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KP Medizin Durchfallprotokoll Naumburg Sachsen-Anhalt 15.4.21

KP Medizin bestanden

Am 15.04.21 hatte ich meine 3. Kenntnisprüfung in Naumburg und bin leider durchgefallen.

Danke für den Bericht.
Der Doktor war bei der Anamnese allein mit dem Patienten.
Ein klarer Verstoss gegen die Regeln.

§ 37 Kenntnisprüfung nach § 3 Absatz 3 Satz 3 der Bundesärzteordnung

Die Prüfungskommission hat dem Antragsteller vor dem Prüfungstermin einen oder mehrere Patienten mit Bezug zu den in Absatz 1 genannten Fächern und Querschnittsbereichen sowie versorgungsrelevanten Erkrankungen zur Anamneseerhebung und Untersuchung unter Aufsicht eines Mitglieds der Prüfungskommission zuzuweisen.
Bei der Patientenzuweisung muss immer ein Mitglied der Prüfungskommission anwesend sein.

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Erfahrungen Kenntnisprüfung Durchfallprotokoll


Am 15.04.21 hatte ich meine 3. Kenntnisprüfung in Naumburg und bin leider durchgefallen.

 

Ich habe mich dort um 07:15 Uhr gemeldet und habe einen schnellen Corona-Test gemacht, er war negativ.

Um 8 Uhr kam der Chefarzt Herr Koch, aber wir warteten auf zwei weitere Kandidaten, so dass wir später anfingen. 

Gegen 8:30 Uhr betraten alle Kandidaten für die Prüfung den Raum, in dem sich die Oberärztin Gefäßchirurgie befand.
Nach der Identifizierung zogen wir Blätter mit der Nummer des Patienten, den wir untersuchen mussten.

Die Prüfung begann gegen 8:45 Uhr.
Die Oberärztin stellte mich dem Patienten vor und sagte, ich hätte bis 9:30 Uhr Zeit, um eine Anamnese und Untersuchung durchzuführen.



Die Anamnese machte ich mit dem Patienten allein.

Anmerkung W. Gerner:  klarer Verstoss gegen die Durchführungsbestimmungen

Der Doktor war bei der Anamnese allein mit dem Patienten.
Ein klarer Verstoss gegen die Regeln.

§ 37 Kenntnisprüfung nach § 3 Absatz 3 Satz 3 der Bundesärzteordnung


Ich stellte mich dem Patienten vor und begann mit seiner Krankengeschichte. Ich fragte den Patienten nach Geburtsdatum und -jahr und seit wann er im Krankenhaus behandelt wurde.

Dann fragte ich den Patienten, warum er ins Krankenhaus gekommen ist, welche Probleme er habe und welche Probleme er jetzt habe.  Er sagte, er habe Schmerzen in beiden Unterschenkeln, die Schmerzen begannen vor 1,5 Jahren.  Er spürt jetzt einen brennenden Schmerz in beiden Unterschenkeln, der sich bis zum Knie ausbreitet, und beschrieb einen Schmerz der Stärke 5 auf der VAS-Skala von 1 bis 10, und er hat Schmerzen beim Gehen.  Auf die Frage, ob es andere begleitende Schmerzen wie Brustschmerzen, Atemnot oder schnelle Müdigkeit gäbe, antwortete der Patient mit Nein.

Für weitere Fragen:
Er konnte mir nicht sagen, welche Medikamente er einnahm, er wusste nicht, wann er hohen Blutdruck hatte, wann er die Hüftoperation hatte und ob er nach der Operation eine Reha-Behandlung hatte. Der Patient war nicht sehr kooperativ.

Dann machte ich eine klinische Untersuchung: Kopf- und Halsuntersuchung, Augen- und Munduntersuchung, Herzauskultation, Inspektion, Palpation, Perkussion und Lungenauskultation.
Untersuchung des Bauches:
Inspektion, Auskultation, Palpation und Perkussion.

Neurologische Untersuchung:
Pupillenuntersuchung, Muskelkraft und -tonus, Gleichgewichtstest.  Ich untersuchte die geschwollenen, warmen und roten Unterschenkel mit ein paar Krusten, aber ohne offene Wunden.
Palpation der Arterien der Temporalis, A. carotis intern, A. subclavia, A.  Brachialis, Radialis, Femoralis, Poplitee, (Tastbar) A.  Dorsalis pedis und A. Tibialis anterior posterior (nicht sichtbar).


Um 09:30 Uhr kam die Oberärztin und sagte, dass die Untersuchung der Patientin beendet sei und ich mit ihr gehen soll.

Sie sagte mir, ich solle auf dem Flur sitzen und das Überprüfungskonzept schreiben.
Aber nach 5 Minuten kam Chefarzt Herr Koch und lud uns in den Raum ein, damit hatte ich keine Zeit, dass Konzept zu schreiben (auf den Papieren, die sie mir für die Anamnese gaben, schrieb ich wegen der begrenzten Zeit Abkürzungen).

Sie sagten, dass diese Konzepte nur für uns als Erinnerung sind!


Als wir den Raum betraten, gab es ein drittes Hauptmitglied der Kommission Prof. für Pädiatrie (ich erinnere mich nicht an den Namen)

Der mündliche Teil der Prüfung begann gegen 10 Uhr.

Die Prüfung begann damit, dass alle Mitglieder der Kommission einen Kandidaten befragten.  Ich war der Dritte in der Reihe.
Ich ersetzte den Teil der Untersuchung, den ich begonnen hatte, indem ich den Patienten und die Untersuchung vorstellte, die ich durchgeführt hatte.

Prof. Koch fragte mich nach der Differentialdiagnose, ich sagte, es sei DM Typ 2,
Arterielle Hyperthonie, Herzisuficincija und könnte Thrombophlebitis sein.
Zudem sagte er, dass eine Thrombophlebitis nicht bestätigt worden sei und fragte mich nach Herzinsuffizienz.

Ich sagte die Definition, Ursachen (Hypertensio, Hyperlipidämie, Alkohol, Rauchen) Aufteilung nach NYHA in 4 Stufen und beschrieb alle 4 Stufen.


Er fragte mich, wie wir Herzinsuffizienz teilen. Ich sagte, wir hätten rechts und linksherzinsufficijenziju.

Während der Behandlung habe ich geantwortet, dass wir die Therapie je nach Stadium mit den ACE-Hemmern 1stadium, Beta-Blocker 2 und im Stadium 3 und 4 mit den Diuretika Spirinolacton und Schleimheute-Diuretika beginnen.  Zur Diagnosemethoden sagte ich, mache wir ein EKG, Ultraschall des Herzens, Labor.

Er fragte mich nach der Behandlung von Komplikationen der Lungenembolie, ich sagte Sauerstoff, ACE-Hemmer, Diuretika, Digitalis Morphin gegen Schmerzen. Dann fragte er mich, was, wenn der Patient immer noch über Probleme klagt, ich dachte ein bisschen nach und sagte, dass wir eine Elektrokonversion machen .

Oberärztin hat mich pAVK gefragt
Ich sagte, es sei eine Blockade der peripheren Arterien der unteren Extremitäten.

Ursachen:
Atherosklerose, Alkohol, Rauchen, unzureichender körperlicher Aktivist.

Symptome:
Schmerzen in Form von Krämpfen in den unteren Extremitäten beim Gehen, daher muss der Patient anhalten und sich ausruhen.

Ich sagte die Aufteilung von pAVK nach Fontaine in 4 Stufen.  1 Herde keine Schmerzen.  2 Stadium ist unterteilt in 2a Schmerzen bis zu 200 Metern und 2b Schmerzen über 200 Meter.  3 Stadionschmerzen in Ruhe und 4 Stadion ist Nekrose, Geschwür, Gangrän.
Dann sagte ich Diagnostik Dopplsonografie, Angiografie ABI Index zur Klassifizierung.

Dann fragte sie mich, was es bedeutet, wenn ein Patient kommt, der über plötzliche starke Schmerzen im Unterschenkel klagt.
Ich dachte eine Weile nach und sagte, dass eine Lungenembolie auftreten könnte.

Das dritte Mitglied fragte mich kurz:
Eine 22-jährige Frau kommt und klagt über Schmerzen auf einem Auge, was ist das?  Lassen Sie uns zusätzliche Fragen zum Fall der Multipsklerose stellen, von der Diagnose, was wir tun, sagte ich CT und MRT des Kopfes, für das Labor, an das ich mich nicht sofort über die Liquor cerebrospinalis erinnern konnte.


Das war der gesamte Verlauf der Prüfung.

Ich denke, es gab wenig Zeit für Anamnese und körperliche Untersuchung sowie für das Konzept, das ich geschrieben habe und das ich wiederhole, dass es nicht wichtig und für uns persönlich ist.
Es gab auch eine große Hilfe für die anderen Kandidaten, sowohl in medizinischer als auch in sprachlicher Hinsicht.

Nach der Prüfung sagten sie mir, dass ich nicht bestanden habe:
Ich hätte nicht über die Therapie der Lungenembolie-Elektrooversion gesprochen und manchmal verstehe ich die Nachfragen nicht gut.

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    Zum Schluss eine Feststellung von mir


    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin ist zwar prinzipell zu schaffen, allerdings gibt es speziell in einigen Bundesländern eine extrem hohe Durchfallquote; leider auch bei den Prüfungswiederholungen. Hierbei stellt sich oft deutlich heraus, dass es deutlich einfacher ist, wenn nicht ständig die gleichen Prüfer genommen werden. Unvoreingenommene erstmals oder gelegentlich eingesetzte Prüfer sind oft hilfsbereiter und kollegialer eingestellt und unterstützen die Kollegen.

    Hierbei sollte allerdings auch erwähnt werden, dass auch bei den deutschen Studenten im ersten Versuch ein hoher Anteil das Medizinexamen nicht besteht.

    Ich verfolge seit längerer Zeit die Publikationen und die Suche der Ärzte nach Protokollen und Ablaufbeschreibungen der Kenntnisprüfungen. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass leider einige Prüfungsorte und die damit verbundenen Prüfungskommissionen für "hohe Durchfallquoten" bekannt und gefürchtet sind.  Zweifelsohne hängt es oft von den regionalen Zuständigkeiten und den damit eingesetzten Prüfungskommissionen ab, ob Prüfungsteilnehmer (sogar) mit identischen Ausbildungen und Zeugnissen bestehen.

    Es sei Ihnen versichert, es kommt nicht unbedingt auf Ihre Fachkenntnisse an. Leider spielen in vielen Fällen andere Faktoren eine Rolle. Wie ist der Prüfer drauf, welche Laune hat er ? Mag er Sie oder missfällt ihm bereits Ihr selbstbewusstes Auftreten, Ihre Kleidung oder sonst etwas ? Weshalb bestehen andere neben Ihnen die Prüfung, die oft deutlich weniger Deutsch sprechen und/oder deshalb leichtere Fragen erhalten ?

    Leider sind auch die Ergebnisse der Kenntnisprüfungen mangels fehlender Aufzeichnungen nur selten angreifbar.

    Anzahl Wiederholungsprüfungen Medizin begrenzt


    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist die Laufbahn des Mediziners in den meisten Fällen in Deutschland beendet.

    "Die Zulassung zur Prüfung erfolgt per Bescheid durch das LPA in Düsseldorf. Sie kann nur erfolgen, wenn bei Ihnen Ausbildungsdefizite festgestellt wurden bzw. Sie auf eine gutachterliche Überprüfung Ihres Studienabschlusses verzichtet haben und Sie die Prüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben.

    Die Kenntnisprüfung Humanmedizin kann insgesamt zweimal wiederholt werden"

    Quelle: LPA Düsseldorf

    Ich bewundere und bedaure die Mediziner, die oft optimistisch und sehr gut vorbereitet in eine Kenntnisprüfung gehen und dann "am Boden zerstört" mit einem vernichtenden Prüfungsergebnis nach Hause gehen. Es darf Ihnen versichert werden, dass es in den meisten Fällen nicht an Ihrer Ausbildung gelegen hat. Anerkannte promovierte Spezialisten, die in ihrem Heimatland die Abschlüsse mit Auszeichnung bestanden haben und über eine mehrjährige fundierte Berufserfahrung verfügen scheitern hier wegen eines "sprachlichen Defizits" weil sie z.B. bei einem Unfallopfer im Bericht nicht den Unterschied zwischen einem Motorroller und einem Motorrad erklären können.

    Das kann es doch nicht sein.  Was hat das überhaupt noch mit medizinischen Kenntnissen zu tun ?

    Regelmäßig gibt es den Foren die Hinweise, dass die Kenntnisprüfungen doch ganz einfach seien und man sich nicht durch negative Berichte entmutigen lassen soll. Das kann ganz sicher temporär auf einige Prüfungsorte zutreffen und vor einigen Jahren noch wesentlich einfacher gewesen sein. Allerdings sind die Maßstäbe überall strenger geworden. Hinzu kommt, dass man in einigen Bundesländern inzwischen mehrere Monate auf einen weiteren Termin wartet.

    Die Approbationsbehörden tauschen sich inzwischen länderübergreifend aus, um den Approbationstourismus einzudämmen.

    Nach zwei nicht bestandenen Wiederholungsprüfungen ist für Humanmediziner FINITO  =  Schluss !

    Faszinierend  auch der Ansatz vieler Mediziner:  Ich probiere es einfach erst einmal und kann ja immer noch wiederholen.
    Liebe Doktoren,
    ihr könnt noch so gut sein und eine excellente Prädikatsausbildung haben; wenn Sie an den falschen Prüfer geraten, nützt Ihnen das überhaupt nichts. In vielen Fällen wird dann leider zu spät nach dem ersten Nichtbestehen doch vorsichtshalber ein Rechtsanwalt (Ich kann Ihnen Fachanwälte vermitteln) aufgesucht und es beginnt schnell ein mehrjähriges Verwaltungsverfahren.

    Jetzt gibt es zudem leider oft ein deutliches Problem
    Die Verwaltungsbehörde begründen (in einem oft folgenden Verwaltungsverfahren vor dem Verwaltungsgericht) gegenüber dem Gericht die Ablehnung der Approbation stets auch damit, dass Sie ja bereits eine oder zwei Kenntnisprüfungen nicht bestanden haben. Hierbei spielt es keine Rolle, woran es gelegen hat.   Dadurch haben Sie dann deutlich schlechtere Karten vor dem Verwaltungsgericht, weil die Behörde ja den Beweis hat und begründet, dass Sie keine gleichwertige Ausbildung haben.


    Sie sollten stets ALLES versuchen, eine Kenntnisprüfung zu vermeiden.


     


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