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KP Medizin Dresden Sachsen 14.12.2020

Bericht über eine erfolgreich abgelegte Kennnisprüfung Medizin.

Die Kommission bestand aus
Vorsitzender Dr. med Christian Stelzner, innere Medizin
Dr. med Ernst Röpke, HNO
Dr. med Thomas Jackisch, Chirurgie

Danke an den Doktor und Glückwunsch zur Prüfung.

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Erfahrungen Kenntnisprüfung Humanmedizin


Ich habe die Kenntnisprüfung am 14.12.2020 im städtischen Klinikum Dresden abgelegt und bestanden.

Die Kommission bestand auf

Vorsitzender Dr. med Christian Stelzner, innere Medizin
Dr. med Ernst Röpke, HNO
Dr. med Thomas Jackisch, Chirurgie

wir haben um 10.00 h im HNO-Konferenzraum getroffen, dann kamen die Prüfern, sie waren alle nett, Dr. Stelzner hat uns gesagt, dass keinen Patient gibt wegen Corona und das ist einfacher für uns.

es gab 4 Akten, 2 von der Chirurgie, eine von der innere und eine von der HNO-Abteilung und wir konnten jeder auswählen, welche Patientenakte er nimmt.
mein Pat hatte akute Pankreatitis, welche 6 Tage konservativ auf der IMC behandelt wurde, was war schwierig für mich, dass alles war Handschrift und das ist sehr schwer zu verstehen, aber ich habe grob verstanden was ist da passiert
ein Paar Befunden waren nicht in der Akte, als Dr. Stelzner kam, hat er mir alle fehlende Befunden ausgedruckt.

ich kam erste Prüfling zur Kommissur, zuerst kurz vorstellen. Dr. Jackisch (Chirurg) hat angefangen, er hat über alles über Pankreatitis gefragt sehr detailliert, (alle Ursachen, Atlanta Klassifikation, was ist wichtig für die Prognose, Therapie, Komplikationen, welche Antibiotika geben wir Prophylaktisch und so weiter)

der Pat hat in den Vorerkrankungen Hyperlipoproteinämie, Dr. Stelzner hat über alles dieser Erkrankung gefragt sehr detailliert, am Ende habe ich nur ich weiß nicht geantwortet, da ich sehr nervös war warum er nur auf diese Erkrankung konzentriert !
Dr. Röpke hat über Larynx-Ca gefragt (Histologie, TNM grob, Diagnose, Therapie) und über Tracheostomie (es wusste nicht das gibt es zwei Methoden)
Dr. Jackisch hat mir ein Bild für eine Wunde im Kopf gezeigt (der Pat. ist vom Bett gefallen, sie haben mir gesagt, dass es gibt einen Namen für diese Wunde das wusste ich nicht) und wie gehe ich weiter, die Fragen vom Dr. Jackisch waren nicht direkt und manchmal wusste ich nicht was will er von der Frage.
Dr. Stelzner hat mich danach über VHF gefragt (Therapie, operative Therapie, Antikoagulation).
Dann haben sie mir gesagt, dass ich bestanden habe.
ich habe den Termin 6 Wochen vor der Prüfung bekommen, ich habe die Fallbücher (50 innere und 50 Chirurgie) und ein Paar Sachen vom Amboss gelernt.

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    Extrem hohe Durchfallquote

    Zum Schluss eine Feststellung von mir


    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es speziell in einigen Bundesländern eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen. Hierbei stellt sich oft deutlich heraus, dass es deutlich einfacher ist, wenn nicht ständig die gleichen Prüfer genommen werden. Unvoreingenommene erstmals oder gelegentlich eingesetzte Prüfer sind oft hilfsbereiter und kollegialer eingestellt und unterstützen die Kollegen.

    Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Medizinexamen nicht besteht.

    Ich verfolge seit längerer Zeit die Publikationen und die Suche der Ärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass leider einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für "hohe Durchfallquoten" bekannt und gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen.

    Es sei Ihnen versichert, es kommt nicht unbedingt auf Ihre Fachkenntnisse an. Leider spielen in vielen Fällen andere Faktoren eine Rolle. Wie ist der Prüfer drauf, welche Laune hat er ? Mag er Sie oder missfällt ihm bereits Ihr selbstbewusstes Auftreten, Ihre Kleidung oder sonst etwas ? Weshalb bestehen andere neben Ihnen die Prüfung, die oft deutlich weniger Deutsch sprechen und/oder deshalb leichtere Fragen erhalten ?

    Leider sind auch die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen mangels fehlender Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

    Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrenzt


    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist die Laufbahn des Mediziners in den meisten Fällen in Deutschland beendet.

    "Die Zulassung zur Prüfung erfolgt per Bescheid durch das LPA in Düsseldorf. Sie kann nur erfolgen, wenn bei Ihnen Ausbildungsdefizite festgestellt wurden bzw. Sie auf eine gutachterliche Überprüfung Ihres Studienabschlusses verzichtet haben und Sie die Prüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben.

    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin kann insgesamt zweimal wiederholt werden"

    Quelle: LPA Düsseldorf

    Ich bewundere und bedaure die Mediziner, die oft optimistisch und sehr gut vorbereitet in eine Kenntnisprüfung gehen und dann "am Boden zerstört" mit einem vernichtenden Prüfungsergebnis nach Hause gehen. Es darf Ihnen versichert werden, dass es in den meisten Fällen nicht an Ihrer Ausbildung gelegen hat. Anerkannte promovierte Spezialisten, die in ihrem Heimatland die Abschlüsse mit Auszeichnung bestanden haben und über eine mehrjährige fundierte Berufserfahrung verfügen scheitern hier wegen eines "sprachlichen Defizits" weil sie z.B. bei einem Unfallopfer im Bericht nicht den Unterschied zwischen einem Motorroller und einem Motorrad erklären können.

    Das kann es doch nicht sein.  Was hat das überhaupt noch mit medizinischen Kenntnissen zu tun ?

    Regelmäßig gibt es den Foren die Hinweise, dass die Kenntnisprüfungen doch ganz einfach seien und man sich nicht durch negative Berichte entmutigen lassen soll. Das kann ganz sicher temporär auf einige Prüfungsorte zutreffen und vor einigen Jahren noch wesentlich einfacher gewesen sein. Allerdings sind die Maßstäbe überall strenger geworden. Hinzu kommt, dass man in einigen Bundesländern inzwischen mehrere Monate auf einen weiteren Termin wartet.

    Die Approbationsbehörden tauschen sich inzwischen länderübergreifend aus, um den Approbationstourismus einzudämmen.

    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist für Humanmediziner FINITO  =  Schluss !

    Faszinierend  auch der Ansatz vieler Mediziner:  Ich probiere es einfach erst einmal und kann ja immer noch wiederholen.
    Liebe Doktoren,
    ihr könnt noch so gut sein und eine excellente Prädikatsausbildung haben; wenn Sie an den falschen Prüfer geraten, nützt Ihnen das überhaupt nichts. In vielen Fällen wird dann leider zu spät nach dem ersten Nichtbestehen doch vorsichtshalber ein Rechtsanwalt (Ich kann Ihnen Fachanwälte vermitteln) aufgesucht und es beginnt schnell ein mehrjähriges Verwaltungsverfahren.

    Jetzt gibt es zudem leider oft ein deutliches Problem
    Die Verwaltungsbehörde begründen (in einem oft folgenden Verwaltungsverfahren vor dem Verwaltungsgericht) gegenüber dem Gericht die Ablehnung der Approbation stets auch damit, dass Sie ja bereits eine oder zwei Kenntnisprüfungen nicht bestanden haben. Hierbei spielt es keine Rolle, woran es gelegen hat.   Dadurch haben Sie dann deutlich schlechtere Karten vor dem Verwaltungsgericht, weil die Behörde ja den Beweis hat und begründet, dass Sie keine gleichwertige Ausbildung haben.


    Sie sollten stets ALLES versuchen, eine Kenntnisprüfung zu vermeiden.


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