr Oberarzt, mein Name ist D., ich bin der neue Assistenzarzt auf dieser Station, darf ich über einen neuen Patient berichten?
  • Ja, bitte
  • Es handelt sich um Herrn H. L., ein 87-jähriger Patient, der sich heute um 12 Uhr in der Notaufnahme bei uns vorstellte. Der Patient berichtete über seit 2 Monaten Gewichtsverlust sowie Lymphadenopathie. Als Vorgeschichte gab der Patient an, er leide unter.............der Patient habe Zustand nach:.............. Der Patient nehme regelmäßig..........ein, und --- und --- bei Bedarf. Erdbeerenallergie mit hervorgerufene Hauterythem sowie Rash und Penizillinallergie seien bekannt. Der Vater des Patienten........(Familienanamnese) Der Patient rauche....(Noxen). Bezüglich der aktuellen Beschwerde, berichtete der Patient....(die ganze aktuelle Anamnese).
  • Meine Verdachtsdiagnose ist Lymphom und als Differenzialdiagnosen kommen in Betracht: ... für mich nur Schilddrüssenkanzinom, Struma, etc.

Jetzt die Haken:

  1. Am ersten Teil:
    1. Ja, der Patient redet viel, wie anderen Kollegen gesagt haben, man muss der Anamnese führen, lasst der Patient nicht zu viel selbst zu reden.
    2. Wenn der Patient will etwas nicht verständlich zu sagen, er wird umgangssprachliche oder regionale Ausdrücke nutzen und es wird schwer, ihm zu verstehen. Dont freak out wenn so was passiert ist, versucht eures Möglichstes zu tun um alles zu verstehen. Man kann sowieso nochmal fragen.
  2. Am zweiten Teil: 20 Minuten klingen viel, laufen sich aber sehr schnell. Ein Kugelschreiber mit Radiergummi würde sehr hilfreich sein.
  3. Am dritten Teil: Die Prüfer sind entspannt aber fragen viel.
    Die fragen viel über das was wir gesagt haben. D.h., wenn man eine Diagnose nennt, fragen die wie würde man diese Diagnose bestätigen...welche Studien, in welche Ordnung. So ja, wie andere gesagt haben, sie fragen auch über medizinische Kenntnisse, aber nicht zu viel. Trotzdem glaube ich, dass was sie eigentlich wollen, ist das wir sehr gut deutsch sprechen können. Andere Kollegin die auch bestanden hat, hat C2 Niveau.


Fragen für diesen Fall:

  • Was spricht in diesem Patienten für einen Lymphom; was spricht dagegen? Was spricht für ein Schilddrüsenkarzinom, was spricht dagegen?
  • Was hat der Patient gesagt über seinen Aktivitäten, was hat er gesagt über...und über...und über??
  • Wie viel wiegt er? Wie groß ist er? Was ist für seinen Husten (ehrlich gesagt habe ich darüber nicht gefragt
  • Was würde ich in der körperlichen Untersuchung suchen? Was könnte ich finden? Was sucht man im Abdomen? (Hepatosplenomegalie) Wie würde eine „normale“ Untersuchung des Abdomens beschrieben werden?
  • Welche apparative Diagnostik und in welcher Ordnung wurdest du durchfertigen? Und was, wenn diese Untersuchung funktioniert nicht? Usw.

Mehrere andere Fragen, an die ich mich nicht erinnert kann.
- Am ende wartet man ungefähr 5-10 Minuten auf das Ergebnis.


Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei teilweise auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei ist eigentlich genau geregelt:


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.

(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

 

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen oder Fachsprachprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.

 

Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

 
Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

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