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Fachsprachprüfung Düsseldorf Medizin II

FSP Medizin in Düsseldorf bestanden

Danke an den Doktor für diesen Bericht einer erfolgreichen Fachsprachprüfung Humanmedizin in Düsseldorf.
Gratulation zur bestandenen Prüfung und danke für die Details.
Die FSP kann prinzipiell beliebig oft wiederholt werden, wobei die Behörden oft frühestens nach 3 Monaten einen neuen Termin geben.


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Protokoll einer erfolgreichen Fachsprachprüfung in Düsseldorf Oktober 2017

Hallo Leute,
Gestern hatte ich die Fachsprachprüfung in Düsseldorf angelegt und bestanden.


Books recommended (Bücher, die ich empfehle)
1. Menschen Im Beruf
2. Deutsch für Ärztinnen und Ärzte
3. Deutsch im Krankenhaus


Fachbegriffe
Aszitis,
Syndesmose,
Peritonitis,
Herzinsuffienz,
Arthrose usw.
und Abkürzungen (V.a., EZ, AZ, HWI, TEP usw.) sind wichtig.


FSP war in drei Teilen:

Teil 1:
Patient-Arzt Gespräch: Der Patient berichtete über Diffuse Oberbauchschmerzen seit paar Wochen, langsam aufgetretend mit Ausstrahlung in den Rücken, und jetzt ist seit ein Paar Tagen besonders nach dem Essen verschlimmert.
Der Patient klagt über Überkeit aber hat noch nicht erbrochen und auch Vollegefühl (Apetitlosigkeit)
Er gibt weiter an Durchfall vor eine Woche.
Die Konsistenz des Stuhls war flüßig bis wässerig.

Keine Belastungsabhängigkeit, Atmungsabhängigkeit oder Lageabhängigkeit.
Auf einer Schmerzskala würden die Schmerzen bei 7/10 liegen.

Sonst keine Auffäligkeiten beim Wasserlassen, Schlafen, Gewichtveränderung.

Danach muss man die Familienanamnese, Sozialanamnese dürchführen.
Das war aber einfach.
Die Patient hat deutlich gesprochen aber hat viele unnötige Sachen gesprochen.
Wir mussten auch die Diagnostik (Untersuchungen) zu dem Patient aufklären. (ZB. ERCP, CT,MRT, Bluttransfusion)

Teil 2:
Man muss die Anamnese auf einem Papier aufschreiben.
Die Zeit dafür ist aber sehr kurz.
Muss man sich beeilen.
Aber es geht schon.

Teil 3:
Dieser Teil habe ich am schwierigsten gefunden.
Ich musste die Anamnesegespräch zu 2 Oberärzte berichen.
Und danach haben Sie mich viel über meine Verdachdiagnose und Differenzialdiagnosen gefragt.

Danach haben Sir mir die Laborbefunde gezeigt und ich musste darüber kommentieren.


 

Sie waren nett aber streng.
Aber insgesamt, war die Prüfung ziemlich gut.

Meinung von BVFS Sachverständigen W. Gerner

FSP Fachsprachprüfung oder KP Kenntnisprüfung


Wo liegt denn da eigentlich noch ein Unterschied?

Es ist leider  in einigen wenigen Bundesländern deutlich zu beobachten, dass Prüflinge bei Fachsprachprüfungen durchfallen, weil Sie falsche Einschätzungen und Diagnosen abgeben. FSP werden dabei teilweise auf das Niveau einer Kenntnisprüfung gehoben.

Dabei ist eigentlich genau geregelt:


Wie läuft die Prüfung ab?  Welche Anforderungen werden gestellt? 


Die Fachsprachprüfung findet als Einzelprüfung statt. Die Bewertung erfolgt durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens einer selber Arzt ist.  Die Prüfung läuft folgendermaßen ab:

1. Simuliertes Arzt-Patienten-Gespräch

Dabei muss der Prüfling zeigen, dass er seinen Patienten inhaltlich ohne wesentliche Rückfragen versteht. Er muss sich insbesondere so spontan und so fließend verständigen können, dass er in der Lage ist, sorgfältig die Anamnese zu erheben, Patienten und deren Angehörige über erhobene Befunde sowie eine festgestellte Erkrankung zu informieren, die verschiedenen Aspekte des weiteren Verlaufs darzustellen und Vor- und Nachteile einer
geplanten Maßnahme sowie alternativer Behandlungsmöglichkeiten erklären zu können, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.
Dauer: 20 Minuten

2. Dokumentation

In diesem Teil fasst der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen, medizinischrelevanten Informationen in einem Arztbericht zusammen.
Damit muss er nachweisen, dass er die deutsche Sprache auch schriftlich angemessen beherrscht, um Krankenunterlagen ordnungsgemäß führen und ärztliche Bescheinigungen ausstellen zu können.
Dauer: 20 Minuten

3. Arzt-Arzt-Gespräch

In diesem letzten Prüfungsteil gibt der Prüfling die im Arzt-Patienten-Gespräch gewonnenen Informationen an das ärztliche Mitglied des Prüfungsausschusses weiter. Anschließend werden dem Prüfling Fragen gestellt. Hier muss er zeigen, dass er sich in der Zusammenarbeit mit Kollegen sowie Angehörigen anderer Berufe so klar und detailliert ausdrücken kann, dass bei Patientenvorstellungen sowie ärztlichen oder zahnärztlichen
Anordnungen und Weisungen Missverständnisse sowie hierauf berufende Fehldiagnosen, falsche Therapieentscheidungen und Therapiefehler ausgeschlossen sind.
Dauer: 20 Minuten

Das ärztliche Fachwissen wird in der Fachsprachprüfung nicht überprüft.

Der Sprachtest wurde erfolgreich abgelegt, wenn das Bewertungsgremium zu der Feststellung gelangt, dass der Antragsteller die o. g. Sprachanforderungen erfüllt.

(Quelle: http://www.nizza.niedersachsen.de/startseite/service/formulare-checklisten-150498.html)

Keiner will über eine nicht bestandene (erfolglose) Prüfung berichten

 

Es wird immer heftig mit mir diskutiert, insbesondere, wenn ich ab und zu über negative Erfahrungen bei den Kenntnisprüfungen oder Fachsprachprüfungen berichte.

Liebe Ärzte und Zahnärzte,

ich staune immer wieder über die Diskrepanz (die deutlichen Unterschiede) zwischen den Facebook Einträgen über bestandene Kenntnis- und Fachsprachprüfungen und den bei mir eingehenden eMails und Telefonaten, die teilweise über "sehr problematische Prüfungen mit hoher Durchfallquote" berichten.

 

Etwas scheint hier nach meiner Erfahrung und Meinung etwas nicht zu stimmen und ich habe etwas in der Tiefe recherchiert (nachgeforscht).

 
Es zeichnet sich dabei deutlich ab, dass Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben sehr gerne und ausführlich über ihre Prüfungen berichten.

Ärzte und Zahnärzte, die die Prüfung nicht bestanden haben vermeiden dieses, weil es ja eventuell zu einer Verschlechterung für die Wiederholungsprüfung führen könnte. Einer der Prüfer könnte ja davon erfahren. Hinzu kommt, dass man völlig nachvollziehbar anscheinend nur ungern zugibt, dass man eine Prüfung nicht bestanden hat.

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